Omas Grüße an Müller «So ein lieber Bua»

Nach seinen beiden Toren beim 4:1-Sieg über England grüßte Thomas Müller seine Großeltern im TV. Nun kommt der Dank aus der oberbayerischen Heimat. Dabei habe seine Oma ganz vergessen, die Kerze für ihren Enkel anzuzünden.

Thomas Müller (Foto)
Küsse in die Heimat: Thomas Müller grüßte nach dem England-Spiel seine Großeltern. Bild: ap

Wenn die Familie feiert, dann schmeißt die Oma schon mal eine Runde Pizza. Aber als ihr Enkel beim 4:1 gegen England die deutsche Fußball-Nationalmannschaft mit zwei Toren ins WM-Viertelfinale schoss, da saß Erna Burghart ganz allein vor dem Fernsehgerät. «Mit einer Kerze auf dem Tisch», verriet die 81-Jährige der Süddeutschen Zeitung.

Frau Burghart ist die Großmutter mütterlicherseits von Nationalspieler Thomas Müller, lebt in der 1500-Seelen-Gemeinde Pähl im oberbayrischen Pfaffenwinkel und ist abergläubig. Die Kerze bringe schon was, sagte Oma Erna, «nur diesmal habe ich vergessen, die Kerze anzuzünden. Mich wundert selbst, dass es trotzdem geklappt hat».

Fußballleidenschaft vom verstorbenen Opa

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Dass der Thomas sie nach seinen zwei Toren im England-Spiel vor Millionen TV-Zuschauern gegrüßt hatte, fand die Alt-Bäuerin «nett. So ein lieber Bua». Das mit dem Fußball habe er von ihrem verstorbenen Mann, «könnte schon sein, dass es mein Mann war, der von oben für den Thomas was gedeichselt hat».

Thomas habe schon als kleiner Junge mit seinem Bruder und den Cousins im Hof gespielt, «wenn er mich besucht hat. Jetzt wünsch' ich ihm halt nur, dass er gut durchkommt und immer auf dem Boden bleibt». Zumindest seinen Humor hat ihr Enkel bisher nicht verloren.

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phs/kru/reu/news.de/dpa

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