Vorrunden-Check Tröten, Tränen, Torwartfehler

Die Gruppenphase der WM ist vorbei. Ob Vuvuzela-Getröte, unfassbare Torwartpatzer, schwache Schiris oder Skandale - das erste Turnier auf afrikanischem Boden bietet bisher allerlei Gesprächsstoff. News.de hat die Liste der größten Aufreger.

Tor (Foto)
Die Torhüter beklagen den WM-Ball. Bild: ap

Vuvuzela

Sie waren das Reizthema der bisherigen WM: die Vuvuzelas. Für die einen Ausdruck afrikanischer Fankultur, für die anderen einfach nur lärmende Stimmungstöter und so oft wie nie zuvor musste die Kreissäge als Dezibelvergleich herhalten. Aber selbst Verfechter der Krachtröten müssen sich eingestehen, wie herrlich die Ruhe nach dem Abpfiff sein kann.

Leere Ränge

Die WM ist das Sportereignis der Jahres. 2006 in Deutschland waren die Stadien bis auf den letzten Platz gefüllt, im Internet wurden für die Tickets teilweise absurde Preise gezahlt. In Südafrika blieben dagegen bisher fast in jedem Spiel zahlreiche Ränge leer. Die Fifa behaart zwar darauf, dass 97 Prozent der Karten verkauft wurden. Eigentlich kaum vorstellbar, denn es würde heißen, viele Fans haben es sich anders überlegt und gucken doch lieber auf der Couch.

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Schwaches Afrika

Zum ersten Mal findet die WM auf dem afrikanischen Kontinent statt. Die sechs Teams vom schwarzen Kontinent hofften auf den großen Durchbruch. Doch wie so oft bei bisherigen Weltmeisterschaften enttäuschten sie. Mit Südafrika scheiterte erstmals ein Gastgeber in der Vorrunde. Ansonsten gab es nur zwei afrikanische Siege. Der eine verhalf Ghana zumindest als einzigem afrikanischem Team zum Einzug ins Achtelfinale.

Skandale

Inoffizieller Weltmeister der Skandale sind «Les bleus» aus Frankreich. Das Team befand sich fortlaufend in einem unaufhaltbaren Erosionsprozess. Ein Trainer ohne Autorität, revoltierende Spieler und ein Trainingsstreik blamierten die «Grande Nation» vor aller Welt. Auch England trat negativ in Erscheinung. John Terry fühlte sich zum Spielertrainer berufen. Fabio Capello fand das gar nicht witzig. Zu guter Letzt sorgten auch noch die Serben für Schlagzeilen. Nach ihrem Vorrunden-Aus in der deutschen Gruppe tauchten in der Presse Bilder von biertrinkenden und rauchenden Spielern auf.

Schiedsrichter

Auch, wenn die Fifa pflichtbewusst die bisherige Leistung der Schiedsrichter außerordentlich lobte, bleiben einige zweifelhafte Entscheidungen der Unparteiischen im Gedächtnis. Länder wie Deutschland, USA oder die Schweiz können ein Lied davon singen. Wer jetzt noch gegen den Videobeweis stimmt, der muss sich ganz starke Argumente ausdenken.

Torwartpatzer

So lange es Fußball gibt, so lange gibt es auch Patzer von Torhütern. Das ist natürlich eine Binse, aber bei der WM in Südafrika bleibt schon jetzt die Häufigkeit von Fehlgriffen der Tormänner in Erinnerung. Vor der WM haben bereits viele Torhüter etwaigen Fehlern vorgebeugt und auf den Flattercharakter des neuen Balls verwiesen. Doch bei den bisherigen Patzern müssen selbst die betroffenen Keeper zugeben, dass nicht alles am Ball lag.

Starkes Südamerika

Zu den positiven Überraschungen des Turniers gehören zweifellos die Teams aus Südamerika. Alle fünf Starter stehen im Achtelfinale. Im Schatten von Brasilien und Argentinien haben sich Uruguay, Paraguay und Chile zu konkurrenzfähigen Mannschaften entwickelt. Uruguays Mittelfeld-Legende Enzo Francescoli sieht den Grund in der harten Südamerika-Qualifikation. Für ihn ist es «die schwerste, das stärkt die Teams».

Außenseiter-Erfolge

Freuen dürfen sich Südkoreaner, US-Amerikaner, Slowaken und Japaner über den Achtelfinaleinzug. Die Außenseiter haben positiv überrascht. Auch Fußball-Diaspora Neuseeland hat einen starken Eindruck hinterlassen und blieb unbesiegt. Die «Kiwis» mussten dennoch die Heimreise antreten.

Favoritensterben

Erst der Vizeweltmeister, dann der Weltmeister: Mit Frankreich und Italien scheiterten nicht nur zwei große Fußballnationen in der Vorrunde. Beide Mannschaften wurden auch noch Gruppenletzter. Hoffentlich ist das kein schlechtes Omen für die deutsche Mannschaft: Sie wurde bei der WM vor vier Jahren Dritter.

Alle Spiele und alle Tore der WM zum Nachlesen

phs/reu/news.de

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Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Benny
  • Kommentar 2
  • 26.06.2010 18:02

lach sexy fan bild 1 bist du sicher das die blonde ne frau ist??sieht er aus wie ein kerl naja zum thema ist ja nicht das erste mal das schiri geschmiert werden.ja ist schon lässtig mit der Vuvuzela-Getröte unsere jungs sind es ja teilweiße gewöhnt von ihre fans aber muss nicht sein sollen die trötten wen ein tor fällt oder ihre Mannschaft gewonnen hat aber nicht wären des spielst.was die franzmänner gemacht haben tja die lassen sich nichts gefallen

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  • GEWEBAYERN
  • Kommentar 1
  • 26.06.2010 16:37

Solange Blatter der Präsident der FIFA ist, wird es die Mäkel bei solchen Tournieren geben, ist rein politisch.alles bedacht und vieles durch Willkür verändert und zerstört! Die Mafias macht sich überall und in allen Sportarten breit, schliesslich dreht sich alles nur um's Geld!

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