Andreas Beck Abschied mit Applaus

Bittere Stunden für Andreas Beck. Nach den Verletzungen von Michael Ballack, Christian Träsch und Heiko Westermann ist der Hoffenheimer der einzige Spieler aus dem DFB-Aufgebot, der nicht mit zur WM nach Südafrika fahren darf. Der reflektierte Blondschopf im Porträt

Andreas Beck (Foto)
Trauriger, aber stilvoller Abgang: Andreas Beck ist bei der WM nicht dabei. Bild: ddp

Andreas Beck verabschiedete sich nach seinem geplatzten WM-Traum mit Stil von den Kollegen. Der 23 Jahre alte Hoffenheimer Verteidiger galt lange als erster Kandidat auf der Streichliste. Er kämpfte sich aber im Training mit Herz an das Team heran - und wurde dann doch von Joachim Löw aussortiert.

Eine «durchwachsene Saison» mit Hoffenheim und mehrere Verletzungs-Rückschläge führte Löw als entscheidend an. Der in Kemerowo in der früheren Sowjetunion geborenen Blondschopf, als intelligenter Kopf bekannt, reagierte «tief enttäuscht». Er richtete aber nach der für ihn so bitteren Nachricht sogar noch ein paar aufmunternde Worte an die Kollegen, die laut Löw darauf mit Applaus reagierten.

Für den 1,80 Meter großen U-21-Europameister muss die Welt nicht untergehen. Beck ist noch jung genug, um seinen sieben Länderspielen weitere hinzuzufügen. Der reflektierte Profi wird zwar einige Zeit brauchen, um den Frust zu überwinden, aber vielleicht wird ihm seine Freude an Literatur im Zwangsurlaub helfen.

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«Spiele werden schließlich mit dem Kopf gewonnen, also muss ich mit dem Kopf etwas tun», lautet seine Philosophie. Zudem erklärte Löw den ehemaligen Stuttgarter, der mit seinen Eltern 1990 ins Schwabenland gekommen war, zum ersten Nachrücker für den Fall, dass das Verletzungspech nochmals zuschlagen sollte.

Andreas Beck (TSG 1899 Hoffenehim) hat bislang sieben Länder- und insgesamt 82 Bundesligaspiele bestritten. 2007 wurde der 23-Jährige mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister, 2009 holte er mit der U21-Nationalmannschaft den Europameistertitel.

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Video: news.de

kru/cvd/news.de/dpa

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