VfL Wolfsburg Lieber Dzeko als 40 Millionen

Dzeko bleibt beim VfL (Foto)
Wollen auch weiterhin zusammen Erfolge feiern: VfL Manager Dieter Hoeneß (links) und Torjäger Edin Dzeko. Bild: dpa

Eine Einnahme von 40 Millionen Euro hat der VfL Wolfsburg verpasst, doch Fans und Verantwortliche sind überglücklich: Bundesliga-Torschützenkönig Edin Dzeko bleibt bei den Niedersachsen.

«Wir sind sehr froh, dass die Zeit der Ungewissheit vorbei ist», sagte VfL-Geschäftsführer Dieter Hoeneß, nachdem um Mitternacht die Wechselfrist für die vertraglich vereinbarte Fixsumme verstrichen war. Allerdings: Am Ende der kommenden Saison beginnt das Spielchen wieder - denn dann gilt Dzekos Wechsel-Option für 40 Millionen Euro erneut.

Für den ehrgeizigen Erstligisten ist der Verbleib des Weltklasse-Stürmers wichtiger als die entgangene Rekordeinnahme. «Ich habe lieber so einen außergewöhnlichen Spieler als das Geld», sagte Hoeneß. Die Tochtergesellschaft des Volkswagen-Konzerns ist auf die Millionen nicht angewiesen und wird auch so weiter investieren können. «Wir wollen eine Mannschaft, die angreifen will», sagte Hoeneß. Und in dessen Zentrum steht nun weiterhin der erfolgreichste Bundesligastürmer der vergangenen Spielzeit.

Gemeinsam mit dem wieder in Wolfsburg weilenden Trainer Steve McClaren bastelt Hoeneß am Team, das nun vor allem Verstärkung in der Abwehr benötigt. «Edins Bleiben ist für uns die wichtigste Personalie in diesem Sommer. Er ist ein Spieler von herausragender Qualität, der für uns nicht leicht zu ersetzen gewesen wäre», sagte der VfL-Geschäftsführer. «Jetzt haben wir Planungssicherheit und können ganz konkret an der weiteren Zusammenstellung unseres Spielerkaders arbeiten.»

Dzeko wollte nach Mailand

Da auch Grafite, Torschützenkönig der Saison 2008/09, und Obafemi Martins noch laufende Kontrakte haben, wird der VfL zunächst keine Stürmer suchen, sondern Ersatz für den nach Stuttgart wechselnden Christian Gentner. Auch die Defensive soll nachgebessert werden. Nationalspieler Arne Friedrich von Hoeneß' Ex-Club Hertha BSC Berlin gilt als heißer Kandidat für die Innenverteidigung. Zumal der im Winter geholte Brasilianer Rever bisher nicht die erhoffte Verstärkung war und in brasilianischen Medien von einer Rückkehr in seine Heimat schwadronierte.

Hoeneß hat indes keine Eile: «Wir haben zweigleisig geplant und wir lassen uns die Zeit, die notwendig ist», sagte der VfL-Geschäftsführer: «Wir ziehen in Betracht, die letzten Dinge auch erst im August zu regeln.» Dzeko wird dann längst wieder in Wolfsburg trainieren, denn einen Transfer schloss Hoeneß auch für den Fall aus, dass zu einem späteren Zeitpunkt ein höheres Angebot als 40 Millionen Euro eintrudeln sollte. Dank Volkswagen kann sich der VfL das leisten. Es wäre der teuerste Transfer der Ligageschichte gewesen noch vor dem 30 Millionen Euro-Wechsel von Mario Gomez zu den Bayern.

Dzeko selbst hatte mit einem Wechsel geliebäugelt und den AC Mailand mehrfach als seinen Lieblingsclub genannt, doch er wird sich mit einem weiteren Jahr in Wolfsburg abfinden müssen. Der bosnische Nationalspieler, der mit seinem Team am Donnerstag auf Deutschland trifft, gilt als vernünftig und bodenständig. Ärger im Nachhinein erwarten die Verantwortlichen nicht. Auch wenn Dzekos Berater Irfan Redzepagic der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung sagte: «Die Geschichte ist noch nicht abgeschlossen, es gibt Angebote, aber nichts Konkretes!»

mas/reu/news.de/dpa

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