French Open Deutsche Riege überzeugt

Qualifikant Reister bei French Open weiter (Foto)
Julian Reister jubelt nach seinem Sieg über Feliciano Lopez. Der Deutsche zieht erstmals in die zweite Runde eines Grand-Slam-Turniers ein. Bild: dpa

In Abwesenheit der verletzten Topspieler setzt die junge deutsche Garde zum Auftakt des Grand-Slam-Turniers Ausrufezeichen. Für einen Überraschungssieg sorgte Angelique Kerber. Rainer Schüttler und Kristina Borrois schieden dagegen in Runde eins aus.

Am Pfingstwochenende nahmen Andrea Petkovic, Angelique Kerber, Julia Görgers, Andrea Beck und die beiden Qualifikanten Tobias Kamke und Julian Reister ihre Auftakthürden bei den French Open. Petkovic bot beim 4:6, 6:1, 6:4 gegen Jelena Wesnina aus Russland phasenweise eine tolle Vorstellung. Die Weltranglisten-41. bekommt es beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres nun mit Vorjahressiegerin Swetlana Kusnezowa zu tun, die aber in dieser Saison auf Sand eine 2:3-Matchbilanz hat. 1:1 steht es im Vergleich.

Auch auf Kerber und Görges warten harte Brocken: Die 22-jährige Kerber, die etwas überraschend die Russin Anna Tschakwetadse 5:7, 7:6 (7:2), 6:4 schlug, trifft auf die Madrid-Siegerin und französische Turnier-Geheimfavoritin Aravane Rezai. Fed-Cup-Kollegin Julia Görges bezwang die Ungarin Melinda Czink mit 6:2, 6:3 und muss sich nun mit der Nummer eins der Tenniswelt, Serena Williams (USA), auseinandersetzen.

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Die spannendsten Turniere aller Zeiten

Nobodys feiern ersten Grand-Slam-Erfolg

Bisher noch Nobodys auf der internationalen Bühne waren die beiden 24 Jahre alten Freunde Kamke und Reister: Beide zogen erstmals in ihrer Karriere in die zweite Runde eines Grand-Slam-Turniers ein. Der Weltranglisten-158. Kamke setzte sich mit 6:0, 6:4, 6:3-Erfolg gegen den Franzosen Stephane Robert durch.

Die noch größere Überraschung gelang dem auf Platz 165 geführten Reister mit seinem 6:1, 7:6 (7:5), 6:2-Erfolg über den an Nummer 27 gesetzten Spanier Feliciano Lopez. «Das ist unglaublich und so fühl mich auch», sagte Reister, der überhaupt erstmals im Hauptfeld eines der wichtigsten vier Turniere steht.

Davis-Cup-Spieler Andreas Beck, der bereits in der Vorwoche bei seinem Debüt beim World-Team-Cup mit zwei Siegen aus seinem drei Einzeln überzeugt hatte, gewann gegen den Italiener Paolo Lorenzi nach Anlaufschwierigkeiten am Ende sicher mit 4:6, 6:3, 6:2, 6:2. Insgesamt waren bei den mit 16,8 Millionen Euro dotierten French Open 17 deutsche Profis im Hauptfeld gestartet - zwölf Herren und fünf Damen. Florian Mayer musste mit Magen-Darm-Virus absagen, für ihn durfte als «Lucky Loser» Dieter Kindlmann gegen Lokalmatador Gael Monfils ran.

Dennoch ein Wermutstropfen

Daniel Brands verpasste bereits am Sonntagabend dagegen nur knapp eine Überraschung: Der Weltranglisten-89. musste sich gegen den an acht gesetzten Lokalmatadoren Jo-Wilfried Tsonga nach 3:42 Stunden mit 6:4, 3:6, 2:6, 7:6 (7:2), 5:7 geschlagen geben. «Das war der Wahnsinn, auf so einem großen Platz zu spielen. So etwas habe ich noch nicht erlebt», sagte Brands nach seinem couragierten Auftritt gegen Publikumsliebling Tsonga auf dem Center Court von Paris.

 

Wermutstropfen aus deutscher Sicht waren das Erstrunden-Aus wie im Vorjahr für Routinier Rainer Schüttler und die unglückliche Auftaktniederlage von Kristina Borrois, die zuletzt beim WTA-Turnier in Straßburg noch im Finale gestanden hatte. Die Saarländerin ließ beim 6:1, 6:7(7:9), 3:6 gegen die Italienerin Tathiana Garbin im zweiten Satz drei Matchbälle ungenutzt. «Ich bin einfach nur total enttäuscht», sagte Barrois nach dem Spiel unter Tränen. Ihre Fed-Cup-Kollegin Tatjana Malek war beim 2:6, 3:6 gegen die Schweizerin Timea Bacsinszky auf verlorenem Posten.

Nicht allzu enttäuscht war dagegen Schüttler nach dem 5:7, 4:6, 2:6 gegen den Spanier Guillermo Garcia-Lopez, seinem ersten Saison-Match auf der ungeliebten Asche. Der Wimbledon-Halbfinalist von 2008 blickte bereits mit Vorfreude auf die Rasensaison und denkt nach wie vor nicht ans Aufhören. «Wieso sollte ich? Solange ich Spaß habe und noch in die großen Turniere reinkomme...», sagte der 34-Jährige.

mas/news.de/dpa

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