Keine Zeit verlieren
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Von news.de-Redakteur Michael Heinrich
Artikel vom 18.03.2010
Nach Kati Wilhelm nun auch Simone Hauswald und Martina Beck: Der Rücktritt der ehemaligen Medaillengaranten schlägt eine tiefe Schneise in den Kader von Frauen-Bundestrainer Uwe Müßiggang. Dennoch: Er ist überfällig.
Der Frauenbereich steht vor dem gleichen Umbruch, den die Männer nach den Rücktritten von Ricco Groß, Frank Luck und Sven Fischer schon hinter sich haben. Junge Athleten, die es bisher – mit Ausnahme von Magdalena Neuner – nicht geschafft hatten, die alten Platzhirsche zu verdrängen, müssen nun die Lücke füllen.
Der Männerbereich hat gezeigt, wie schwer das ist. Da wurden die Probleme, die durch einen verspäteten Neuaufbau entstanden waren, bei den Olympischen Spielen in Vancouver offenbar. Für viele deutsche Biathleten war es die erste oder zweite Saison in der Spitze und dann gleich eine olympische. Sie blieben ohne Medaille.
Die Frauen haben einen großen Vorteil. Zum einen haben sie vier Jahre bis zu den nächsten Spielen Zeit, zum anderen hat etwa Miriam Gössner schon im Langlauf WM- und Olympia-Erfahrung gesammelt. Außerdem ist die Leistungsdichte nicht ganz so groß wie bei den Männern. Zeit verlieren dürfen sie jedoch nicht. Sonst wiederholt sich das Biathlon-Olympia-Debakel in Sotschi.
mik/ivb/news.de
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