Gold-Regen für deutsche Athleten
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Die Biathleten Willi Brem und Verena Bentele haben wie ihr Alpin-Kollege Gerd Schönfelder bei den X. Paralympics in Vancouver Gold geholt. Für eine Überraschung sorgte auch Biathletin Andrea Eskau.
Bentele gelang beim dritten Start der dritte Gold-Coup. Die 28-Jährige siegte im Biathlon-Wettbewerb der sehbehinderten Sportlerinnen über 12,5 Kilometer zusammen mit Begleitläufer Thomas Friedrich klar. Es war insgesamt der zehnte Paralympics-Sieg der deutschen Top-Athletin. Der 32-Jährige war im Biathlon-Rennen der sehbehinderten Sportler über 12,5 Kilometer im Whistler Paralympic Park nicht zu schlagen. Der 32-jährige Brem war im Biathlon-Rennen der sehbehinderten Sportler ebenfalls über 12,5 Kilometer nicht zu schlagen.
Schönfelder aus Kulmain ist zum 13. Mal Paralympics-Sieger. Der einarmige alpine Skifahrer siegte in Whistler Creekside nach zwei überzeugenden Läufen im Riesenslalom und gewann seine insgesamt 19. Medaille bei Winter-Paralympics. Zwei Tage zuvor hatte der 39-jährige Gesamt-Weltcupsieger bei seinen sechsten Winter-Paralympics bereits Silber im Slalom geholt.
Andrea Eskau vom USC Magdeburg und Josef Giesen aus Herzlake hatten zuvor Bronze gewonnen. Eskau wurde im Whistler Paralympic Park Dritte in der Sitzend-Kategorie über 10 Kilometer. Giesen, der keine Arme hat und die Waffe mit dem Mund auslöst, schoss beim Sieg des Norwegers Nils-Erik Ulset im Rennen über 12,5 Kilometer nur einmal daneben. Thomas Oelsner aus Oberhof wurde nach fünf Schießfehlern Zehnter. «Ich wollte einfach ein gutes Rennen machen und eine Medaille gewinnen. Die Farbe war mir egal», sagte Giesen, der von den Zuschauern begeistert gefeiert wurde.
Andrea Eskau holte bei ihrer Winter-Premiere auf Anhieb Bronze. Die 39 Jahre alte Psychologin, 2008 bei den Sommer-Paralympics in Peking Handbike-Siegerin, musste sich nur der Russin Maria Jowlewa und Olena Jurkowska aus der Ukraine beugen. «Ein Wahnsinn. Ich hab' eine Medaille. Ich könnte die ganze Zeit heulen vor Freude», sagte Eskau nach ihrer ersten Medaille bei Winter-Paralympics. Karl Quade, Chef de Mission der deutschen Mannschaft, bezeichnete die Leistung von Andrea Eskau als «Riesenerfolg». Quade ergänzte: «Ich finde das ganz toll. Sie ist eine Persönlichkeit durch und durch.»
Andrea Rothfuß aus Mitteltal hat bei den alpinen Ski-Wettbewerben ihre zweite Medaille gewonnen. Zwei Tage nach Platz zwei im Slalom holte die 20-Jährige in Whistler Creekside auch in ihrer Paradedisziplin Riesenslalom Silber. Siegerin wurde Lauren Woolstencroft aus Kanada. Schon vor vier Jahren in Turin hatte die Schülerin bei ihrem Paralympics-Debüt im Riesenslalom den zweiten Rang belegt.
cvd/ivb/news.de/dpa
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