Gladbachs neuer Wirbelwind
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Von news.de-Redakteur Philip Seiler
Artikel vom 19.03.2010
Marco Reus ist der Shootingstar in Mönchengladbach und gilt mit 19 Jahren als eines der größten deutschen Mittelfeld-Talente. Im news.de-Interview spricht er über das Rheinderby, seinen Aufstieg und den Vergleich mit seinem Vorgänger.
Hallo Herr Reus, wie geht es Ihnen gesundheitlich nach Ihrer Innenbanddehnung?
Marco Reus: Gesundheitlich ist wieder alles gut. Ich bin topfit und habe mich gut erholt. Am Freitag ist das Spiel gegen Köln, wir freuen uns drauf.
Das Rheinderby zwischen Gladbach und Köln ist traditionell sehr brisant. Sie kommen aus Dortmund und haben dort in der Jugend gespielt. Kann man das Rheinderby fast schon mit dem großen Revierderby zwischen dem BVB und Schalke vergleichen?
Reus: Das ist schon ziemlich ähnlich. Es ist aber unter der Woche bisher ziemlich ruhig geblieben. Hoffentlich bleibt das auch so. Ich denke, es wird ein tolles Spiel. Dass das Ganze am Freitag Abend stattfindet, ist das Beste, was es gibt.
Haben Sie Angst vor Ausschreitungen? Gerade auch nach den Vorfällen im Hinspiel und am vergangenen Wochenende in Berlin, als Chaoten auf das Spielfeld stürmten.
Reus: Wir haben beim Hinspiel nicht so viel mitbekommen. Ich hoffe, dass sich das am Freitag alles in Grenzen hält und das Spiel ganz normal zu Ende geht. Das, was in Berlin passiert ist, ist natürlich nicht so schön und schade für den Fußball. Ich hoffe, dass das ein Einzelfall bleibt.
Auch sportlich ist das Duell nicht ohne. Bei einer Niederlage würde Köln an Ihrem Klub vorbeiziehen und man würde wieder richtig im Abstiegskampf stecken.
Reus: Das wird man sehen. Vorher zu rechnen, was bei einer Niederlage oder einem Unentschieden passiert, macht keinen Sinn. Wir müssen einfach unser Spiel spielen. Das haben wir in den letzten beiden Spielen nicht hingekriegt. Aber nichtsdestotrotz haben wir genug Selbstvertrauen, um nach Köln zu fahren und dort etwas mitzunehmen.
Sie sprechen die vergangenen Spiele an. Seit vier Partien wartet der Verein auf einen Sieg. Man hat fast das Gefühl, es steht eine andere Mannschaft auf dem Platz wie in der Hinrunde.
Reus: Es ist normal, dass eine Zeit kommt, in der nicht alles so klappen kann wie in der Hinrunde. Wir wissen aber, was wir können, trainieren tagtäglich und versuchen das schon gegen Köln besser zu machen.
Hat der Trainer jetzt eine defensivere Taktik ausgerufen, nachdem man zuletzt sieben Tore in zwei Spielen kassiert hat?
Reus: Das hoffe ich nicht. Ich weiß aber noch nicht, wie sich der Trainer entscheidet.
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