Paolo Guerrero zurück Flugangst? «Alles Blödsinn»

Guerrero (Foto)
Paolo Guerrero steht seit 2006 beim Hamburger SV unter Vertrag. Bild: dpa

Seit zwei Monaten wartet der HSV auf seine Ankunft. Jetzt ist Paolo Guerrero wieder von seinem verlängerten Heimaturlaub zurück. Wegen Flugangst saß der Torjäger in Peru fest. Mehrere Versuche, ein Flugzeug zu besteigen, waren gescheitert.

Paolo Guerrero musste bei seiner Rückkehr nach Hamburg staunen: Torjäger-Legende Ruud van Nistelrooy im HSV-Dress, aber die alten Kumpel Alex Silva und Mickael Tavares nicht mehr da. Im vergangenen Vierteljahr hat sich beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV einiges getan.

Vor mehr als drei Monaten war Guerrero in seine Heimat Peru geflogen, um sich nach einem im September vergangenen Jahres erlittenen Kreuzbandriss zu erholen und für sein Comeback zu arbeiten. Dass der Stürmer den Heimaturlaub aber nicht wie gefordert nach der Winterpause beendete, sondern wegen Flugangst um zwei Monate ausdehnte, stieß dem HSV bitter auf.

Mehrere Flugversuche soll der Peruaner abgebrochen haben, darunter auch einen zum Arztbesuch beim Kniespezialisten in den USA. Umso bemerkenswerter ist die Aussage des Südamerikaners vor seinem Abflug in Lima: «Das ist alles Blödsinn. Ich habe keine Angst. Das haben die Medien erfunden». Die Worte riefen auch beim HSV Erstaunen vor. «Unsere Therapie hat wohl angeschlagen», meinte HSV-Sprecher Jörn Wolf augenzwinkernd.

HSV-Therapeut für sechs Wochen in Peru

Unter Anleitung von HSV-Physiotherapeut Kristof Meyer, der seinen Arbeitsplatz für sechs Wochen nach Peru verlegt hatte, bereitete sich Guerrero auf sein Comeback bei den Hamburgern vor. «Kristof hat mir sehr geholfen, jetzt schon wieder so weit zu sein», sagte Guerrero auf der Internetseite des HSV. Trainer Bruno Labbadia war erleichtert, den 26-Jährigen endlich wieder unter seine Fittiche nehmen zu können. «Er hat gestrahlt, als er mich gesehen hat», berichtete Labbadia. «In den nächsten Tagen werden wir überprüfen, wie weit Paolo schon ist.» Ganz weit war er, als er noch spielte: vier Bundesliga-Partien, vier Tore.

Laut Klub-Chef Bernd Hoffmann wird man den Stürmer vielleicht in zwei, drei Wochen sehen können. Guerreros Mutter, Petronila Gonzáles, ist da anderer Meinung. «Er ist jetzt fit. Er kann spielen, sein Knie ist okay», widersprach sie und nutzte gleich die Chance, ihrem Ärger Luft zu machen. Ihr Sohn sei nur nach Deutschland zurückgekehrt, «weil sein Verein ihn unter Druck gesetzt hat. Der Vertrag soll besprochen werden», wird Guerreros Mutter in der Zeitung El Bocón zitiert. In der Tat läuft der Kontrakt am Saisonende aus. Doch der HSV hat es derzeit nicht eilig, diesen zu verlängern.

phs/oro/reu/news.de/dpa

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