St. Pauli lässt weiter Federn
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Ereignisreiche Sonntagsspiele in der 2. Liga: St. Pauli unterliegt Bielefeld und Kaiserslautern baut seine Spitzenposition in einem stürmischen Süd-West-Derby aus. Ahlen holt den zweiten Heimsieg der Saison und darf weiter auf den Klassenverbleib hoffen.
Der FC St. Pauli hat im Kampf um den Bundesliga- Aufstieg einen weiteren herben Dämpfer erlitten. Die Hamburger unterlagen im Spitzenspiel der 2. Fußball-Bundesliga Arminia Bielefeld am heimischen Millerntor 0:1 (0:1) und kassierten damit die zweite Niederlage nacheinander. Den Siegtreffer für die Gäste erzielte vor 19.900 Zuschauern Giovanni Federico in der 33. Minute. St. Pauli verlor in der Nachspielzeit (90./+3) auch noch Verteidiger Florian Lechner, der wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah.
Sechs Tage nach dem kläglichen 0:3 in Kaiserslautern hatten die Hanseaten große Probleme, gegen den Erstliga-Absteiger aus Ostwestfalen in das Spiel zu kommen. St. Pauli fabrizierte ungewohnt viele Fehler und kam erst nach 32 Minuten zur ersten Torchance durch Lechner, der für den verletzten Carsten Rothenbach (Wadenprobleme) in die Startelf rutschte. Im Gegenzug erzielte Federico nach schönem Zuspiel des Tschechen Pavel Fort mit seinem zwölften Saisontreffer das verdiente 0:1.
In der zweiten Halbzeit erhöhten die Hanseaten zwar die Schlagzahl, doch große Torchancen blieben Mangelware. Marius Ebbers (76.) und Matthias Lehmann (76.) vergaben die beiden besten Chancen zum Ausgleich. Damit ist die Torfabrik FC St. Pauli seit 315 Minuten ohne Tor.
Stürmisches Süd-West-Derby - vor allem vor dem Stadion
Der 1. FC Kaiserslautern hat unterdessen einen weiteren großen Schritt auf dem Weg zurück in die Fußball-Bundesliga gemacht. Der Zweitliga-Tabellenführer gewann das Süd-West-Derby beim Karlsruher SC 3:1 (0:1). Es war der achte Auswärtssieg der Pfälzer. Macauley Chrisantus brachte den nun endgültig gegen den Abstieg kämpfenden KSC vor 28.765 Zuschauern im Wildparkstadion in der 45. Minute in Führung. Erik Jendrisek (56.) und Srdjan Lakic mit einem Doppelpack (79./90.+2) drehten die Partie zugunsten der Roten Teufel. Beide Mannschaften boten insgesamt nur durchschnittliche Leistungen.
Starke Windböen brachten vor dem Stadion Bäume zum Umfallen, die mehrere Autos zerstörten. Die Polizei sperrte daraufhin die Ausgänge und forderte die Zuschauer auf, ihre Plätze nicht zu verlassen. Auf dem Rasen ging es zunächst ruhiger zu. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend. Erst Chrisantus brachte mit dem 1:0 kurz vor der Pause, als er nach einem Pass von Serhat Akin aus kurzer Distanz traf, mehr Schwung ins Spiel. Kaiserslautern reagierte nach dem Seitenwechsel mit mehr Offensivschwung und wurde belohnt: Jendrisek traf nach einer Ecke von Alexander Bugera aus drei Metern Entfernung zum Ausgleich. Danach setzten die Gäste den KSC immer mehr unter Druck und kamen durch einen Schuss von Lakic aus acht Metern zum verdienten Sieg. Der Kroate krönte seine gute Vorstellung in der Nachspielzeit mit dem 3:1.
Ahlen darf weiter hoffen Bei Rot Weiss Ahlen wächst der Glaube an den Klassenverbleib. Mit dem 3:2 (1:1) über Union Berlin machte das Schlusslicht der 2. Fußball-Bundesliga Boden im Überlebenskampf gut. Vor 3820 Zuschauern im Wersestadion trafen Alain Junior Ollé Ollé (41.), Baldessare Di Gregorio (55.) und Nils-Ole Book (72.) zum verdienten Sieg der Gastgeber. Die Berliner, die nach der Gelb-Roten Karte für Daniel Göhlert (67.) die Partie in Unterzahl beenden mussten, kamen durch Torsten Mattuschka (45.+2) und Hüzeyfe 3:2 Dogan (90.+2) zu Toren. Für das heimschwächste Team der Liga aus Ahlen war es der erst zweite Saison-Erfolg im eigenen Stadion.
Die problematischen Bodenverhältnisse bereiteten allen Spielern große Probleme. Sehenswerte Aktionen blieben daher lange Mangelware. Dennoch machte sich das größere Engagement für den Gastgeber bezahlt: Mit einem abgefälschten Freistoß aus 25 Metern erzielte Ollé Ollé die verdiente Führung. Doch die Freude darüber währte nur fünf Minuten: Kurz vor der Pause traf Torsten Mattuschka per Foulelfmeter zum 1:1. Doch dieser unglückliche Ausgleich warf Ahlen nicht zurück. Mit viel Kampf und mehr Spielwitz wurde die erneute Führung durch di Gregorio erzwungen. Nach dem Platzverweis für Kapitän Göhlert (wiederholtes Foulspiel) nutzte Book einen sehenswerten Konter zum 3:1. Berlins Anschlusstreffer durch Dogan in der Nachspielzeit kam zu spät.
kru/news.de/dpa
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