Slalom Felix, der Unglückliche

Und wieder kein Glück bei Olympia. Felix Neureuther hat alle Hoffnungen auf eine olympische Slalom-Medaille vorzeitig begraben müssen. Der Skirennfahrer aus Partenkirchen schied nach knapp 27 Fahrsekunden des ersten Durchgangs aus.

Felix Neureuther (Foto)
Trauriger Felix: Neureuther nach seiem Aus im Slalom. Bild: dpa

«Im ersten Moment kann man gar nicht glauben, dass es schon vorbei ist», sagte der 25-Jährige. «Ich habe eigentlich gedacht, dass ich genug Richtung für die Stelle hab. Dann hab ich mich einen Tick zu viel hinten rein gesetzt und dann war's schon vorbei. Aber das Leben geht weiter.»

 

Zur Halbzeit des Rennens führt Samstag in Whistler der Italiener Giuliano Razzoli. Der 25-Jährige lag 43/100 Sekunden vor dem Final-Durchgang (22.45 Uhr MEZ) vor dem Slowenen Mitja Valencic und Benjamin Raich aus Österreich.

Mit seinem Aus war Neureuther in bester Gesellschaft, denn auch für Weltmeister Manfred Pranger (Österreich), den Amerikaner Bode Miller und Turin-Kombinations-Olympiasieger Ted Ligety (USA) war das Rennen vorzeitig zu Ende. Aber ein Trost konnte das freilich nicht sein für den Kitzbühel-Sieger, der mit so viel Vorfreude in die olympischen Rennen gegangen war.

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Schneller als ihm lieb war, war der Spaß auch schon wieder vorbei. Das Motto «wer nichts wagt, der nichts gewinnt», hatte sich nicht ausgezahlt. «Bei Olympischen Spielen riskiert jeder alles. Wenn man um eine Medaille mitfahren will, muss man auch riskieren. Ich denke, dass deswegen viele ausscheiden», meinte Neureuther, dem man die Angriffslust freilich nicht vorwerfen konnte.

Dabei hatte sein couragierter Riesenslalom-Auftritt mit Platz acht so viel Mut gemacht. «Das drückt im Moment schon ein bisschen. Man fiebert mit. Nachdem er einen ganz guten Riesenslalom-Einstand hatte, hat man gedacht, man kann wenigstens im offenen Fight geschlagen werden», sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier, «und dann scheidet einer aus, das ist schon bitter.»

Wie schon in Turin vor vier Jahren, als Neureuther im zweiten Durchgang nach gleich zwei Stürzen früh ausschied, gab es auch in Whistler keine Platzierung für den besten deutschen Skirennfahrer. «Das ist natürlich nicht ganz so einfach, aber da kann man nichts mehr ändern», bilanzierte der Partenkirchener, der bei vier Olympia-Starts in seiner Karriere nur eine Platzierung erreichte. Eben den achten Platz des Riesentorlaufs von Whistler.

kru/news.de

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