Hickhack beim DFB Riskante Spielchen

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Von news.de-Redakteur Michael Heinrich
Der Deutsche Fußball-Bund und Joachim Löw haben eine sichere Grundlage für ein gutes WM-Turnier leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Das Vertragsgefeilsche kann am Ende eigentlich nur mit Oliver Bierhoffs Ablösung enden – mit einer Ausnahme.

Die Suche danach, wer welchen Fehler gemacht hat, ist mühselig und sinnlos. Das Kind liegt im Brunnen, auch jetzt noch, da die Verantwortlichen beteuern, man sei zusammengerückt, habe sich ausgesöhnt. Natürlich muss man Geschlossenheit demonstrieren und Störfaktoren im WM-Jahr ausschalten. Aber das Problem ist nicht gelöst.

Der Schulterschluss ist ein Trugschluss. Man darf ruhig annehmen, dass die Pressekonferenz der Versuch war, die leidige Diskussion und die damit aufkommenden Spekulationen in den Medien zu beenden. Hinter den Kulissen des Harmoniegipfels ist gar nichts klar. Macht Löw nach der WM weiter? Wenn nicht, wer wird sein Nachfolger?

Der DFB sieht seine Macht in Frage gestellt. Manager Oliver Bierhoff steht in der Schusslinie, scheint aber trotzdem nicht seinen Forderungen abgerückt zu sein, sonst hätte man eine Lösung finden können. Stattdessen lassen er und Löw sich auf ein Pokerspiel ein. Die Chancen sind nicht auf ihrer Seite: Nur beim Gewinn des WM-Titels dürften sie mit dem Spiel und ihren Forderungen durchkommen.

kas/cvd/news.de

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