Am Ende bleibt nur die Abstiegsrunde
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Die deutschen Tennis-Damen haben den ersten Halbfinalzug im Fed Cup seit 15 Jahren verpasst. Das DTB-Team unterlag Tschechien im wichtigen Doppel und muss nun um den Verbleib in der Weltgruppe der acht besten Nationen bangen.
Bei den deutschen Tennis-Damen kullerten die Tränen: Das DTB-Team hat das erste Fed-Cup-Halbfinale seit 15 Jahren hauchdünn verpasst und kämpft nach dem 2:3 in Tschechien gegen den Abstieg. Auch die überragende Anna-Lena Grönefeld konnte in Brünn nicht im Alleingang für den Sieg sorgen: Nach zwei Einzel-Erfolgen unterlag die Mixed-Wimbledonsiegerin mit Tatjana Malek am Abend im entscheidenden Doppel 1:6, 3:6 gegen Lucie Hradecka und Kveta Peschke. Das DTB-Team will am 24. und 25. April zumindest in der Weltgruppe der besten acht Nationen bleiben, der Relegationsgegner steht noch nicht fest.
Nach der Absage von Sabine Lisicki verhinderte Grönefeld mit großem Kampfgeist beim 4:6, 6:3, 6:2 gegen Petra Kvitova zunächst das entscheidende 1:3, nachdem sie am Samstag mit 6:2, 6:2 über Lucie Safarova für einen Traumstart gesorgt hatte. Doch nach dem zweistündigen Match gegen Kvitova und einer Mini-Pause war das Doppel vor 1500 Fans ohne echte Chance. Auch die 22-jährige Malek konnte gegen die stark aufschlagende Hradecka und die erfahrene Peschke keinen Schub geben. Zwar ging das DTB-Duo, das vor einem Jahr in der Schweiz den 3:2-Sieg gesichert hatte, im zweiten Satz 2:0 in Führung - doch nachdem Grönefeld per Doppelfehler ihren Aufschlag zum 2:4 abgab, durften wenig später die Tschechinnen jubeln.
Zuvor war Andrea Petkovic dem ungewohnten Druck als Nummer eins nicht gewachsen und verlor auch ihr zweites Einzel. Petkovic brach nach dem 1:6, 6:7 (5:7) gegen Hradecka in Tränen aus. «Ich war wieder nervös. Aber ich werde aus dieser Erfahrung lernen und es beim nächsten Mal besser machen», versprach sie weinend.
Nach dem 4:6, 4:6 am Samstag im Einzel-Debüt gegen Kvitova hatte die 22-Jährige noch versichert, sich nicht mehr so unter Druck zu setzen. Doch gegen Hradecka, die die enttäuschende Lokalmatadorin Safarova ersetzte, spielte die Weltranglisten-49. nur im zweiten Satz ordentlich.
«Die Fed-Cup-Situation hat mich überwältigt. Alles in allem habe ich vielleicht 40 Prozent meiner Leistung gebracht. Man übernimmt Verantwortung für ein ganzes Land oder zumindest das Team. Darauf kann man sich nicht vorbereiten. Das war einfach zu viel für mich», gestand Petkovic freimütig und bekam wieder feuchte Augen.
Die Darmstädterin war zunächst völlig indisponiert. Nach dem ersten Satz spritzte sie sich auf der Toilette kaltes Wasser ins Gesicht - danach erwachte ihr Kampfgeist. Allerdings verzog Petkovic einen leichten Schmetterball zum 3:0 und ermöglichte stattdessen mit einem Doppelfehler das Rebreak zum 2:1. Im knappen Tiebreak war die dritte Pleite im dritten Duell gegen Hradecka besiegelt.
Grönefeld ließ sich danach gegen Kvitova auch nicht vom Verlust des ersten Satzes nervös machen. Die 24-Jährige bewies gute Nerven und wurde immer stärker, während Kvitova allmählich die Luft ausging. Der erste Erfolg im zweiten Vergleich nutzte am Ende jedoch nichts.
mas/phs/news.de/dpa
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