Bundesliga-Telegramm

BVB freut sich auf Lieblingsgegner

Borussia Dortmund empfängt diesmal die Frankfurter Eintracht. Gegen keinen anderen Klub gelangen dem BVB so viele Heimsiege. Die Borussia aus Gladbach reist nach dem 4:3-Sieg gegen Bremen mit breiter Brust zum Aufsteigerduell nach Mainz.

VfL Wolfsburg - Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr)

Vor dem Spiel des Meisters gegen den Rekordmeister sind die Rollen klar verteilt. Nach zuletzt sieben Siegen gelten die Gäste als Favorit. Zudem wollen die Bayern noch eine alte Rechnung begleichen: Beim 1:5 in der Vorsaison gab es die höchste Pleite seit sieben Jahren und das demütigende Gegentor von Grafite, bei dem der Angreifer die Münchner Abwehr düpierte. Die «Wölfe» warten seit acht Spielen auf einen Sieg und hoffen auf einen Schub durch Interimscoach Lorenz-Günther Köstner. Bayern-Star Franck Ribéry droht erneut die Bank. (Heimbilanz: 3-3-6, 13:17 Tore)

1. FC Köln - Hamburger SV (Samstag, 15.30 Uhr)

Das Warten auf den Superstar hat womöglich ein Ende. In Köln gehört Ruud van Nistelrooy erstmals zum HSV-Kader. Dafür fällt Jérôme Boateng aus. Der Abwehrspieler knickte beim Abschlusstraining um. Unsicher ist der Einsatz von Mladen Petric und Tunay Torun (beide Knieprobleme). Nach nur einem Punkt aus zwei Partien hat der HSV den Kontakt zum Spitzentrio verloren, hofft aber auf seine Auswärtsstärke. Dagegen geht es mit dem FC, der erneut ohne Lukas Podolski antritt, aufwärts. Zwei Auswärtssiege sorgen für Rückenwind. Zudem schoss Köln in den vorigen vier Partien zehn Tore und damit mehr als in den 16 Spielen (7) zuvor. (Heimbilanz: 19-11-10, 78:48 Tore)

SC Freiburg - Schalke 04 (Samstag, 15.30 Uhr)

Unterschiedlicher könnte die Ausgangslage kaum sein: Freiburg ist seit sechs Spielen sieglos, der FC Schalke seit sechs Partien ohne Niederlage. Gleichwohl ist für die Gäste Vorsicht geboten. Gegen kein anderes Team verbuchte Freiburg in seiner Erstliga-Geschichte mehr Punkte als gegen den Revierklub. Rafinha und Jefferson Farfan können mitwirken, doch Neuzugang Peer Kluge fällt weiter aus. Die Personalprobleme beim Gastgeber sind größer: Pavel Krmas, Daniel Caligiuri und Hamed Namouchi fehlen. (Heimbilanz: 5-0-5, 19:16 Tore)

VfL Bochum - Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr)

Der Glaube an die Meisterschaft wächst: Nur noch drei Spiele ist Tabellenführer Leverkusen vom Bundesliga-Startrekord der Bayern mit 23 ungeschlagenen Spielen in der Saison 1988/89 entfernt. Damals führte Jupp Heynckes die Münchner zum Titel, diesmal soll er die Schale nach Leverkusen holen. Mit dem fünften Sieg in Serie könnte der Verfolger aus München im Fernduell erneut auf Distanz gehalten werden. Gonzalo Castro meldete sich fit zurück, steht aber wohl nicht in der Startformation. Die Bochumer sind daheim seit sieben Spielen sieglos. (Heimbilanz: 11-7-7, 43:42 Tore)

1899 Hoffenheim - Hannover 96 (Samstag, 15.30 Uhr)

Duell der Krisenklubs und brisantes Treffen der früheren Freunde Ralf Rangnick und Mirko Slomka: 96-Coach Mirko Slomka hofft nach neun Spielen ohne Sieg auf das Ende der Talfahrt und die Neuzugänge Arouna Koné und Elson. Allerdings fällt Abräumer Hanno Balitsch (Knie-Operation) aus. Nach vier Niederlagen in Serie und sieben Spielen ohne «Dreier» sollen die Afrika-Rückkehrer Chinedu Obasi und Isaac Vorsah die lange 1899-Torflaute beenden. Maicosuel ist wieder fit, Abwehrchef Josip Simunic rückt nach abgelaufener Gelb-Sperre wieder in die Startelf. (Heimbilanz: 0-1-0, 2:2 Tore)

1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart (Samstag, 18.30 Uhr)

Mit dem 3:1 in Hannover hat der Club ein Lebenszeichen im Abstiegskampf von sich gegeben. Trainer Dieter Hecking hat wieder alle Mann an Bord und hofft auf einen weiteren Befreiungsschlag. Allerdings strotzt der seit sechs Spielen ungeschlagene VfB unter Trainer Christian Gross vor Selbstbewusstsein. Die Rückkehr von Kapitän Matthieu Delpierre ist fraglich, auch für Cacau (Adduktorenprobleme) kommt die Partie wohl zu früh. Die Franken sind gegen Stuttgart seit drei Spielen sieg- und torlos. (Heimbilanz: 8-9-10, 34:42 Tore)

FSV Mainz 05 - Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 15.30 Uhr)

Bei Mainz können die Wintereinkäufe Malik Fathi und Radoslav Zabavnik im Heimspiel gegen Mönchengladbach auf ihr Debüt hoffen. Beide sollen laut Trainer Thomas Tuchel im Kader stehen. Abwehrspieler Zsolt Löw fällt nach seiner Sprunggelenks-Operation aus. Die Borussia ist nach dem 4:3 gegen Bremen im Aufwind, verlor die letzten beiden Partien am Bruchweg allerdings mit 0:3. Karim Matmour ist vom Afrika-Cup zurück, steht aber noch nicht im Kader. Rob Friend sitzt zunächst wieder auf der Bank. (Heimbilanz: 2-1-0, 7:1 Tore)

Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt (Sonntag, 17.30 Uhr)

Gegen keinen Klub gelangen Dortmund so viele Heimsiege wie gegen Frankfurt. Nach dem Ende der Erfolgsserie in Stuttgart muss der BVB gegen die Hessen wieder punkten, um den Anschluss an das Spitzentrio zu halten. Trainer Jürgen Klopp bangt um die angeschlagenen Felipe Santana, Sven Bender, Jakub Blaszczykowski und Lucas Barrios. So könnte Afrika-Cup-Sieger Mohamed Zidan nach seiner Rückkehr direkt in die Startelf rücken. Die Eintracht feierte ihren letzten Sieg in Dortmund im April 1991 und muss weiter zahlreiche Verletzte ersetzen. (Heimbilanz: 25-6-6, 83:32 Tore)

oro/phs/news.de/dpa
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