Unantastbarer Tennis-Vater
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Von news.de-Redakteur Philip Seiler
Artikel vom 31.01.2010
Roger Federer hat es mit seinem Sieg in Melbourne mal wieder allen Kritikern gezeigt. Auch im neuen Jahr lässt der Schweizer der Konkurrenz keine Chance. Die Finalniederlage zuletzt bei den US Open entpuppte sich als Ausrutscher.
Die Hoffnung auf eine spannende Saison im Herrentennis war vor den Australian Open groß. Hatte Roger Federer doch im vergangenen Jahr erstmals so etwas wie Schwächen gezeigt. Gegen Nikolai Dawydenko verlor er Ende 2009 zweimal in Folge, bei den US Open unterlag er im Finale Juan Martin del Potro. Doch der Sieg des Argentiniers in New York war nur ein Strohfeuer.
Denn selbst nach dem Gewinn des Grand-Slam-Turniers in Paris, das letzte, das ihm in seiner Sammlung noch fehlte, und der Einstellung des Rekords von Pete Sampras (14 Titel) ist der Schweizer kein bisschen satt. Ganze zwei Sätze gab er in Melbourne ab. Auch Angstgegner Dawydenko konnte ihn nicht bremsen, im Halbfinale gegen Jo-Wilfried Tsonga benötigte er nur 88 Minuten.
Etwas mehr waren es im Finale. Wer Roger Federer jedoch zugesehen hat, bekam das Gefühl, der Schweizer ist besser denn je. Dabei zeigte der Brite Andy Murray wahrlich großartiges Tennis. Dennoch reichte es trotz zahlreicher Chancen im dritten Durchgang nicht einmal zum Satzgewinn. In den wichtigen Momenten zeigte Federer in Melbourne nicht den Hauch einer Schwäche.
Seine neue Vaterrolle scheint ihn sogar zu beflügeln. «Hartes Training, das ist nichts für mich. Ich kümmere mich um die Kinder und liege auf der Couch», sagte er während des Turniers in Melbourne. Wer's glaubt... Denn in Wahrheit trainiert der Schweizer weiterhin unglaublich hart im Kraftraum und auf dem Platz.
Ein Ende seiner Dominanz ist auch 2010 nicht in Sicht. Nach der Siegerehrung tröstete er den Verlierer mit den Worten: «Ärgere dich nicht!» Wahrscheinlich hat er mit seinen Gegnern selbst Mitleid.
kru/news.de
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