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Von news.de-Redakteur Philip Seiler
Artikel vom 22.01.2010
Das Positive vorweg: Deutschland hat die Hauptrunde der Handball-EM und damit das Minimalziel erreicht. Der Weg dorthin war allerdings mehr als beschwerlich, die Leistungen alles andere als souverän.
Was war das gegen Schweden wieder für ein Nervenkrieg! Dabei schien die deutsche Mannschaft nach den schwachen Auftritten gegen Polen und Slowenien im letzten Gruppenspiel doch zunächst zu ihrer Form gefunden zu haben.
Dieser Eindruck währte aber nur während der ersten Halbzeit: Danach wurden die aktuellen Schwächen des Teams erneut deutlich. Die Brand-Truppe spielt ihre Angriffe nicht geduldig genug zu Ende und kassiert zu viele und vor allem einfache Gegentore. Hätte das Team in Johannes Bitter und Silvio Heinevetter bisher nicht zwei überragende Torhüter gehabt, es wäre bereits in der Gruppenphase Schluss gewesen.
Dennoch war in den drei Partien eine deutliche Steigerung erkennbar. Vor allem Kapitän Michael Kraus, Holger Glandorf und Oldie Torsten Jansen überzeugten gegen Schweden zum ersten Mal. Der Kampfgeist und Wille ist dem Team ohnehin nicht abzusprechen. Um in der Hauptrunde mit den Spitzenmannschaften wie Frankreich und Spanien mitzuhalten, müssten die Spieler aber mindestens noch mal um 30 Prozent zulegen.
Einen kleinen Vorteil haben die Deutschen allerdings: Mit ihnen rechnet bei der EM kaum einer mehr. Als Außenseiter können sie jetzt eigentlich ganz befreit aufspielen.
car/news.de
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