Bergmann muss gehen
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Die Schonfrist ist abgelaufen. Nach dem siebten sieglosen Spiel in Folge hat Hannover 96 seinen Trainer beurlaubt. Als Nachfolger für Andreas Bergmann wird unter anderem Mirko Slomka gehandelt.
Hannovers Klubchef Martin Kind kündigte am Vormittag an, kurzfristig einen Nachfolger präsentieren zu wollen. Nach seinen Angaben soll dies «heute oder morgen» geschehen. Derzeit sei der Verein in Verhandlungen.
«Andreas Bergmann hat gute Arbeit geleistet, die Mannschaft gerade auch in der Phase nach der furchtbaren Tragödie um Robert Enke gefühlvoll geleitet», wird Manager Jörg Schmadtke in einer Mitteilung des Klubs zitiert. Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie hätten die Verantwortlichen jedoch nicht mehr das Gefühl gehabt, dass «Bergmann der Mannschaft die nötigen Impulse für den Verbleib in der Bundesliga geben kann».
Nach der enttäuschenden 0:3-Niederlage am Samstag gegen Hertha BSC und dem Abrutschen auf Tabellenplatz 16 hatte Schmadtke zunächst angekündigt, dass Bergmann auch am kommenden Wochenende beim FSV Mainz 05 auf der Bank sitzen solle. Nun zog der Verein doch eher als angekündigt die Reißleine.
Potenzielle Nachfolger: Götz, Pagelsdorf, Slomka
Dabei hatte Bergmann das Team erst am dritten Spieltag als Nachfolger des zurückgetretenen Dieter Hecking übernommen. «Angst um meinen Job habe ich nicht. Es gibt andere Dinge, wovor ich Angst habe», hatte der 50-Jährige noch am Wochenende tapfer zu Protokoll gegeben. Bergmann, der in Hannover noch bis zum 30. Juni 2010 unter Vertrag stand, ist damit der 320. Trainer in der Geschichte der Bundesliga, der vorzeitig seinen Posten räumen muss.
Zuvor hatten in dieser Saison bereits Hecking, Michael Oenning (1. FC Nürnberg), Marcel Koller (VfL Bochum), Lucien Favre (Hertha BSC Berlin) und Markus Babbel (VfB Stuttgart) vorzeitig ihre Sachen packen müssen. Noch vor Saisonbeginn war Aufstiegstrainer Jörn Andersen beim FSV Mainz 05 durch Thomas Tuchel ersetzt worden.
Als Nachfolger für Bergmann hat Hannover 96 Informationen zufolge bereits drei Kandidaten in die engere Wahl gezogen. «Wir sondieren den Markt und führen noch mehrere Gespräche», sagte 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke. Die Suche solle auf jeden Fall vor dem Spiel gegen Mainz abgeschlossen sein. Zu den in Hannover gehandelten Falko Götz, Frank Pagelsdorf oder Mirko Slomka wollte sich Schmadtke nicht äußern. «Namen kommentieren wir grundsätzlich nicht», sagte der Sportdirektor.
mas/oro/kru/news.de/dpa
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