Kickstart im Keller
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Von news.de-Redakteur Michael Heinrich
Artikel vom 17.01.2010
Nicht Bayer Leverkusen, nicht Bayern München – Schlusslicht Hertha BSC Berlin legte den überzeugendsten Start aus der Winterpause hin. Geht da noch was an der Spree? News.de wägt am Morgen danach die Chancen ab.
Wintertrainingslager auf Mallorca, drei Neuzugänge und ein klares Signal: Mit dem 3:0 auswärts bei Hannover 96 hat Hertha BSC Berlin deutlich gemacht, dass der Klassenerhalt noch lange nicht abgeschrieben ist. Es war ein bahnbrechender, weil richtungsweisender Sieg.
Die Rechnung ist einfach, das Unterfangen sauschwer! 34 Punkte reichen nach Meinung von Trainer Friedhelm Funkel für den Relegationsplatz, 6 hatte Hertha zur Winterpause, folglich müssen 28 Punkte aus der Rückrunde geholt werden. Um das einzuordnen: Mit dieser Punktzahl stand Werder Bremen zum Ende der Hinrunde auf Rang sechs.
Doch nicht umsonst ist Der Clou Funkels Lieblingsfilm. In dem siebenfach mit einem Oscar prämierten Streifen schaffen es zwei kleine Ganoven, mit Witz und grenzenlosem Optimismus einen Großen Fisch auszunehmen. Tatsächlich muss Hertha auch gegen Topteams punkten, soll die Rechnung am Ende aufgehen.
Doch bis die kommen, hat Hertha genügende Vorlaufszeit. Mit Anlauf von zwei Heimspielen gegen Mönchengladbach und Bochum und möglichst sechs Punkte reisen sie am 21. Spieltag nach Bremen. Je länger sich die positive Stimmung an der Spree hält, desto wahrscheinlicher wird der Klassenerhalt.
Grenzenlos optimistisch
Klar ist, eine neuerlich mentale Belastung wie in der Hinrunde, als Berlin ab dem zweiten Spieltag acht Niederlagen in Serie kassierte, muss dringend vermieden werden. Zwischen den eng gepackten Spieltagen hätte Funkel kaum noch Zeit, die Mannschaft wieder aufzurichten, wie er es in der Winterpause getan hat.
Vor allem im Trainingslager hat Funkel ganze Arbeit geleistet: «Die Mannschaft hat sich in Mallorca auch vom Zusammenhalt ganz anders präsentiert als in weiten Teilen der Hinrunde. Sie hat einen Mannschaftsabend selbst organisiert, der sehr harmonisch war, die neuen Spieler mit eingebunden wurden und auch viel gelacht und gescherzt wurde», sagt er selbst: «Jetzt ist ein neuer Geist in der Mannschaft.»
Grenzenlosen Optimismus lebt Funkel selbst vor, hat er alle angesteckt? «Ganz sicher! Die Spieler haben fantastisch gearbeitet und vor jedem Training haben wir immer wieder darüber gesprochen, dass wir mit 28 Punkten ein sehr hohes Ziel ausgegeben haben, das wir aber aufgrund des neu zusammengesetzten Kaders erreichen werden. Auch die Spieler sind davon hundertprozentig überzeugt», meint Funkel im vereinsinternen Interview.
«Bei uns glaubt jeder daran, dass wir den Abstieg noch verhindern können», erklärt Kapitän Arne Friedrich. Dann bleibt zu hoffen, dass er und seine Kollegen nicht dieses Beispiel lesen: Köln hatte in der Saison 2001/02 13 Punkte zur Winterpause, Funkel als Trainer und konnte den Abstieg nicht vermeiden. Berlin hat dagegen noch ein Handicap von -7 (Punkten).
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Leidet der Typ an Chizofrenie oder hat er Maulsperre, Man sollte diesen Idiotensport generell abschaffen.
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