Nationalelf Diese Jungs müssen mit zur WM

Michael Ballack Deutschland (Foto)
Michael Ballack erzielte in 97 Spielen 42 Tore für die DFB-Elf. Bild: dpa

Von news.de-Redakteur Philip Seiler
Der Countdown läuft: Bis zur WM in Südafrika sind es nur noch knapp fünf Monate. Fast 40 Spieler kämpfen noch um ein Ticket. News.de verrät, wer seinen Platz schon heute sicher hat und wer in Südafrika dabei sein sollte.

Jogi Löw hat es nicht leicht. Schon im Januar stehen für den Bundestrainer die ersten Personalentscheidungen auf dem Programm. Für den Leistungstest vom 25. bis 27. Januar muss er seinen erweiterten Kader von 35 Mann für die WM benennen.

Nach Südafrika dürfen am Ende nur 23 Spieler. Die größten Fragezeichen gibt es noch in der Abwehr. Aber auch im Mittelfeld und im Sturm gibt es noch freie Plätze. News.de verrät schon jetzt, wer mit Sicherheit dabei sein wird und auf wen Löw nicht verzichten sollte.

Diese 15 Spieler haben ihr WM-Ticket sicher:

René Adler (24, Tor): Der Bayer-Keeper hat im Kampf um die Nummer eins derzeit die Nase vorn. Er durfte in den wichtigen Spielen der WM-Quali ran und hat Löw das Vertrauen mit starken Leistungen zurückgezahlt.

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Manuel Neuer (23, Tor): Der Schalker spielte eine tolle Hinrunde, stand aber erst zweimal im DFB-Tor. Dennoch kann er fest mit einer Nominierung rechnen.

Tim Wiese (28, Tor): Wie Neuer kam auch Wiese erst zweimal zum Einsatz. Er zeigte aber sowohl beim DFB als auch bei Werder, dass auf ihn Verlass ist. Außerdem gab er sich zuletzt auch mit der Reservistenrolle zufrieden, so dass Löw in dieser Hinsicht keinen Ärger befürchten muss.

Arne Friedrich (30, Abwehr): Trotz einer schwachen Hinrunde bei Hertha gehört er zum Team - auch wegen seiner Erfahrung im DFB-Dress (69 Länderspiele seit 2002).

Per Mertesacker (25, Abwehr): Er ist der Abwehrchef und unumstritten. «Merte» ist seit 2004 kontinuierlich dabei und hat bereits 59 Länderspiele auf dem Buckel.

Heiko Westermann (26, Abwehr): Der Abwehrallrounder spielte unter Löw meist in der Innenverteidigung und war dabei fast immer zuverlässig. Bei Schalke bekam er zuletzt eine neue Rolle im defensiven Mittelfeld, hat aber auch schon auf den Außenpositionen gespielt.

Philipp Lahm (26, Abwehr): Der Außenverteidiger ist seit 2004 eine feste Größe und kann links wie rechts spielen. An ihm führt kein Weg vorbei.

Simon Rolfes (27, Mittelfeld): Der Bayer-Kapitän ist aus dem DFB-Mittelfeld nicht mehr wegzudenken und für die WM gesetzt.

Michael Ballack (33, Mittelfeld): Er will endlich seinen ersten Titel im DFB-Dress und wird das Team als Kapitän anführen. Schließlich hat er mit 97 Länderspielen auch die meiste Erfahrung.

Bastian Schweinsteiger (25, Mittelfeld): Bei der EM 2008 und der WM 2006 war er einer der Leistungsträger. Bei Bayern zeigte er in der Hinrunde ungekannte Stärken auf der Sechser-Position und beansprucht diese Rolle nun auch in der Nationalelf für sich. So oder so: Schweini muss mit!

Mesut Özil (21, Mittelfeld): Aufgrund seiner Dribbelstärke und Spielmacherqualitäten erkämpfte er sich bei Jogi Löw in kurzer Zeit einen Stammplatz. Bei der WM könnte der Youngster zu einem der Shootingstars werden.

Piotr Trochowski (25, Mittelfeld): Trotz aktueller Formschwäche genießt er weiterhin Löws Vertrauen. Der Hamburger ist allein wegen seiner Torgefahr und guten Freistöße immer für Überraschungen gut.

Mario Gomez (24, Sturm): In München hatte er seine Anlaufschwierigkeiten. Doch Gomez biss sich durch und fand zu alter Stärke zurück. Im vergangenen Jahr kam er in allen elf Partien der DFB-Elf zum Einsatz und wird bei der WM dabei sein.

Miroslav Klose (31, Sturm): Elf Spiele, ein Tor: So lautet seine Hinrunden-Bilanz bei Bayern. Doch in der Nationalelf ist er unverzichtbar. Allein in der WM-Quali schoss «Miro» sieben Tore. Insgesamt erzielte er 48 Treffer in 93 Spielen für Deutschland.

Lukas Podolski (24, Sturm): Wie Klose traf auch «Poldi» in der Hinrunde nur einmal. In der Nationalelf sieht seine Quote aber ganz anders aus: 37 Tore in 69 Spielen. Ohne ihn kann Deutschland nicht zur WM fahren.

Lesen Sie auf Seite 2, welche Spieler mit zur WM sollten

Diese acht Spieler sollten mit nach Südafrika:

Andreas Beck (22, Abwehr): Dank einer konstanten Hinrunde in Hoffenheim und seinen Qualitäten im Spiel nach vorne hat er eine Nominierung verdient. Zumal Löw für die Außenpositionen noch nach einer Optimallösung sucht. Empfehlung: WM statt Urlaub!

Manuel Friedrich (30, Abwehr): Bayers Innenverteidiger lief von 2006 bis 2008 bereits neunmal im DFB-Trikot auf, schaffte es aber damals nicht in den EM-Kader. Er spielte eine überragende Hinrunde und hat mit 177 Bundesligaspielen viel Erfahrung. Friedrich wäre der ideale Ersatz, wenn sich einer der Innenverteidiger bei der WM verletzen sollte. Empfehlung: WM statt Urlaub!

Marcell Jansen (24, Abwehr): 2009 rückte er wegen Formschwäche und Verletzungen ins Abseits und wurde nur zweimal von Löw berücksichtigt. Nach der starken Hinrunde beim HSV, als er im linken Mittelfeld glänzte, ist er wieder mehr als nur eine Alternative. Empfehlung: WM statt Urlaub!

Marko Marin (20, Mittelfeld): Vor der EM 2008 wurde er zunächst berufen und musste dann doch in letzter Sekunde zu Hause bleiben. Diesmal hat der Flügelflitzer nach einer starken Hinrunde in Bremen bessere Chancen und sollte wegen seiner Dribbelstärke unbedingt mit. Empfehlung: WM statt Urlaub!

Toni Kroos (20, Mittelfeld): Nach dieser Hinrunde in Leverkusen muss Jogi Löw ihn zumindest als Joker mitnehmen. Der Bundestrainer machte ihm zuletzt Hoffnung. Mit 46 Bundesligaspielen hat er auch die nötige Erfahrung. Empfehlung: WM statt Urlaub!

Aaron Hunt (23, Mittelfeld): Er zeigt bei Werder seit Jahren starke Leistungen und wurde im November mit seinem ersten Einsatz gegen die Elfenbeinküste belohnt. Sein Vorteil: Er ist im Mittelfeld und im Sturm einsetzbar und hat schon oft seine Jokerqualitäten unter Beweis gestellt. Empfehlung: WM statt Urlaub!

Stefan Kießling (25, Sturm): Er ist der beste deutsche Stürmer der Hinrunde und führt mit zwölf Toren die Torschützenliste der Bundesliga an. Das müsste doch eigentlich an Argumenten reichen. Empfehlung: WM statt Urlaub!

Partick Helmes (25, Sturm): Nach seinem Kreuzbandriss ist er wieder bei Leverkusen zurück. Ob er den Rückstand auf seine Konkurrenz noch aufholen kann, ist fraglich. Bei der WM könnte er trotzdem wichtig sein. Denn Helmes hat im Verein oft genug gezeigt, dass er Spiele alleine entscheiden kann. Empfehlung: WM statt Urlaub!

Diese Spieler werden es schwer haben:

Timo Hildebrand (30, Tor): Hoffenheims Keeper machte zwischen 2004 und 2007 sieben Länderspiele und zeigte zuletzt wieder gute Leistungen. Er könnte höchstens als dritter Mann nachrücken, falls sich Adler, Neuer oder Wiese verletzen. Empfehlung: Couch statt Südafrika!

Holger Badstuber (20, Abwehr): Seine Entwicklung hätte nicht rasanter sein können. In seinem ersten Bundesliga-Halbjahr stand er bei allen Bayern-Spielen auf dem Platz und zeigte, dass er als Innen- und Außenverteidiger einsetzbar ist. Die WM kommt für ihn aber vielleicht noch etwas zu früh. Empfehlung: Couch statt Südafrika!

Jerome Boateng (21, Abwehr): Erstes Spiel, erster Platzverweis. Trotz seines missglückten Debüts gegen Russland schenkte Löw dem HSV-Verteidiger gegen die Elfenbeinküste erneut das Vertrauen. Trotz guter Leistungen beim HSV gibt es in der Abwehr bessere Kandidaten. Empfehlung: Couch statt Südafrika!

Benedikt Höwedes (21, Abwehr): Bei Schalke hat er sich in der Innenverteidigung etabliert, mit der U21 wurde er Europameister. Dennoch ließ der Anruf von Löw bisher auf sich warten. Auch wenn es noch nicht für die WM reicht, ist er in jedem Fall eine Alternative für die Zukunft. Empfehlung: Couch statt Südafrika!

Mats Hummels (21, Abwehr): Der Youngster erkämpfte sich in Dortmund in der Hinrunde einen Stammplatz und zeigte starke Leistungen. Er ist wie Höwedes ein Kandidat für die Zukunft. Empfehlung: Couch statt Südafrika!

Robert Huth (25, Abwehr): 2006 wurde «the berlin wall» überraschend für die WM nominiert. Im Sommer 2009 gab er unter Löw sein Comeback. Dennoch liegt der Innenverteidiger von Stoke City derzeit hinter der Konkurrenz. Empfehlung: Couch statt Südafrika!

Marcel Schäfer (25, Abwehr): In der Meistersaison wurde der Linksverteidiger in die Nationalelf berufen. In der aktuellen Form ist er aber keine echte Verstärkung, weshalb ihn Jogi Löw zuletzt auf die Bank setzte. Empfehlung: Couch statt Südafrika!

Serdar Tasci (22, Abwehr): Er wurde von Löw mehrmals als Innenverteidiger getestet, kam aber seit September 2009 nicht mehr zum Einsatz. Empfehlung: Couch statt Südafrika!

Christian Träsch (22, Abwehr): Bislang kam der Stuttgarter nur zu einem Kurzeinsatz gegen die Vereinigte Arabische Emirate. Bei den Schwaben war er in der Hinrunde noch einer der Besseren. Dennoch reicht es für das WM noch nicht. Empfehlung: Couch statt Südafrika!

Torsten Frings (33, Mittelfeld): Starke Hinrunde in Bremen und dennoch im Abseits. Durch seine fortwährende Kritik in der Presse hat er bei Löw wohl verspielt. Der Bundestrainer ließ außerdem verlauten, dass er nicht zur Spielphilosophie passe. Für einen Rückzieher ist es zu spät. Empfehlung: Couch statt Südafrika!

Christian Gentner (24, Mittelfeld): Wie Schäfer wurde auch Gentner nach der Wolfsburger Meisterschaft zum Nationalspieler. Zuletzt ließ ihn Löw nicht mehr ran. Um noch zur WM zu fahren, müsste er in der Rückrunde enorm zulegen. Empfehlung: Couch statt Südafrika!

Thomas Hitzlsperger (27, Mittelfeld): «Ich fürchte nicht um meine WM-Teilnahme», sagte «Hitz the hammer» zuletzt dem Handelsblatt. Löw stellte ihm allerdings keinen Garantieschein aus. Zuletzt verlor der Stuttgarter im Verein sogar seinen Stammplatz. Empfehlung: Couch statt Südafrika!

Sami Khedira (22, Mittelfeld): Er führte die U21 als Kapitän zum EM-Titel und ist einer der Leistungsträger im VfB-Mittelfeld. Für Deutschland machte er im September nur ein Spiel gegen Südafrika und überzeugte Jogi Löw noch nicht. Im Mittelfeld ist Deutschland auch ohne ihn stark genug besetzt. Empfehlung: Couch statt Südafrika!

Thomas Müller (20, Sturm): Bei Bayern war er der Aufsteiger der Saison und wurde im November 2009 erstmals nominiert, aber noch nicht eingesetzt. «Ich bin angetan von seiner Reife und seiner Torgefährlichkeit», sagte Löw vor kurzem der Bild. Im Vergleich zu seinen Konkurrenten fehlt ihm für ein Großturnier aber noch an Erfahrung. Empfehlung: Couch statt Südafrika!

Cacau (28, Sturm): In Stuttgart gelangen ihm in der Hinrunde nur zwei Treffer in 13 Spielen. Darum ist er auch bei Löw aufs Abstellgleis geraten. Empfehlung: Couch statt Südafrika!

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