Tour de Ski Teichmann darf noch hoffen

Teichmann nur 6. (Foto)
Gegen das Siegertrio Marcus Hellner, Dario Cologna und Petter Northug (von links) blieb Axel Teichmann auf der fünften Tour-Etappe chancenlos. Bild: dpa

Auch nach der fünften Tour-Etappe gibt der deutsche Skilangläufer Axel Teichmann nicht auf. Zwar musste er sich auf der Strecke von Cortina d'Ampezzo nach Toblach mit Rang sechs begnügen. Doch es sei noch immer alles möglich, sagte der Thüringer.

Vor den letzten drei Etappen hat Teichmann einen Rückstand von 22 Sekunden auf den nunmehr dreifachen Tagessieger Petter Northug (Norwegen), der auch an seinem 24. Geburtstag keinerlei Zweifel an seiner Anwartschaft auf den Tour-Gesamtsieg aufkommen ließ und im Spurt den Schweizer Dario Cologna und Marcus Hellner (Schweden) distanzierte.

«Ich wäre gern mit den drei da vorn ins Ziel gekommen. Aber leider habe ich mich bei der Abfahrt zuvor verausgabt und viel Führungsarbeit geleistet. Die anderen sitzen in der Hocke oder schaukeln, betreiben aber keine Beinarbeit. Das war mir zu langsam und ich musste, um meinen Rhythmus zu halten, vor gehen. Als es dann am letzten Anstieg abging, fehlte mir etwas die Kraft», beschrieb Teichmann die entscheidende Situation zwei Kilometer vor der Ziellinie.

Zuvor hatte er glänzend gearbeitet, mit einem enormen Kraftaufwand bereits nach wenigen Kilometern die 16 Sekunden vor ihm gestarteten Tour-Favoriten Hellner, Cologna und Northug eingeholt und war nach zehn Kilometern dann in gewohnter Manier locker und rhythmisch mit ihnen mitgelaufen.

Was die 22 Sekunden Rückstand für die Gesamtwertung bedeuten, kann auch Teichmann nicht sagen. «Ich bin nicht unzufrieden, es ist noch alles möglich. Diese 36 Kilometer haben allen wehgetan und man muss sehen, wie sich das auf die nächsten drei schweren Tagesabschnitte auswirkt. Es wird eine Kraftfrage», sagte der Thüringer.

Zweitbeste Tageszeit für Sommerfeldt

Das sehen auch die anderen Deutschen so. Als Team kämpften sich Tom Reichelt, Jens Filbrich und René Sommerfeldt auf die Plätze zehn bis zwölf nach vorn und haben in der Gesamtwertung alle 37 Sekunden Rückstand. Sommerfeldt lief dabei die zweitbeste Tageszeit. «Es war eine gute Truppe zusammen, allerdings haben nur die Kanadier und wir Führungsarbeit geleistet. Ansonsten hätten wir vielleicht zu den Spitzenreitern aufschließen können. Leider habe ich auf der Zielgeraden die direkte Olympia-Qualifikation verpasst», sagte Sommerfeldt, der als bekannt guter Kletterer nun auch wieder ganz nach vorn blickt.

Auch sein Clubkollege Reichelt ist optimistisch: «Wenn ich die beiden Klassiker gut überstehe, ist ein Top-Ten-Platz in der Gesamtwertung drin.» Lediglich Tobias Angerer war traurig. Ich habe mich heute früh nicht gut gefühlt, wollte es aber versuchen. Es hat nicht geklappt», sagte der am Ende 30. der Tageswertung, der nun aus der Tour aussteigen wird, um sich auf Olympia vorzubereiten.

Bei den Damen kam Katrin Zeller, die einzige noch im Feld verbliebene DSV-Läuferin, beim Sieg der neuen Spitzenreiterin Ariana Follis (Italien) auf Rang 17. Zeller lieferte dabei als Einzelkämpferin ein beherztes Rennen, arbeitete sich in einer Gruppe vom 28. Rang auf Platz 17 nach vorn. «Für ein Freistil-Rennen war es nicht schlecht. Jetzt hoffe ich auf den anstehenden Klassik-Distanzen, dass es vielleicht doch noch mit der Olympia-Qualifikation klappt», sagte die Oberstdorferin.

phs/mas/news.de/dpa

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