Sportlerwahl Deutsche Schwimmer liegen vorn

Sportlerwahl: Biedermann und Steffen Favoriten (Foto)
Paul Biedermann (l) und Britta Steffen gelten nach ihren Erfolgen bei der Schwimm-WM in Rom als Favoriten auf den Titel «Sportler des Jahres». Bild: dpa

Die beiden Schwimmstars Paul Biedermann und Britta Steffen zählen zu den großen Favoriten bei der Wahl zum «Sportler des Jahres» 2009. Bei den Mannschaften haben die deutschen Europameisterinnen im Frauenfußball gute Chancen.

Das Geheimnis um den «Sportler des Jahres» wird am Abend im Kurhaus Baden-Baden beim beliebten Familienfest des Sports (ZDF/21.55 Uhr) gelüftet. 1404 Sportjournalisten haben nach Angaben der Internationalen Sport-Korrespondenz (ISK), die diese populäre Proklamation bereits zum 63. Mal organisiert, ihre Stimmen abgegeben.

Zu den größten Favoriten zählen die beiden Schwimmer Paul Biedermann und Vorjahressiegerin Britta Steffen. Freistilspezialist Biedermann holte bei der WM im Sommer zwei Titel und fügte dem fünf Jahre lang ungeschlagenen achtmaligen Olympiasieger Michael Phelps über dessen Paradestrecke 200 Meter die erste Niederlage zu. Bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Istanbul triumphierte der 23-Jährige aus Halle/Saale ebenfalls zweimal.

Seine stärksten Konkurrenten bei der Sportlerwahl könnten Sebastian Vettel und Martin Schmitt sein. Rennfahrer Vettel kämpfte bis kurz vor Saisonschluss um den WM-Titel und wurde schließlich Vizechampion. Skispringer Schmitt, 1999 schon einmal «Sportler des Jahres», krönte ein starkes Comeback nach jahrelangem Tiefflug mit der Vize-Weltmeisterschaft auf der Großchance.

Rennfahrer, Speerwerfer und Fußballer

«Gold-Fisch» Steffen hatte sich schon im Vorjahr im Becken und in Baden-Baden souverän durchgesetzt. Nach ihren beiden WM-Triumphen hat die Doppel-Olympiasiegerin von Peking erneut gute Aussichten, die Wahl zum zweiten Mal in Folge zu gewinnen.

Vielleicht dominiert aber Steffi Nerius. Die 37 Jahre alte Speerwerferin krönte mit einem Goldwurf bei der WM in Berlin ihre lange und erfolgreiche Karriere. Slalom-Weltmeisterin Maria Riesch, die zudem den Weltcup als Gesamtzweite abschloss, könnte ebenfalls ganz oben aufs «Stockerl» rasen.

Mit ihrem 6:2 über England, dem höchsten Endspielsieg in der Geschichte der Europameisterschaft, hat sich die Frauenfußball-Nationalmannschaft für die Sportlerwahl in eine hervorragende Ausgangsposition geschossen. Gute Aussichten auf diese hohe Auszeichnung hat auch der souveräne deutsche Handball-Meister THW Kiel, der auch den Pokal holte und in der Champions League im Endspiel stand. Vielleicht gelingt aber auch dem deutschen Fußball-Meister VfL Wolfsburg der nächste Coup.

Im Vorjahr hatten die Fachjournalisten mit jeweils klarem Vorsprung für Steffen und Gewichtheber Matthias Steiner votiert, der nach dem tragischen Tod seiner jungen Frau Gold in Peking holte. Bei den Mannschaften lagen die Hockey-Männer nach ihrem Olympiasieg deutlich vorn.

mas/che/news.de/dpa

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