Löw im Interview «Vor Serbien habe ich großen Respekt»

Joachim Löw (Foto)
Joachim Löw in Kapstadt. Bild: dpa

«Schwierig, aber machbar» - so bewertet Bundestrainer Joachim Löw die Aufgabe in der ausgelosten WM-Gruppe. Im Interview beantwortet er auch die Frage nach dem schärfsten Kontrahenten in der Vorrunde.

Wie sehen Sie die Zusammensetzung der Gruppen generell?

Löw: Alle Gruppen sind ausgeglichen besetzt. Bei einigen kann man davon sprechen, dass sie etwas einfacher sind. Brasilien, Portugal, Elfenbeinküste - das ist sicher ganz, ganz schwierig. Jetzt steht die Auslosung. Jetzt können wir ab morgen beginnen, ganz konkret zu werden.

Werden Sie jetzt andere Testspiel-Gegner für die direkte WM-Vorbereitung suchen?

Löw: Es gab einige Anfragen. Da müssen wir jetzt auch ein wenig was verändern, das werden wir uns jetzt überlegen, welche Mannschaften kommen infrage. Es war ein Spiel gegen Chile angedacht, das in Köln ausgefallen ist. Jetzt müssen wir uns überlegen, ob das so gut ist. Mit Serbien haben wir einen Gegner, der europäisch spielt. Dazu kommt eine afrikanische Mannschaft. Wir werden uns auf die Gangart unserer Gegner entsprechend anpassen.

WM 2010
Diese Teams sind in Südafrika dabei
Südafrika (Foto) Zur Fotostrecke

Gegen Australien hatten Sie auch beim Confed-Cup 2005 das Auftaktspiel, das Deutschland mit Mühe 4:3 gewann. Welche Erinnerungen haben Sie daran?

Löw: Gegen Australien haben wir beim Confederations Cup 2005 gespielt. Auch damals war es das erste Spiel. Es wird ein wichtiges Spiel für uns, und es ist wichtig zu gewinnen. Damals haben die Zuschauer ein sehr unterhaltsames Spiel gesehen mit vielen offensiven Szenen und sieben Toren. Aber es gab auch viele Fehler von uns, gerade in der Defensive. Wir werden unsere Vorbereitung darauf einstellen, viele Informationen sammeln.

Wen sehen Sie in der Gruppe als schärfsten Kontrahenten?

Löw: Es ist eine relativ ausgeglichene Gruppe. Es ist schon eine heikle Aufgabe. Vor Serbien habe ich großen Respekt. Sie haben in der Qualifikation Frankreich hinter sich gelassen und haben eine sehr spielstarke Mannschaft. Ghana ist zusammen mit Algerien die spielstärkste Mannschaft Afrikas. 2006 sind sie erst im Achtelfinale gegen Brasilien ausgeschieden.

Michael Ballack wird in Sachen Ghana ein wichtiger Informant, er spielt mit Michael Essien beim FC Chelsea.

Löw: Da muss ich Michael mal anrufen, der hat die besten Informationen über Essien. Er ist wirklich ein Superstar, vor allem in Ghana. Ghana hat bei den letzten Turnieren gut gespielt. Mit allen afrikanischen Mannschaften ist zu rechnen, weil sie einfach viel, viel gelernt haben. Sie sind taktisch gut geworden sind, alle Spieler stehen in Europa unter Vertrag. Physisch sind sie allen anderen ohnehin ein Stück voraus.

Das deutsche WM-Quartier
Hier logieren Ballack und Co.
Velmore Grande Hotel (Foto) Zur Fotostrecke

tno/news.de/dpa

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Tommi Arlt
  • Kommentar 1
  • 05.12.2009 12:15

Das Gejammere von Löw kann ich nicht mehr hören. In seiner Hammergruppe hat er also jetzt vor Serbien großen Respekt. Diesen Respekt hätte Klinsmanns Assistent wohl auch dann, wenn ihm die Fidschi Inseln, Nordkorea und Taiwan zugelost worden wären. Zu Franz Beckenbauers Zeiten hätte man für die Deutschland zugelosten Mannschaften wahrscheinlich eine A-Jugendauswahl des Bayerischen Fußballverbands nach Südafrika geschickt.

Kommentar melden
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig
Anzeige
++ Fußball-Liveticker ++
 

Live-Ticker powered by live-ticker.com

Fußball im Überblick
news.de auf Facebook
Follow us on Facebook!
News.de auf Twitter
Follow us on Twitter!
Anzeige