«Alle müssen die Hosen runterlassen»
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Von news.de-Redakteur Michael Heinrich
Artikel vom 25.11.2009
Präzedenzfall oder Rufmord? Wie ist das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs im Fall Pechstein zu deuten? News.de hat mit Dopingexperte Fritz Sörgel, Leiter des Instituts für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung gesprochen.
Sind Sie schon dazu gekommen, die Urteilsbegründung des Cas zu studieren?
Fritz Sörgel: Ich bin gerade dabei, die 65 Seiten durchzulesen. Aber ich kann bereits sagen, dass ich beeindruckt bin, wie detailliert die pechstein´sche Argumentation widerlegt ist. Das ist ganz gründliche Arbeit.
Das Gericht bestätigte damit, dass eine Verurteilung anhand Indizien und ohne positiven Dopingbefund möglich ist. Dabei muss aber doch sicher gestellt sein, dass trotzdem niemand zu unrecht beschuldigt, bzw. sogar verurteilt wird. Ist das Ihrer Meinung nach gewährleistet?
Sörgel: In der Medizin gibt es keine hundertprozentige Sicherheit. Wir verlassen uns auf Wahrscheinlichkeiten. Die Zulassung von Medikamenten oder neuen Behandlungsmethoden funktioniert so. Auch das Gutachten von Pierre-Eduard Sottas ist letztlich eine Wahrscheinlichkeitsrechnung. Mit einer Sicherheit von 99,9 Prozent kann man aber eben sagen, dass das Blut von Claudia Pechstein manipuliert worden ist.
Bestehen für Sie Zweifel daran, dass Claudia Pechstein gedopt hat?
Sörgel: Die Behauptung, Pechstein habe gedopt, ist so nicht aufgestellt worden. Mit Sicherheit ist ihr Blut manipuliert worden. Dass es keine absolute Sicherheit gibt, daran muss man sich gewöhnen. Für Claudia Pechstein tut es mir persönlich leid. Es ist sicher ganz schwer zu verkraften, wenn eine große Karriere so endet.
Pechstein hat bereits angekündigt, dass sie in Revision gehen will. Wie schätzen Sie die Erfolgsaussichten ein?
Sörgel: Da muss ich sagen ‹Schuster bleib bei deinen Leisten›. Das will ich als Nichtjurist nicht einschätzen.
Was bedeutet das Urteil für den künftigen Antidopingkampf?
Sörgel: Wir brauchen unbedingt diese Art der Beweisführung, sonst sind wir in Zukunft chancenlos. Neue Dopingmittel sind immer immer schwerer nachzuweisen. Es wird Fälle geben, in denen wir sie nicht direkt messen können wie das zum Beispiel bei Epo möglich ist. Auch für die Entwicklung neuer Nachweismethoden hat dieses Urteil enorme Bedeutung.
Welche direkte Konsequenzen hat das für andere Sportarten?
Sörgel: Jetzt müssen alle Sportarten, auch die, die bisher keine Blutpässe haben, die Hosen runterlassen. Auch die Fußballer müssten ihre Hämatokritwerte öffentlich machen. In allen Ausdauersportarten vermute ich Schwarze Schafe, denn da, wo es auf Ausdauer ankommt, ist Blutdoping wirksam. Meine Erfahrung ist, dass Sportler viel an sich selbst ausprobieren.
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Es wäre an der Zeit, das Winkeladvokaten, Rechtsbeuger und Falschgutachter endlich gemäß ihrer eigenen Machenschaften und Vorstellungen kontrolliert, verhaftet, angeklagt und verurteilt werden. Ausreichend ist für diese Schreibtischmörder dann der indirekte Beweis, damit sie am eigenen Leibe erfahren, was Unrecht ist. Keine Gnade für die Inquisitoren, denn sie sind nicht besser als die Büttel jeder, auch der furchbarsten Diktatur. Im Zweifel für den Angeklagten gilt für sie dann nicht. Selbst wenn sie zweifelfrei unschuldig wären, sind sie dafür um so härter zu verurteilen. Todestrafe, basta!
jetzt antwortenKommentar meldenDie Inqusitoren des Heiligen Antidopingreiches, sind an keinerlei Recht gebunden. Sie legen mit der Wünschelrute ihres Irrsinns fest, wer gedopt hat oder nicht. Dahinter stecken allerdings meist handfeste, dreckige Interessen. Im Fall Pechstein ging es darum, die erfolgreichste deutsche Olympionikin aus niedriger Motvation heraus vom Tron zu stürzen und sie an der Erringung weiterer Medaillen zu hindern. Inquasitoren waren zu aller Zeit immer scheinheilige Verleumder, Rufmörder und letzlich schäbig. Die Rufmörder haben nun letztenlich Angst vor berechtigten Entschädigungsforderungen.
jetzt antwortenKommentar meldenHerr Prof. Sörgel besitzt nicht einmal die Ehrlichkeit, die einst Prof. Prokopp besaß, als er inseinem Buch zugab, dass er sich mit seinen Vaterschaftsgutachten mehr geirrt hat, als dass er Recht gehabt habe. Der 99,9 %-Unfug! Es gibt eben Wissenachaftler, die in Ihrem Irrtum verharren wie die Lyncher des Retters der Mütter vor dem Kindbettfieber, Herrn Dr. Semmelweiß. Volle Entschädigung für eine kriminell durchsetzte Aschuldigung steht Frau Pechstein zu. P. ist zweifelsfrei unschuldig! In dubio pro reo, das hat auch für Groß-Inquisitor Prof. Sörgel zu gelten, wenn Zweifel bestehen würden.
jetzt antwortenKommentar meldenguemy ich bbin 100% Deiner Meinung !!! ABER : wir wissen doch in welcher, moralisch verkommener Gesellschaft wir leben. Hier ist mit aller Deutlichkeit die Arroganz der Macht deutlich wie nie zuvor sichtbar ausgeübt worden Es wird die wissenschaftliche und juristische Logik mit schmutzigsten Füssen und Sumpfpantoffeln getreten.Mörder haben Blut an den Händen - aber diese Pseudojuristen sind keinen Deut besser...
jetzt antwortenKommentar meldenWarum interviewt News nicht Juristen, die denken können. Weder der indirekte Beweis noch die Adjunktion hat einen wissenschaftlichen Wert. Und damit ist dieses Verfahren niemals richterlich verwertbar. Damit haben keine Juristen sondern Dichter geurteilt. Ein Skandalurteil ohne gleichen! Diese Richter haben gelogen, dass sich die Balken biegen, ob das Gerichtsgebäude noch steht, ist fraglich. Wenn alles schief geht, dann ist meistens etwas oberfaul. Mit wem steht Pechstein denn noch im Ring, ist die Frage?
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