Favoriten feiern Torfestivals
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Titelverteidiger Werder Bremen, Schalke, Hoffenheim und der FC Bayern München haben gezeigt, wie es geht: Nachdem am Dienstag reihenweise Bundesligisten scheiterten, gaben sie sich keine Blöße und zogen souverän ins Viertelfinale des DFB-Pokalwettbewerbs ein.
Im Stile eines Champions hat der FC Bayern München die Pokal-Hürde Eintracht Frankfurt gemeistert und sich mit einem 4:0 (3:0)-Schützenfest die Chance auf das Titel-Triple in dieser Saison erhalten. Der Rekordmeister stürmte am Abend mühelos ins DFB-Pokal-Viertelfinale und unterstrich mit dem bärenstarken Auftritt seine Ambitionen auf den 15. Cup-Gewinn. Vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter WM-Arena schossen Miroslav Klose (14./19. Minute), Thomas Müller (29.) und Luca Toni (52.) den auch in der Höhe verdienten Bayern-Sieg heraus.
Die Frankfurter, die gedanklich überhaupt nicht auf der Höhe waren und immer einen Schritt zu spät kamen, wurden schon zur Pause mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabine verabschiedet. Die Abwehr wirkte bei den schnellen Bayern-Vorstößen überfordert, das Mittelfeld lief nur hinterher und der Sturm trat nicht in Erscheinung. Erst im Gefühl des sicheren Erfolgs gestatteten die Bayern der Eintracht erste Chancen, die Alexander Meier (58.) und Liberopoulos (72.) jedoch vergaben. Auf der Gegenseite bewahrte Nikolov die Gastgeber bei Müllers Schuss (70.) vor einer noch höheren Schlappe.
Hoffenheim braucht Anlaufzeit
Dank Freistoß-Künstler Sejad Salihovic steht auch 1899 Hoffenheim im Viertelfinale. Der Bosnier zirkelte den Ball in der 50. Minute ins Tor von Zweitligist TuS Koblenz und ebnete damit den Weg zum letztlich noch standesgemäßen 4:0 (0:0)-Erfolg des Bundesliga-Sechsten gegen den Drittletzten der Zweiten Liga. Vor 18.050 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena erzielten Vedad Ibisevic (67.), Maicosuel (71.) Marvin Compper (90.) die weiteren Treffer gegen die sich tapfer wehrenden Rheinländer.
Der Koblenzer Trainer Uwe Rapolder hatte vor dem Hoffenheimer Hochgeschwindigkeits-Fußball gewarnt. «Wenn die einmal ins Rollen kommen, sind sie kaum noch zu stoppen», hatte er seinem Team mit auf den Weg gegeben. Zunächst rollte nur ein Bummelzug aufs TuS-Tor zu. 1899, ohne Andreas Beck, Josip Simunic, Demba Ba und zunächst auch Chinedu Obasi, kam nicht zurecht mit dem Defensivsystem des Zweitligisten. Die Räume waren gut zugestellt, das Flügelspiel lahmte und schon liefen sich die Hoffenheimer immer wieder fest. Erst in der zweiten Halbzeit wendeten die Hoffenheimer dann das Blatt- dann jedoch deutlich.
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