2. Bundesliga Aufstiegsrang statt Abwärtssog bei St. Pauli

Beim Duell Erster gegen Letzter hat Spitzenreiter Kaiserslautern nur ein Unentschieden erreicht. Neues Schlusslicht ist Ahlen nach einer Niederlage gegen Rostock. St. Pauli hat den Negativtrend gestoppt und 1860 München in größere Nöte gestürzt.

Carsten Rothenbach (l.) bejubelt mit dem späteren Torschützen Marius Ebbers das 1:0. (Foto)
Carsten Rothenbach (l.) bejubelt mit dem späteren Torschützen Marius Ebbers das 1:0. Bild: dpa

Nach zuvor drei Pflichtspielniederlagen gewannen die Hamburger den «kleinen» Nord-Süd-Vergleich mit 3:1 und sind mit 16 Punkten nun wieder Tabellendritter. Carsten Rothenbach in der 28. Minute, Marius Ebbers (58.) und Deniz Naki (90.) sorgten für den fünften Saisonsieg des Teams von Trainer Holger Stanislawski. Die Münchner, für die «Joker» Peniel Mlapa erst direkt vor dem 3:1 traf, müssen dagegen mit weiter acht Zählern den Blick nach unten richten.

Vor 23.188 Zuschauern verschliefen die Hausherren die Anfangsphase, doch nach Chancen durch den früheren St. Paulianer Alexander Ludwig und Kenny Cooper übernahmen die Hamburger das Kommando. Die Initialzündung gab Rothenbach, dessen Schuss nach einer Viertelstunde 1860-Keeper Gabor Kiraly parierte.

Elf Minuten später entschied der Rechtsverteidiger dieses Duell aber für sich und schob mit links zur Führung ein. Anschließend diktierte St. Pauli das Geschehen und hatte zahlreiche Chancen, aber erst Ebbers mit seinem fünften Saisontor sorgte für Klarheit, ehe es in den beiden Schlussminuten nochmals hoch her ging.

Dank eines umstrittenen Treffers von Erik Jendrisek in der Nachspielzeit der ersten Hälfte hat der 1. FC Kaiserslautern die erste Saison-Niederlage vermieden. Der slowakische Nationalspieler traf zum glücklichen 1:1 beim bisherigen Schlusslicht FSV Frankfurt, wobei der Ball die Torlinie nicht in vollem Umfang überschritten zu haben schien.

Vor 9664 Zuschauern hatte Pa Saikou Kujabi die Hausherren in Führung gebracht. Der FCK bleibt nach dem Remis mit 18 Punkten Spitzenreiter, der FSV ist mit zwei Zählern Tabellenvorletzter. Mit dem Treffer nach 21 Sekunden erwischten die Hessen den Tabellenführer aus der Pfalz eiskalt. Junior Ross entwischte auf der rechten Seite, seine flache Eingabe verwertete Kujabi mühelos.

Die «Roten Teufel» zeigten sich jedoch nicht geschockt und antworteten mit wütenden Angriffen. Allein Jendrisek vergab dreimal den Ausgleich. Kurz vor der Pause traf der Stürmer dann doch noch, weil Schiedsrichter-Assistent Markus Pflaum dessen Kopfball hinter der Linie gesehen hatte. «Gefühlsmäßig würde ich sagen, es war kein Tor», meinte dagegen Frankfurts Sportlicher Leiter Uwe Stöver.

Frankfurt verpasste den ersten Dreier, noch schlimmer traf es das neue Schlusslicht Rot Weiss Ahlen: Das Team von Coach Andreas Zimmermann verlor gegen Hansa Rostock mit 0:2 und Tim Gorschlüter wegen einer Gelb-Roten Karte nach einer Stunde. Tim Sebastian beendete mit zwei verwandelten Foulelfmetern Rostocks schwarze Serie, sodass nach drei Auswärtspleiten der erste Sieg in der Fremde gefeiert werden konnte.

Für Rot Weiss Ahlen gehen mit nur einem Punkt allmählich die Lichter aus. Die Mannschaft von Trainer Andreas Zimmermann blieb auch im achten Saisonspiel sieglos. Die Gastgeber bemühten sich vor 4550 Zuschauern im Wersestadion zu Beginn und hatten durch Daniel Felgenhauer auch schon nach neun Minuten die erste große Möglichkeit, doch der Kapitän zeigte Nerven. Kurz vor der Pause vergab Nils-Ole Book die beste Chance, sein Heber landete am Pfosten.

Ein umstrittener Strafstoß, den Sebastian sicher verwandelte, brachte die Gäste auf die Siegerstraße. Nur fünf Minuten später sorgte Sebastian erneut vom Elfmeterpunkt für die Entscheidung. Rostock verbesserte sich damit auf Rang sieben.

heh/car/news.de/dpa

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