DFB-Pokal Drei Erstligisten vor dem Aus

Trier feiert Pokal-Party gegen Hannover (Foto)
In der ersten Runde des DFB-Pokals kickte Regionalligist Eintracht Trier Bundesligist Hannover 96 aus dem Wettbewerb. Bild: dpa

Nach dem glimpflichen Auftakt für die Fußball-Bundesligisten im DFB-Pokal ist die Schonzeit nun vorbei. Nach Hannover 96 und Mainz 05 endet für mindestens drei weitere Erstligisten der Traum von Berlin in den direkten Duellen der zweiten Runde.

In der brisantesten Partie am Abend geht es für den VfL Bochum im Derby gegen Schalke 04 neben knapp einer halben Million Euro TV-Geld für den Einzug ins Achtelfinale auch darum, nach der Entlassung von Trainer Marcel Koller die aufgebrachten Fans zu besänftigen. «Das Pokalspiel ist jetzt brutal wichtig, denn da müssen wir viel reparieren und auf jeden Fall gewinnen», sagt Verteidiger Philipp Bönig.

Im Gegensatz zur explosiven Stimmung beim Nachbarn ist die Gemütslage auf Schalke vor der Derby-Woche trotz der 1:2-Heimpleite gegen den VfL Wolfsburg deutlich entspannter. «Wir wollen Bochum unbedingt schlagen und in die nächste Pokalrunde einziehen. Danach können wir auch mit Selbstbewusstsein nach Dortmund fahren. Der Rückhalt der Zuschauer gibt uns Mut für die kommenden Spiele», sagt Torwart Manuel Neuer.

Revierrivale Borussia Dortmund will beim Karlsruher SC den Negativtrend mit fünf Ligapartien ohne Sieg stoppen. «K.o.-Spiele bieten eine gute Gelegenheit, neues Selbstvertrauen und Sicherheit zu gewinnen», glaubt BVB-Coach Jürgen Klopp.

Nach dem Holperstart haben sich beim FC Bayern München hingegen die Wolken verzogen - doch ein unerwartetes Straucheln gegen Rot-Weiß Oberhausen (RWO) dürfte schnell wieder für ein Gewitter sorgen. «Oberhausen wird insofern ein Thema, weil alle glauben, dass wir schon gewonnen haben», warnt Manager Uli Hoeneß vor zu viel Selbstsicherheit. Zuletzt blamierte sich der Rekordmeister in der zweiten Runde vor neun Jahren beim 1. FC Magdeburg. Die bislang letzte Heimpleite im Pokal kassierten die Bayern 1991 gegen den FC Homburg.

«Keine Frage, es wird sehr schwer, für eine Überraschung zu sorgen. Aber wir werden alles versuchen, um das Unmögliche zu schaffen», bekräftigt RWO-Trainer Jürgen Luginger. Die Sensation könne nur gelingen, wenn «die Bayern 80 Prozent bringen und wir 120», erklärte Sören Pirson. Doch für das Endspiel hat der Torwart einen mutigen Tipp parat: «Aus Spaß habe ich gesagt: Das DFB-Pokalfinale in diesem Jahr heißt RWO gegen VfB Lübeck.»

Neben den Norddeutschen, die gegen den VfB Stuttgart ebenso am Mittwoch wie der VfL Osnabrück gegen den Hamburger SV ihr Glück versuchen, ist noch Eintracht Trier als dritter unterklassiger Klub im Wettbewerb. Das Team von Trainer Mario Basler will nach der Überraschung gegen Hannover 96 auch Arminia Bielefeld das Fürchten im Moselstadion lehren. «Wir kämpfen um unsere Chance und wollen die Arminia auf dem falschen Fuß erwischen. Wichtig ist, dass Bielefeld direkt merkt, was hier abgeht», fordert Christopher Reinhard.

Ein deutlich wacheres Team von 1899 Hoffenheim als beim 4:2-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach nach 0:2-Rückstand erwartet der 1. FC Nürnberg. «Wir dürfen nicht ungestüm spielen, sondern clever», erklärt Club-Trainer Michael Oenning, der wie beim 1:2 gegen die Bayern auf eine kompakte Defensivformation setzen will. Im dritten Bundesligaduell reist Meister VfL Wolfsburg am Mittwoch zum 1. FC Köln.

mas/seh/news.de/dpa

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