WM-Qualifikation Frankreich in Not - Ribéry verletzt

Ribéry (Foto)
Franck Ribéry im Trikot der französischen Nationalmannschaft. Bild: dpa

Was haben Cristiano Ronaldo, Franck Ribéry und Zlatan Ibrahimovic gemeinsam? Sie sind wohl nicht bei der Weltmeisterschaft in Südafrika dabei. Zumindest müssen die Stars zittern, weil ihre Teams in der Qualifiktation teils weit abgeschlagen sind.

Für die «Grande Nation» geht das große Zittern um einen Platz bei der Weltmeisterschaft 2010 weiter. «Das Ergebnis ist wie eine Niederlage», lamentierte Franck Ribéry nach dem dürftigen 1:1 der Franzosen gegen Rumänien. Ausgerechnet der Bayern-Star sorgte dafür, dass die Stimmung im Lager der Franzosen noch düsterer wurde.

Ob er beim Schicksalsduell in Serbien dabei sein kann, ist wegen einer Verletzung unklar. Laut Trainer Raymond Domenech entscheidet sich am Montag, ob der schon zu Saisonbeginn lange verletzte Regisseur mit dem Team nach Belgrad fliegt. Am Mittwoch entscheidet sich beim Tabellenführer in Belgrad, ob Frankreich noch Platz eins in der Gruppe 7 erreichen kann oder für die Relegation planen muss.

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Wir sind wohl nicht dabei
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Ähnlich düster sieht es für Tschechien, Polen und auch für Schweden aus. Tschechien ist nur Fünfter in der Gruppe, kam am Samstag nur zu einem 2:2 in der Slowakei. Polen ist Dritter. Schweden als Dritter in der Gruppe eins liefert sich ein Duell mit Portugal um Rang zwei. Die acht besten Gruppenzweiten müssen in die Relegation. Gut möglich, dass einige Stars sie nicht überstehen werden.

Ronaldos Frisur sitzt

Dieses Schicksal droht auch dem teuersten Spieler der Welt Cristiano Ronaldo. In dem erzkatholischen Portugal hofft man nun auf himmlische Hilfe. «Wir sind mit eineinhalb Beinen draußen...jetzt hilft nur noch Beten», meinte am Sonntag die Sportzeitung O Jogo nach dem enttäuschenden 1:1 in Dänemark.

Im Zuge der Malaise bekommt auch die Love-Story zwischen Ronaldo und seinen Landsleuten erste Risse. «Der beste der Welt hat erneut nicht überzeugt ... dabei hatte ihn Portugal so bitter nötig», schrieb O Jogo. Publico ging härter ins Gericht: «Ronaldo war abwesend». «Man erwartet von ihm viel mehr», klagte Correio da Manha.

Die von einigen kritisierte Überheblichkeit des Real-Madrid- Zugangs fällt immer mehr Portugiesen auf. Auch Publico, das schon vor dem Spiel in Anspielung auf das schlechte Wetter in Kopenhagen ironisch bemerkt hatte: «Ob Ronaldos Frisur dem Regen standhält?». In Ronaldos Kopf lebe ein «Riesen-Ego».

In Kopenhagen legte sich Ronaldo mit den dänischen Fans an und wurde mehrfach ausgebuht. Der Superstar, der vor dem Spiel noch getönt hatte, Portugal werde 2010 in Südafrika auf jeden Fall dabei sein, ist kleinlaut geworden: «Wir sind traurig, weil wir wissen, dass wir besser sind. Die Qualifikation hängt nicht mehr von uns ab, aber wir glauben noch daran».

Am Mittwoch in Ungarn ist für die Portugiesen ein Sieg Pflicht, soll der WM-Zug nicht ohne sie abfahren. Denn mit Dänemark, Ungarn und Schweden (2:1 bei den Magyaren) liegen in der Tabelle drei Teams vor dem Vize- Europameister von 2004.

Rehagel fällt Zacken aus der Krone

Nach dem deutschen Trainer-Duell in Basel hatte nur Ottmar Hitzfeld Grund zum Strahlen, denn das 2:0 gegen Griechenland durch späte Tore von Stephane Grichting (83.) und Marco Padalino (88.) hielt die Eidgenossen auf Kurs. «Unsere Ausgangslage hat sich nun stark verbessert», frohlockte Hitzfeld.

«König» Otto Rehhagel fiel dagegen ein weiterer Zacken aus der Krone. «Ich sage immer, Schiedsrichter sollen ein Spiel leiten, nicht entscheiden. Heute hat er es mit dem Platzverweis für die Schweiz entschieden», schimpfte er.

Referee Frank de Bleeckere war für ihn der Sündenbock. «Du kannst keinen Spieler für solch eine Kleinigkeit runterstellen», schimpfte der 71-Jährige auf den Belgier, der Loukas Vyntra nach einer Rangelei Rot zeigte. Die griechische Presse witterte gar einen Skandal. «Der Schiedsrichter schickt Blatters Schweizer zur WM», titelte Sportday.

Während Hitzfeld mit der Schweiz (16 Punkte) auf die direkte WM- Qualifikation zumarschiert, müssen sich Rehhagels Griechen (13) dem Angriff des punktgleichen Tabellendritten Lettland erwehren und um die Fahrkarte nach Südafrika bangen. «Es ist zwar noch keine Entscheidung gefallen, aber wir müssen realistisch anerkennen, dass uns nur der Kampf um Platz zwei bleibt», sagte Rehhagel.

news.de/dpa

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