Confed-Cup Südafrika schickt Kiwis heim

Confederations Cup (Foto)
Chris Killen (l.) im Duell mit Südafrikas MacBeth Sibaya. Bild: ap

Spaniens Rekordjäger stehen nach dem 1:0 gegen den Irak im Halbfinale des Confederations Cups. Iraks Coach Bora Milutinovic war relativ glücklich nach einer seiner «süßesten Niederlagen». Und Neuseeland fährt als erstes Team nach einem 0:2 gegen Südafrika nach Hause.

Südafrikas «Bafana Bafana» hat die drohende Bauchlandungsouverän abgewendet. Angetrieben vom unermüdlichen Ex-Dortmunder Steven Pienaar und Doppeltorschütze Bernard Parker (21./52. Minute) feierte der WM-Gastgeber: Durch den ersten Turniersieg in der Gruppe A bleibt Südafrika beim Heimturnier hinter dem schon qualifizierten Spitzenreiter Spanien mit vier Punkten auf Halbfinal-Kurs.

Während für die Neuseeländer der WM-Testlauf nach der zweiten Niederlage schon vor dem letzten Duell gegen den Irak gelaufen ist, würde Südafrika ein Unentschieden gegen Spanien im abschließenden Vorrundenspiel am Samstag sicher zum Einzug in die Runde der letzten Vier reichen. Im Fernduell müssen die Regenbogen-Kicker aber immer noch den Irak im Auge behalten, der mit einem Sieg über Neuseeland auch noch auf vier Punkte kommen könnte.

10.000 Freikarten für Kinder hatte der König der Bafokeng, der höchste politische Repräsentant der Region Rustenburg, spendiert. Die von unaufhörlichen Vuvuzela-Klängen geprägte Stimmung in der Arena war prächtig. Technisch deutlich überlegen brachte «Bafana Bafana» den Sieg gegen die Kiwis sicher nach Hause. Neuseeland war viel zu harmlos.

Die Aufstellungen:

Südafrika: Khune - Gaxa, Mokoena, Booth, Masilela - Pienaar, Dikgacoi - Sibaya, Modise - Parker (81. Tshabalala) - Fanteni (62. Mashego)

Neuseeland: Moss - Mulligan, Vicelich, Boyens, Lochhead - Elliott - Christie, Brown (55. Oughton), Bertos (66. James) - Killen (75. Wood), Smeltz

Zuschauer: 36.598

Tore: 1:0 Parker (21.), 2:0 Parker (52.)

Der wenig berauschende Erfolg gegen den Irak war Spaniens 14. Sieg hintereinander. Eine solche Serie war zuvor nur Australien (1996-97), Brasilien (1997) und Frankreich (2003-04) gelungen. Und dem nächsten Weltrekord ist der Europameister auch ganz nah: Seit 34 Spielen ist der EM-Champion ungeschlagen, Brasiliens Spitzenwert von 35 Partien aus den Jahren 1993 bis 1996 kann schon im letzten Gruppenspiel am Samstag gegen Gastgeber Südafrika egalisiert werden. «Die Rekorde sind eine Extra-Motivation», bemerkte Trainer Vicente del Bosque.

«Ich bin mehr als zufrieden, ich bin sehr, sehr glücklich. Meine Mannschaft hat famos gespielt, sehr intelligent und sehr diszipliniert», konstatierte Weltenbummler Milutinovic, obwohl sein Team praktisch keine echte Torchance hatte. Die Gewinner hakten dagegen den Arbeitssieg schnell ab. «Wichtig waren allein die drei Punkte», analysierte Villa nach seinem 30. Länderspieltor trocken. «Ich bin zufrieden. Wir haben unser erstes Ziel erreicht, den Halbfinaleinzug. Der Irak hat uns das Leben schwer gemacht», kommentierte Spaniens Trainer del Bosque die wenig berauschende Vorstellung.

Ungenauigkeiten im Abspiel, mangelnde Laufbereitschaft und die aggressive Spielweise der Iraker ließen die Kombinationsmaschine um Xavi und Xabi Alonso zunächst ins Stocken geraten. Die extrem defensive Ausrichtung von Iraks Coach Milutinovic, der mit neun Abwehrkräften die Verknappung der Räume verordnete, zeigte Wirkung. Durch die Mitte ging gar nichts. Erst nach 25 Minuten hatte Villa mit einer Volley-Abnahme die erste Großchance.

Auch nach dem Wechsel wollten lediglich die Spanier Fußball spielen - und taten dies weiter nur mit halber Kraft. Trotzdem hatte das zähe Geduldsspiel kurz nach der Pause ein Ende. Zunächst vergab Villa (52.) aus drei Metern noch einen Hochkaräter per Kopf. Zwei Minuten später sorgte der von zahlreichen europäischen Topclubs umworbene Valencia-Torjäger nach einer perfekt getimten Flanke von Juan Capdevila mit seinem zweiten Turniertreffer für die Erlösung.

Die Aufstellungen:

Spanien: Casillas - Sergio Ramos, Pique, Marchena, Capdevila - Xabi Alonso - Cazorla (67. David Silva), Xavi (82. Busquets), Mata - Villa (75. Güiza), Torres

Irak: Kassid - Salem Shaker, Mohammed Ali Kareem, Fareed Majeed, Ali Hussein Rehema, Basem Abbas - Samer Saeed (60. Mahdi Kareem), Muayad Khalid, Nashat Akram, Hawar Mulla Mohammed (70. Jasim Karrar) - Alaa Abdul Zahra (80. Younis Mahmoud)

Zuschauer: 31.000

Tor: 1:0 Villa (54.)

hem/seh

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