Fußball-Bundesliga Erfolgreicher Minimalist

Andrey Voronin (Foto)
Andrey Voronin, Herthas Torschütze zum 1:0 gegen Leverkusen. Bild: dpa

Von news.de-Redakteur Stefan Bechstein
Im Topspiel der Fußball-Bundesliga hat Hertha BSC Berlin mit 1:0 gegen Bayer 04 Leverkusen gewonnen und seine Treffsicherheit unter Beweis gestellt. Der Tabellenführer brauchte genau drei Versuche für einen Treffer. Das reichte dann aber auch schon für die offensiv schwachen Leverkusener.

Der erste Versuch der Berliner misslang in der 27. Minute der Partie. Rodneis Kopfball hüpft rechts am Tor von Bayer-Torwart René Adler vorbei. Auch der Schuss von Rafael in der 47. Minute führte noch nicht zum Torerfolg. Adler reagierte schnell und hielt den Schuss aus zehn Metern Entfernung fest.

Dann aber war es soweit – ganz nach der Berliner Trefferstatistik. Voronin spielte auf der linken Seite einen Doppelpass mit Maximilian Nicu, drang in den Strafraum ein und wollte den Ball aus kurzer Distanz ins lange Eck schieben. Adler reagierte auch hier ausgezeichnet, hatte aber Pech: Der abgewehrte Ball sprang Voronin direkt an die Brust und von dort zum 1:0 ins Netz.

Was aber hatte Leverkusen dem entgegenzusetzen? Nichts, lautet die Antwort. Berlins Trainer Lucien Favre hatte vor der Partie vor den torgefährlichen Leverkusenern gewarnt: «Bei Balleroberung geht es nach vorne ganz schnell», sagte er. Doch bei den Gästen ging es nur selten ganz schnell. Bis zur 36. Minute blieben sie dem Berliner Tor fern.

Dann war es Stefan Kießling vorbehalten, den Berliner Zuschauern zum ersten Mal einen Schrecken einzujagen. Sein Kopfball nach Flanke von Tranquillo Barnetta strich knapp am rechten Pfosten vorbei.

Bis auf die drei genannten Chancen war auch das Offensivspiel der Hertha nicht zwingend. Andrey Voronin spielte zu oft in der Spitze den Alleinunterhalter und scheiterte ein ums andere Mal an der Leverkusener Abwehrreihe. Währenddessen schmorte auf der Bank Marko Pantelic, der vor der Winterleihe von Voronin bei der Hertha fürs Toreschießen verantwortlich war.

Zurück zu Bayer 04 Leverkusen, das in den vergangenen drei Spielen im Olympiastadion jedesmal als Sieger vom Platz gegangen war. Zwei ernst zu nehmende Chancen, mehr hatten die Gäste einfach nicht zu bieten. Nichts war zu sehen vom drückenden Offensivfeuerwerk, dass die Leverkusener noch im Pokal gegen den FC Bayern München (4:2) abgebrannt hatten.

Michael Kadlec hatte die zweite und letzte Chance für die Gäste. Und das durch einen Freistoß aus zirka 20 Metern Torentfernung, der allerdings knapp am rechten Winkel vorbeiflog. So blieb es beim knappen, aber auch ungefährdeten Sieg der Hertha, die weiterhin mit vier Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze steht.

Hertha BSC: Drobny - Stein, Friedrich, Simunic, Rodnei, Dardai (88. Kacar), Cicero, Ebert (90. Babic), Nicu, Raffael (76. Domowtschijski), Woronin

Bayer Leverkusen: Adler - Castro (87. Sukuta-Pasu), Henrique, Sinkiewicz, Kadlec, Rolfes, Renato Augusto, Schwegler (77. Kroos), Barnetta (77. Dum), Kießling, Helmes

Zuschauer: 58.753

Tor: 1:0 Woronin (50.)

Lesen Sie auf Seite 2, ob Hoffenheim in Frankfurt zurück auf die Erfolgspur gekommen ist

Für den Herbstmeister TSG 1899 Hoffenheim gab es das sechste sieglose Spiel in Serie. Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick kam nicht über ein 1:1 (1:0) bei Eintracht Frankfurt hinaus.

«Ich bin heute zum ersten Mal in dieser Saison von den Jungs ein Stück weit enttäuscht», sagte Rangnick. Durch das Remis verlor der Aufsteiger weiter an Boden und liegt nun sechs Punkte hinter Tabellenführer Hertha BSC. «Die wollten doch gar nichts von uns. Wir müssen einfach gieriger sein», übte Kapitän Selim Teber Selbstkritik.

Zwar reichte es für die Eintracht nicht zum ersten Heimsieg 2009, doch die Frankfurter durften sich am Ende wie Sieger fühlen. «Die ersten 30 Minuten sind wir nur begleitend nebenher gelaufen», stellte Trainer Friedhelm Funkel fest. Neben den sieben Dauerverletzten fehlten ihm auch Nikos Liberopoulos und Patrick Ochs, die nicht rechtzeitig fit wurden.

Dafür kehrten die zuletzt gesperrten Martin Fenin, der als einzige Spitze lange nicht zu sehen war, und Marco Russ zurück. Bei Hoffenheim stürmten nach dem Ausfall von Chinedu Obasi Demba Ba und Boubacar Sanogo - und machten vom Anpfiff an mächtig Druck gegen die sehr vorsichtig und teilweise hilflos agierenden Gastgeber. Bereits nach vier Minuten und einem Hackentrick von Tobias Weis hatte Sanogo freie Bahn, der Ex-Bremer schoss jedoch Oka Nikolov an.

Der 34-jährige Torwart hatte den Vorzug vor Markus Pröll erhalten und musste nur sechs Minuten später erstmals hinter sich greifen: Innenverteidiger Marvin Compper hatte Eduardo schön freigespielt und der Regisseur zirkelte den Ball ins Netz. Die Frankfurter kamen hingegen kaum vors gegnerische Tor und konnten sich vor der Pause keine einzige echte Chance erspielen.

Bereits nach 42 Minuten war der Arbeitstag von Nikolov beendet. Der Keeper musste wegen Rückenschmerzen wieder Pröll Platz machen und trug sich als Nummer neun in die derzeitige Verletztenliste der Eintracht ein.

Wie aus dem Nichts fiel kurz nach Wiederanpfiff der Ausgleich: Fink köpfte nach Flanke von Alexander Meier ein. Von da an zeigten die Frankfurter viel Biss und ließen die Hoffenheimer nur noch selten zum Zug kommen. Fenin traf in der 72. Minute nur die Unterkante der Latte.

Auf der Gegenseite hätte Sanogo um ein Haar die erneute Führung erzielt, doch die Schlussphase gehörte eindeutig der Mannschaft von Funkel. «So richtig hilft uns das Remis da unten nicht raus. Wir müssen auch mal einen Dreier setzen», stellte Russ enttäuscht fest.

Eintracht Frankfurt: Nikolov (42. Pröll) - Jung, Russ, Bellaid, Petkovic, Fink, Chris, Steinhöfer, Meier, Köhler (62. Korkmaz), Fenin

1899 Hoffenheim: Haas - Beck, Compper, Jaissle, Ibertsberger (87. Janker), Weis, Luiz Gustavo, Vorsah (75. Teber), Carlos Eduardo, Ba, Sanogo (72. Wellington)

Zuschauer: 51.500 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Carlos Eduardo (10.), 1:1 Fink (47.)

Lesen Sie auf Seite 3, warum Borussia Dortmund die Remis-Könige der Liga bleiben

Die Dortmunder haben gleich zweimal eine Zwei-Tore-Führung verschenkt und warten nach dem 4:4 (2:1) bei Hannover 96 weiter auf den ersten Rückrundensieg in der Fußball-Bundesliga.

In einem kuriosen Spiel gaben die Niedersachsen nicht auf und bejubelte die späten Treffer von Mike Hanke (80. Minute) und Mikael Forssell (83./Foulelfmeter) zum Endstand fast wie einen Sieg. Die Dortmunder Treffer erzielten in der ausverkauften Arena in Hannover Alexander Frei (17./Foulelfmeter, 65.) und Florian Kringe (27., 62.). 96 hatte durch Jiri Stajner (42.) und Arnold Bruggink (49.) den Ausgleich zum 2:2 erzielt.

«Das war ein tolles Spiel für die Zuschauer», kommentierte 96-Trainer Dieter Hecking das Hin und Her auf dem Platz. Das Remis ist für den Abstiegskampf zu wenig, aber angesichts der zweimaligen Aufholjagd können wir von einem gewonnenen Punkt sprechen.» Auch Clubchef Martin Kind befand: «Die Moral stimmt, aber es bleibt noch ein hartes Stück Arbeit.»

Die Dortmunder waren insgesamt die bessere Mannschaft, verschenkten die Punkte aber durch Fehler in der Abwehr und Patzer von Roman Weidenfeller. Angetrieben von rund 20.000 Anhängern, die fast für Dortmunder Heim-Atmosphäre sorgten, setzten die Gäste Hannover lange unter Druck, zeigten aber auch, warum sie derzeit nur Mittelmaß sind.

Völlig unnötig ließen sie die Hannoveraner wieder ins Spiel kommen und nutzten mehrere hochkarätige Chancen nicht. «Trotz vier Toren kann man nicht von einer überragenden Chancenverwertung sprechen», sagte der verärgerte BVB-Trainer Jürgen Klopp.

Für seinen anfänglichen Offensivschwung wurde der BVB schnell belohnt. Frei ließ sich die Chance beim Strafstoß nicht entgehen, ehe der eingewechselten Kringe eine Vorlage von Nelson Valdez nutzte. Während die Offensive der Gäste überzeugte, zeigte die Defensive allerdings schon früh Schwächen.

Hannover 96 spielte trotz des gewonnenen Punktes in weiten Phasen der Partie wie ein Abstiegskandidat. Auffällig waren auch beim Gastgeber die Schwächen in der Abwehr. «Wir wollen euch kämpfen sehen», schrien die frustrierten Anhänger in der ersten Halbzeit. Dass die Fans trotzdem noch jubeln durften, hatten sie auch dem patzenden BVB-Torwart Weidenfeller zu verdanken. Bei den ersten beiden 96-Toren, denen Ecken vorausgingen, sah der BVB-Keeper schlecht aus.

Doch die Gastgeber ließen die Dortmunder wieder ins Spiel kommen. Ziemlich unbedrängt konnten Kringe und Frei mit ihren Linksschüssen zu Toren kommen, ehe es noch einmal eine überraschende Wendung gab. Die zuvor verärgerten Fans feierten die Tore durch Hankes Fernschuss und Forssells Strafstoß enthusiastisch, während die Trainer unzufrieden waren.

Hannover 96: Enke - Pinto, Fahrenhorst (46. Rosenthal), Christian Schulz, Tarnat (46. Rausch), Andreasen, Balitsch - Stajner, Bruggink, Krzynowek (67. Hanke), Forssell

Borussia Dortmund: Weidenfeller - Owomoyela, Subotic, Felipe Santana, Dede, Kehl, Tinga, Sahin (20. Kringe), Hajnal, Valdez (88. Kullmann), Frei (84. Zidan)

Zuschauer: 49.000 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Frei (17./Foulelfmeter), 0:2 Kringe (27.), 1:2 Stajner (42.), 2:2 Bruggink (48.), 2:3 Kringe (62.), 2:4 Frei (65.), 3:4 Hanke (80.), 4:4 Forssell (83./Foulelfmeter)

Lesen Sie auf Seite 4, wie das rheinische Derby ausging

Mit dem zweiten Sieg in Serie hat Borussia Mönchengladbach erstmals seit dreieinhalb Monaten die direkten Abstiegsränge in der Fußball-Bundesliga verlassen. Eine Woche nach dem überraschenden Sieg gegen den Hamburger SV gewann die Elf von Trainer Hans Meyer auch das 74. rheinische Derby beim 1. FC Köln mit 4:2 (2:0) und belegt mit 22 Punkten den 16. Tabellenplatz.

«Wir haben richtig gut gespielt und erstmals zwei Siege in Serie geschafft. Das ist gut für die Seele und die Psyche. Das sind Siege, die einen zusätzlich motivieren», befand Meyer. Kölns Trainer Christoph Daums sagte: «Wir haben gegen eine aufopferungsvoll kämpfende Gladbacher Mannschaft verloren, die Unglaubliches geleistet hat. Wir müssen jetzt schnellstmöglich den Ernst der Lage erkennen.»

In einem von Beginn an hitzigen und kampfbetonten Derby fanden die Kölner zunächst besser in die Partie. Vor allem über die Flügel, rechts rückte Wilfried Sanou in die Starformation, suchten die Kölner ihre Chancen.

Doch die Gäste fanden schnell zu ihrer Ordnung in der Defensive und kamen meist über die linke Angriffsseite mit Marko Marin zu gefährlichen Aktionen. Mit einem Freistoß aus 18 Metern scheiterte der Jung-Nationalspieler noch knapp (10.), eine Viertelstunde später setzte sich der Gladbacher Dribbelkünstler erneut auf der linken Seite durch und leistete die Vorarbeit zum Führungstreffer durch den Amerikaner Bradley (25.).

Mit dem 1:0 im Rücken wurde das Spiel der Gäste sicherer. Borussias Abwehrreihe ließ keine Chancen der Kölner Angreifer zu. Noch vor der Pause kamen die Gladbacher sogar zum zweiten Treffer. Einen Pass von Alexander Baumjohann nahm Matmour auf, umkurvte FC- Keeper Faryd Mondragon und traf zum 2:0.

Danach suchten die Kölner ihr Heil in der Offensive und brachten in Manasseh Ishiaku und Sergiu Radu zwei weitere Stürmer. Doch die von Mannschaftskapitän Filip Daems und Torhüter Logan Bailly gut organisierte Abwehr ließ zunächst wenig Möglichkeiten zu.

Zwei davon nutzte FC-Rechtsverteidiger Brecko, doch dazwischen war Gladbachs Mittelstürmer Friend nach einem Konter der siebte Saisontreffer gelungen. Dann verwandelte Bradley für die Borussia einen Foulelfmeter zum Endstand.

1. FC Köln: Mondragón - Brecko, Geromel, Mohamad, Matip, Petit, Pezzoni, Sanou (46. Radu), Vucicevic (46. Ishiaku), Ehret (76. Broich), Novakovic

Borussia Mönchengladbach: Bailly - Stalteri, Brouwers, Daems, Levels, Galasek, Bradley, Matmour (68. Alberman), Baumjohann (90. Kleine), Marin (63. Neuville), Friend

Zuschauer: 50.067 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Bradley (25.), 0:2 Matmour (44.), 1:2 Brecko (64.), 1:3 Friend (67.), 2:3 Brecko (82.), 2:4 Bradley (87./Foulelfmeter)

Lesen Sie auf Seite 5: Podolski legt den Ball auf den Elfmeterpunkt, läuft an und...

verschießt beim Stande von 1:0 aus Sicht des FC Bayern München. Letztlich gewann der Rekordmeister jedoch mit 3:0 (1:0) beim VfL Bochum.

Zwar bot die Mannschaft von Jürgen Klinsmann alles andere als ein spielerisches Feuerwerk, gewann durch die Tore von Zé Roberto (32. Minute), Philipp Lahm (60.) und Martin Demichelis (90.) letztlich aber souverän.

«Aus unserer Sicht ist das Ergebnis sehr erfreulich und angenehm. Wir wissen, dass Hertha auch gewonnen hat und der Abstand gleich geblieben ist. Aber wir wollen weiter Druck auf die Spitze ausüben», sagte Klinsmann.

Sein Bochumer Kollege Marcel Koller war zwar enttäuscht, aber nicht am Boden zerstört. «Wir hatten durch Dabrowski die erste große Möglichkeit. Die Bayern kamen einmal vor das Tor und der Ball war gleich drin. Nach der Roten Karte für Pfertzel haben die Bayern das Spiel immer mehr kontrolliert und für uns war es schwer», sagte der Schweizer.

Vier Tage nach der Champions-League-Gala gegen Sporting Lissabon (7:1) verbreitete der FC Bayern ohne die verletzten Franck Ribéry, Luca Toni, Tim Borowski und Hamit Altintop vor der Pause wenig Glanz. Zu allem Überfluss verletzte sich Nationalstürmer Miroslav Klose nach gut einer halben Stunde und musste durch Ernesto Sosa ersetzt werden. Wie schwer Kloses Verletzung ist, konnte Klinsmann noch nicht sagen.

Klose war in ein Loch getreten und hatte sich am rechten Fuß verletzt. «Er hat einen Kompressionsverband bekommen und wir nehmen ihn erstmal mit nach Hause. Dort wird es weitere Untersuchungen geben», erläuterte Klinsmann. Kurz nachdem Klose das Spielfeld verlassen hatte, nutzte der Rekordmeister seine erste Torchance. Nach einem Kopfballduell im Bochumer Strafraum schaltete Zé Roberto am schnellsten und jagte den Ball zur Führung ins Netz.

Bis dahin hatte sich der VfL, der auf drei verletzte Stammkräfte in der Abwehr verzichten musste, achtbar aus der Affäre gezogen. Über weite Strecken wirkten die Bochumer engagierter und zweikampfstärker. Die Mannschaft von Coach Koller hätte sogar nach gut einer Viertelstunde in Führung gehen können. Doch Christoph Dabrowski, der erneut eine starke Leistung zeigte, scheiterte an dem gut reagierenden Bayern-Keeper Michael Rensing (14.).

Direkt nach dem Wechsel erwischte es die Bochumer hart. Den eingewechselten Sosa konnte Pfertzel im Strafraum nur regelwidrig bremsen und sah dafür von Schiedsrichter Michael Weiner die Rote Karte. Den fälligen Strafstoß schob Podolski am linken Pfosten vorbei. Gleichwohl war die Niederlage der um einen Mann dezimierten Bochumer programmiert: Fernandez (50.) konnte einen Distanzschuss von Sosa noch zur Ecke lenken, doch zehn Minuten später war die Partie mit dem zweiten Bayern-Tor entschieden.

Lahm spazierte durch die VfL-Abwehr und überwand Fernandez mit einem platzierten Schuss ins lange Eck (60.). Zwar bemühte sich der Revierclub noch um Ergebniskosmetik, letzten fehlten Bochum aber die spielerischen Mittel, um den Titelanwärter ernsthaft in Gefahr zu bringen. Die Bayern taten ihrerseits nicht mehr als nötig und kamen in der letzten Spielminute gegen müde Bochumer durch Demichelis noch zum dritten Treffer.

VfL Bochum: Fernandes - Concha, Pfertzel, Fabian, Christian Fuchs, Dabrowski, Imhof, Sestak (74. Grote), Epalle (85. Freier), Azaouagh, Mieciel (64. Hashemian)

Bayern München: Rensing - Lell, Lucio, van Buyten, Lahm, Schweinsteiger, van Bommel, Demichelis, Zé Roberto, Klose (31. Sosa), Podolski

Zuschauer: 31.328 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Zé Roberto (32.), 0:2 Lahm (60.), 0:3 Demichelis (90.)

Rote Karte: Pfertzel (48./Notbremse)

Lesen Sie auf Seite 6, wer das goldene Tor für Bielefeld erzielte

Ein Joker-Tor von Zlatko Janjic hat Arminia Bielefeld Luft im Abstiegskampf verschafft und die Notlage des Karlsruher SC verschlimmert. Der Mittelfeldspieler erzielte in der 86. Minute das goldene Tor zum glücklichen 1:0 (0:0)-Sieg der Ostwestfalen beim Tabellenletzten

Im Wildparkstadion konnten die Badener trotz klarer Überlegenheit ihre Torflaute in der Fußball-Bundesliga nicht beenden und warten nun schon seit 450 Minuten auf einen Treffer - das Rennen um den Klassenverbleib wird für den KSC bei nun schon fünf Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz immer aussichtsloser.

«Wenn man die Tabelle anschaut, sieht es düster aus», meinte KSC-Trainer Edmund Becker. Für die Bielefelder, bei denen Christopher Katongo in der Schlussminute wegen Spielverzögerung Gelb-Rot sah, war es im achten Anlauf der erste Bundesliga-Erfolg in Karlsruhe. «Es freut mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte», sagte Siegtorschütze Janjic mit breitem Lächeln. «Es war natürlich ein glücklicher Sieg», gestand Gäste-Trainer Michael Frontzeck.

Den beiden abschlussschwächsten Teams der Liga war über die gesamte Spielzeit hinweg die Abstiegsangst deutlich anzumerken. Eine Vielzahl von Fehlpässen und peinlichen Patzern war die Folge, durchdachte Angriffsaktionen hatten Seltenheitswert.

Der KSC hatte sich mit einem Sonder-Trainingslager im pfälzischen Herxheim auf die Partie eingeschworen. Der in dieser Saison bislang torlose Edmond Kapllani erhielt von Coach Becker als zusätzliche Spitze das Vertrauen. Doch die Badener scheiterten mit ihren oft überhasteten Bemühungen immer wieder am Gäste-Schlussmann Dennis Eilhoff.

Kapllani (6./23.) fand im Armina-Keeper ebenso seinen Meister wie Antonio da Silva (7.), Sebastian Freis (28.) und Michael Mutzel (38.). Die beste Bielefelder Möglichkeit in Hälfte eins vergab Robert Tesche, der nach einer Flanke von Katongo per Kopf an der Latte scheiterte (35.). Ansonsten aber wirkten die Ostwestfalen behäbig und beschränkten sich zumeist auf die Defensivarbeit.

Auch nach der Pause wirkten die Hausherren engagierter, in der Offensive jedoch zumeist planlos. Chancen wie in der 64. Minute, als André Mijatovic den einschussbereiten Kapllani abblockte, blieben Mangelware. Auch Abwehrchef Dino Drpic und der eingewechselte Lars Stindl (68.) konnten die Torkrise der Gastgeber nicht stoppen.

Karlsruher SC: Miller - Görlitz, Drpic, Langkamp, Eichner, Mutzel, Engelhardt (46. Stindl), da Silva (74. Iaschwili), Federico (70. Saglik), Kapllani, Freis

Arminia Bielefeld: Eilhoff - Kucera, Mijatovic, Herzig, Schuler, Kauf, Marx, Kirch (69. Halfar), Katongo, Tesche, Wichniarek (84. Janjic)

Zuschauer: 24.621

Tor: 0:1 Janjic (86.)

Gelb-Rote Karte: Katongo (90./Spielverzögerung)

Alle Spiele im Rückblick gibt es hier.

gua

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig

Fußball-Bundesliga: Erfolgreicher Minimalist » Sport » Aktuelles

URL : http://www.news.de/sport/788711007/erfolgreicher-minimalist/1/

Schlagworte:

André Rankel , Andreas Schulz , anhänger , Annika Beck , anpfiff , Arnold Schönberg , arnold schwarzenegger , Arnold Senft , bank , Barbara Philipp , bastian schweinsteiger , Bauer Friedrich , Ben Becker , bielefeld , Bode Miller , borussia , Bradley Wiggins , Castro Bellarabi , Castro Reinartz , Chris Rea , Christian Dietz , Christian Filseth , Christian Jaletzke , Christian Klamt , Christian Kurtzke , Christian Mürau , Christian Nienhaus , Christian Quadflieg , Christian Robertz , Christian Schwochow , Christian Steiof , Christian Stengler , Christian Stiebritz , Christian Wichert , Christopher Gerhardi , Christopher Reeve , Christopher Stoll , cicero , Daniel Friedrich , dieter bohlen , Dieter Bohlens , Dieter Gass , Dieter Kürten , dortmund , Dritten , Echte , eintracht , ergebnis , Erwin Fuchs , Fabian Stratenschulte , Favre , Filip Flisar , Florian Arndt , Florian Bruns , Florian David , Florian Hartherz , Florian Krebs , Florian Lohmann , Florian Pistor , Florian Reim , Florian Silbereisen , Florian Stetter , Florian Tausendpfund , Florian Woesch , Francesco Friedrich , Friedrich Pferdewirt , Georg Beselitz , Georg Fleischhauer , Georg Wendt , Haar , hamburger , Hamit Altintop , Hanne Kleine , Hannover , Hans Brenner , Hans Foldenauer , Hans Gruhne , Hans Kollhoff , Hans Steinbichler , hans zimmer , Helmes , Jan Rosenthal , Jana Meier , Jérôme Fernandez , Joel Matip , Jung , jürgen drews , Jürgen Hensel , Jürgen Kyas , Jürgen Tonkel , Jürgen Zeschky , Jürgen Ziegler , Kadlec , Kamen , Karlsruhe , karte , Kehl , Kevin Pezzoni , Kleine , Klopp , köln , ksc , Lars Bender , Lars Bethge , Lars Unnerstall , Leverkusen , Lissabon , Luca GrünwaldWaldkraiburgKTM , Manfred Meier , Marcel Görden , Marcel Kappelmaier , Marcel Meyerdiercks , Marcel Nguyen , Marcel Schiller , Marcel Sieberg , marco polo , Marco Simonelli , Marko Hübenbecker , Markus Braun , Markus Eisenbichler , Markus Feulner , Markus Gandler , Markus Kiss , Markus Kneip , Markus Krebs , Markus Schwarz , Martin Dornhoff , Martin Erler , Martin Fourcade , Martin Gerten , Martin Gruber , Martin Hardenacke , Martin Jaks , Martin Koch , Martin Männel , Martin Sheen , Martin Skotnicky , Martin Sturkenboom , Martin Walter , Martin Wierig , Martin Wolfram , Marvin Ducksch , Marvin Matip , Maximilian Janke , Maximilian Mechler , Maximilian Stark , Maximilian Ziegler , meyer werft , Mike Aigroz , Mike Perez , mike tyson , Miroslav Klose , Moral , nelson mandela , Obasi , Otto Becker , Patrick Baehr , Patrick Duffy , Patrick Gretsch , Patrick Moorhead , Patrick Pflücke , patrick swayze , Philipp Boy , Philipp Müller , Philipp Schindler , Philipp Veit , podolski , Pröll , Raffaela Weis , Ralf Kleber , Ralf Schmitz , Ralf Schumacher , Ralf Wengenmayr , Renato Augusto , Renato Vallanzasca , Renato Vugrinec , René Enders , Rheinische , Robert Atzorn , robert enke , Robert Förstemann , Robert Geerlings , robert harting , Robert Helenius , robert pattinson , Robert Wieland , Roberto Pinto , Roland Brückner , Roman Pawljutschenko , rosenthal , Rückblick , rückenschmerzen , saison