Jungspund überholt Greis
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Zugegeben, mit dem Gewinn der kleinen Weltcup-Kugel für die Einzelrennen hat Biathlon-Olympiasieger Michael Greis einen tollen Erfolg für den deutschen Skiverband erzielt. Doch beim Rennen im kanadischen Whistler hat einer aus der Nachwuchsabteilung für Furore gesorgt.
Daniel Böhm heißt er und kommt aus Buntenbock im Oberharz. Der 22-jährige Polizeimeisteranwärter verfehlte nur eine der 20 Scheiben und fuhr mit 19 Sekunden Rückstand auf den Sieger Vincent Jay aus Frankreich auf einen beeindruckenden zweiten Platz.
«Sein Sensationsergebnis ist auch gut für uns Alte. Es kommt etwas nach, so dass wir uns anstrengen müssen, um vorn zu bleiben», meinte Böhms Teamkollege Michael Greis nach dem Rennen.
«Beim Aufstehen am Morgen fühlte ich noch ein Kratzen im Hals. Doch seit meinem Sieg bei den Europameisterschaften in der vergangenen Woche laufe ich wie im Rausch. Heute ging's mit Top-Material wieder fantastisch», bejubelte Böhm nach dem erst zweiten Weltcupstart seiner Laufbahn den Erfolg.
Greis kam zwar nur auf Rang vier über die 20 Kilometer, behielt aber im Gesamtklassement bei den Einzelrennen die Nase vorn. Daher gab es auch keinen Grund, sich über das verpasste Podest in Whistler zu ärgern: «Das macht heute überhaupt nichts. Ich bin überglücklich mit der kleinen Kristallkugel», sagte Greis.
Alexander Wolf (Oberhof) als 14. und Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) auf Rang 17 komplettierten das Resultat der deutschen Biathleten.
sbe, kab
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