Bundesliga am Sonntag Leverkusen kann einpacken

Liga-Tristesse nach Pokal-Gala: Vier Tage nach dem berauschenden Sieg gegen Bayern München ist Bayer 04 Leverkusen in der Bundesliga gegen Bochum nicht über ein ernüchterndes Remis hinausgekommen. Die Europacupplätze rücken damit in weite Ferne.

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Rene Adler verlässt enttäuscht den Platz. Bild: ap

Von einer erneuten Glanzvorstellung war in der ersten Halbzeit bei der Werkself erstmal nichts zu sehen - dabei hatte Trainer Bruno Labbadia dieselbe Formation aufs Feld geschickt, die die Bayern noch mit 4:2 aus dem DFB-Pokal geworfen hatte. Selbst das frühe Aus von Bochums Hoffnungsträger Diego Klimowicz, der nach überstandener Sperre in der 14. Minute verletzt vom Platz musste, brachte den Bayer-Motor noch nicht auf Touren.

Zu behäbig, zu schwerfällig, zu einfallslos agierten die «Hausherren» in der ersten halben Stunde. Zu allem Überfluss kam auch noch eine schlechte Chancenverwertung hinzu: Stefan Kießling zielte zuerst (24.) aus zehn Metern kläglich drüber, dann verpasste er ein Helmes-Zuspiel (34.). Abwehrchef Lukas Sinkiewicz scheiterte vier Minuten vor der Pause freistehend am, starken VfL-Keeper Daniel Fernandes. «Schon in der ersten Halbzeit hatten wir drei hundertprozentige Torchancen», ärgerte sich Rudi Völler.

Die erst gegen Ende der ersten Hälfte unter Druck geratenen Bochumer nutzten ihre Möglichkeiten besser. Nachdem der für Klimowicz eingewechselte Sinan Kaloglu noch am herausgestürmten Nationalkeeper René Adler scheiterte, wuchtete Christoph Dabrowski (32.) einen Kopfball aus kurzer Distanz in die Maschen - auch weil Gegenspieler Kießling sich in dieser Situation verschätzte.

Das war's wiederum, was die in der Rückrunde erfolgreiche Ruhrgebietself - bis zum Leverkusen-Match bereits zehn Punkte aus fünf Spielen - in Hälfte eins ausrichtete. Die Mannschaft von Coach Marcel Koller, dem Defensiv-Allrounder Oliver Schröder wegen einer Oberschenkelverletzung fehlte, beschränkte sich darauf, die Führung in die Pause zu retten.

Umgekehrtes Bild nach dem Seitenwechsel: Auf einmal sind die Bochumer dem zweiten Tor näher, aber Dabrowski (48.) und Jeol Epalle (60./63.) vergeben. Wer trifft, ist Patrick Helmes (66.): Den Strafstoß nach dem Handspiel von Mergim Mavraj lässt sich der Torjäger vor 26.000 Zuschauern nicht nehmen und erzielt seinen 17. Saisontreffer. Erst in Überzahl schalteten die Gastgeber einige Gänge hoch. Enrique hatte gleich zwei Möglichkeiten zum Siegtreffer, vergab aber beide Male (79./83.).

Die Aufstellungen:

Bayer Leverkusen: Adler - Castro, Henrique, Sinkiewicz, Kadlec - Rolfes - Renato Augusto, Vidal (42. Kroos), Barnetta (86. Sukuta- Pasu) - Kießling (78. Charisteas), Helmes

VfL Bochum: Fernandes - Concha, Pfertzel, Mavraj, Christian Fuchs - Dabrowski, Imhof - Sestak (68. Fabian), Epalle, Azaouagh (84. Bönig) - Klimowicz (14. Sinan Kaloglu)

Zuschauer: 26.000

Tore: 0:1 Dabrowski (32.), 1:1 Helmes (66./Handelfmeter)

Gelb-Rote Karten: Mavraj (64./Handspiel)

Lesen Sie bloß nicht auf Seite 2, wie Bielefeld und Frankfurt die Zuschauer langweilten

Null Tore, kaum Unterhaltungswert und wenig Strafraumszenen: Arminia Bielefeld und Eintracht Frankfurt treten nach dem trostlosen 0:0 im Abstiegskampf auf der Stelle. Die 21.500 Zuschauer in der Schüco-Arena quittierten das unansehnliche Trauerspiel mit einem gellenden Pfeifkonzert.

Der 23. Spieltag hatte schon schlecht begonnen für die Arminia. Rekord-Torschütze Artur Wichniarek, bisher immerhin für zwölf Arminia-Tore verantwortlich, musste mit einer Wadenzerrung kurzfristig passen. Offensivkultur so Fehlanzeige. Die Fans erlebten viel Kampf und Krampf. «Das ist bestimmt kein großes Spiel, kaum Torchancen», analysierte Wichniarek vom Rande aus.

Der Sicherheitsfußball mit hoher Fehlpassquote wurde auch in den zweiten 45 Minuten nicht interessanter. Bezeichnenderweise leitete Arminias Abwehrspieler Markus Bollmann mit einem Kopfball die Bielefelder Schlussoffensive ein. Mehr als der Versuch von Thorben Marx (73.) sprang dabei allerdings nicht mehr heraus. Fast hätte Eintrachts Alexander Meier bei einem Konter (80.) sogar noch den Siegtreffer erzielt.

Die Aufstellungen:

Arminia Bielefeld: Eilhoff - Kucera, Bollmann, Herzig, Schuler - Kauf, Marx - Kirch (70. Janjic), Halfar, Kamper (27. Sadik) - Katongo

Eintracht Frankfurt: Nikolov - Ochs (75. Jung), Chris, Bellaid, Petkovic - Fink, Inamoto (46. Korkmaz) - Steinhöfer, Meier, Köhler - Kweuke

Zuschauer: 21.500

hem

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