Sprinter Champers schluckte 300 Doping-Cocktails
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30.000 Dollar im Jahr für 300 Doping-Cocktails: Mittels dieser Rechnung hat der ehemalige Sprintstar Dwain Champers seine 100-Meter-Zeit auf 9,87 Sekunden gedrückt. Das gab der überführte Dopingsünder jetzt in seiner Autobiographie zu.
«Ich war nicht nur auf THG[/tt], EPO und [tt=Somatotropin ist ein Wachstumshormon, das besonders das Längenwachstum der Zellen in Knochen, Leber und Muskeln anregt. Es erhöht außerdem den Blutzuckerspiegel und den Fettabbau.]HGHErythropoietin ist vor allem aus dem Radsport bekannt. Es wurde ursprünglich für Dialyse-Patienten entwickelt und verbesserte den Sauerstofftransport im Blut. , sondern auch auf Testosteronmännliches Sexualhormon , damit ich besser schlafen und Cholesterin abbauen konnte», enthüllte der 30 Jahre alte Brite in dem Buch: «Ich habe auch Insulin injiziert, drei Einheiten in den unteren Bereich meines Magens nach hartem Gewichtetraining.»
Vier Monate nach dem Gewinn von EM-Gold über 100 Meter - 2002 in München - habe er erstmals in seinem Sportlerleben realisiert, dass er sich ruiniert habe. Er habe zu Weihnachten im Badezimmer mit der Designerdroge The Clear (THG) gesessen und festgestellt: «Ich habe zwölf Monate lang 300 verschiedene Cocktails genommen.»
Zehn Dopingkontrollen überstand er nach eigener Aussage in jenem Jahr, ohne erwischt zu werden. «Als ich sauber war, stand meine persönliche Bestzeit bei 9,97 Sekunden», erklärte Chambers. Nach Jahren vieler Qualen und einem gesundheitlichen Vabanquespiel sei er bei 9,87 angekommen.
Im Oktober 2003 war Chambers positiv auf das Designer-Steroid Tetrahydrogestrinon (THG) getestet worden; der britische Leichtathletik-Verband sperrte ihn daraufhin für zwei Jahre. Das Sprint-Gold von München wurde ihm aberkannt, alle seine Leistungen zwischen Januar 2002 und August 2003 annulliert.
Sein Comeback gab der Brite 2006 bei den Europameisterschaften in Göteborg und holte Gold mit der 4 x 100-Meter-Staffel. Das britische NOK verhängte allerdings einen Olympia-Bann gegen Dwain Chambers, der bei den Sommerspielen 2008 in Peking nicht starten durfte. An der Hallen-EM am kommenden Wochenende in Turin will der Londoner aber ebenso teilnehmen wie an den Weltmeisterschaften im August in Berlin.
hem
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