Stasi vergiftete Trainer Berger nach Republikflucht
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Jörg Berger sorgt mit seiner am Freitag erscheinenden Biographie für Aufsehen: Darin behauptet der 1979 aus der DDR geflohene Trainer, die Staatssicherheit habe ihn vergiftet.
Auf ihn seien rund 30 Stasileute angesetzt gewesen, die seine Rückführung per Entführung planten, berichtet Berger: «Das weiß ich aus Akteneinsicht.» Als die Entführung gescheitert sei, seien Reifen seines Autos zerstochen worden, und ein Rad habe sich bei Tempo 160 auf der Autobahn gelöst.
Das Schlimmste: eine Schwermetallvergiftung. «Jemand aus meinem Umfeld hatte mir unbemerkt dosiert Gift verabreicht», sagt Berger. Er habe nicht mehr laufen und nichts mehr greifen können, als er 1986 vom Zweitligisten Hessen Kassel zum Erstligisten Hannover 96 gewechselt und damit ins Licht einer breiten Öffentlichkeit gerückt war. «Meine Gliedmaßen spürte ich schließlich kaum noch, alles war taub, wie tot.»
«Es dauerte ein Jahr, bis das Gift abgebaut war», sagt der 64-Jährige, der insgesamt sieben Bundesligisten trainierte. Eine Überdosierung hätte ihn gar töten, oder einzelne Gliedmaßen für immer lahm legen können. Ein Rechtsmediziner der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität tippte seinerzeit bei dem Gift auf eine Blei- und Arsenverbindungen.
Berger hatte 1979 ein Spiel in Jugoslawien benutzt, um sich abzusetzen. In der Botschaft der Bundesrepublik in Belgrad wurde er mit einem Pass mit falschem Namen und einem Bahnticket nach Frankfurt/Main ausgestattet. Unter den 30 Spitzeln seien Personen gewesen, die Berger besonders nahe standen, und auch der ehemalige DDR-Nationalcoach Bernd Stange.
hem
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