Skispringen Loitzl Weltmeister - Schmitt Fünfter

Als Vierschanzentournee-Sieger Wolfgang Loitzl den WM-Triumph auf der Normalschanze bejubelte, lächelte auch Martin Schmitt trotz der knapp verpassten Medaille. «Mit ein wenig Glück wäre das Podest möglich gewesen», bilanzierte der beste Deutsche.

Loitzl Weltmeister - Schmitt Fünfter (Foto)
Skispringer Wolfgang Loitzl jubelt über seinen Titel. Bild: dpa

Mit Platz fünf lieferte Schmitt aber sein bestes WM-Ergebnis seit acht Jahren ab. Jammern über fehlendes Glück wollte Schmitt nicht. Denn knapp an einer Medalle vorbei, «das können auch viele andere sagen. Die drei Besten waren einfach den entscheidenden Tick stärker», sagte der 31-Jährige.

Loitzl krönte sich in einem spannenden Wettbewerb mit Weiten von 103,5 und 99 Metern zum «König der Lüfte». Weltcup-Spitzenreiter Gregor Schlierenzauer holte mit 102 und 99 Metern Silber. Hinter den beiden Österreichern gewann Simon Ammann aus der Schweiz Bronze. Schmitt fehlten lediglich 5,5 Punkte zum Podestplatz. «Er hat einen wirklich guten Wettkampf gemacht und seine Saisonleistungen bestätigt», lobte Bundestrainer Werner Schuster.

Insgesamt lieferte das DSV-Quartett einen verheißungsvollen Wettkampf ab. Alle vier Springer kamen unter die Top 20, so dass Schuster zufrieden bilanzierte: «Wir können uns als Team sehen lassen und erhobenen Hauptes hier rausgehen.»

Mit 100,5 Metern lag Schmitt zur Halbzeit als Achter auf Schlagdistanz zur Spitze. «Hier muss alles hundertprozentig stimmen, denn Kleinigkeiten können sich groß auswirken. Der Sprung war ganz gut», so der 31-Jährige. Im Finale wollte er dann noch einmal angreifen, doch nach einem leicht verpatzten Absprung reichte es nur zu 98 Metern. «Da habe ich zu viel Zug reingelegt», räumte Schmitt selbstkritisch ein.

Dennoch machte er noch drei Plätze gut, weil einige Favoriten patzten. Der Österreicher Thomas Morgenstern stürzte bei 101,5 Metern und vergab damit Gold, die zur Halbzeit führenden Harri Olli (Finnland) und Anders Jacobsen (Norwegen) fielen noch weit zurück.

Ein gelungenes Comeback nach zweiwöchiger Krankheitspause feierte Michael Uhrmann mit Platz 15. Der Bayer zeigte sich unbeeindruckt von seinem Trainingssturz, bei dem er sich am Vorabend eine Prellung in der linken Schulter zugezogen hatte. Zwar musste er in der Qualifikation zittern, wies dann aber mit Sprüngen auf 96,5 und 94 Meter ansteigende Form nach. «Für Platz 15 kann man sich nichts kaufen, aber der Tag war nicht nur schlecht. Ich bin froh, dass mein Sturz am Freitag glimpflich ausgegangen ist und freue mich, dass ich bei der WM springen kann», sagte Uhrmann.

Auch Michael Neumayer zeigte sich im Vergleich zum Training verbessert. Der Berchtesgadener belegte mit Sprüngen von 96,5 und 92,5 Metern den 17. Rang. «Mit dem Ergebnis bin ich unzufrieden, obwohl ich meine besten Sprünge auf dieser Schanze gemacht habe», sagte Neumayer. Stephan Hocke als vierter deutscher Starter landete mit 94,5 und 93,5 Metern auf Platz 19. «Mir hat ein wenig die Lockerheit gefehlt», befand der Thüringer.

jus/seh

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig