Leichtathletik In Leipzig heiß laufen für WM

Die nationalen Hallen-Titelkämpfe am Wochenende in Leipzig sind für die deutschen Leichtathleten eine erste Standortbestimmung auf dem Weg zu den Weltmeisterschaften im August in Berlin. Spannung herrscht vor allem bei den Herrschern der Lüfte, den Stabhochspringern.

Danny Ecker (Foto)
Danny Ecker bei den Olympischen Spielen in Peking 2008. Bild: dpa

Samstag ab 10 Uhr und Sonntag ab 11 Uhr kann man den besten deutschen Athleten beim Laufen, Springen und Werfen in der Arena Leipzig zuschauen. (Tickets unter der Hotline 0341-2341100 und www.arena-ticket.com, Livestream unter www.leichtathletik.de).

Nachdem das deutsche Team bei den Olympischen Spielen in Peking ein Debakel mit nur einer Bronzemedaille erlitten hatte, sind die Athleten hoffnungsvoll in die WM-Saison gestartet. In Leipzig steht auch die Qualifikation für die Hallen-EM vom 6. bis 8. März in Turin im Blickpunkt.

Bisher haben rund 25 DLV-Asse die Norm für Turin gepackt. 2007 in Birmingham hatten 30 Athleten vier EM-Medaillen gewonnen, darunter einmal Gold durch Stabhochspringer Danny Ecker. «Als Titelverteidiger möchte ich schon wieder dabei sein, aber das wird schwer», meinte der 31-jährige Leverkusener vor dem wohl spannendsten Gerangel um die drei EM-Tickets am Samstag in der Arena Leipzig. Zudem geht der Sohn von Olympiasiegerin Heide Ecker-Rosendahl mit Schulterproblemen in den Wettkampf.

Vier Stabartisten haben bereits die EM-Norm gemeistert: Allen voran Tobias Scherbarth (Leverkusen) und Alexander Straub (Filstal), die beide 5,76 Meter überquerten, gefolgt von Ecker und Fabian Schulze (Kornwestheim/Ludwigsburg) mit je 5,70. Dagegen sind der Olympia-Achte Raphael Holzdeppe (Zweibrücken), Björn Otto (Uerdingen/Dormagen), Dritter der Hallen-EM, und der Hallen-Europameister von 1998 und 2002, Tim Lobinger (München), bisher noch nicht richtig auf Höhe gekommen. «Mit den alten Hasen muss man jedoch rechnen», sagte Harksen.

Zum Höhepunkt der Leipziger Leistungsschau könnte der Auftritt von Hochsprung-Star Ariane Friedrich (Frankfurt/Main) werden, die sich beim Meeting in Karlsruhe mit 2,05 Meter bis auf zwei Zentimeter dem deutschen Hallen-Rekord genähert hat. «Die 2,07 Meter hat sie auf jeden Fall drauf, vom Kraftpotenzial sicher auch noch mehr», glaubt Rekordhalterin Heike Henkel. «Wenn Ariane und Blanka Vlasic sich weiter so antreiben, ist auch Weltrekord drin.» Mit großem Selbstvertrauen strebt Friedrich zunächst ihrem vierten Hallen-Titel in Serie entgegen: «Ich bin physisch und psychisch so stark wie nie.»

Geplatzt ist das Duell um die Meisterkrone über 60 Meter zwischen dem zurzeit schnellsten deutschen Sprinter, Christian Blum (Fürth/München), und dem Olympia-Siebten über 200 Meter von 2004, Tobias Unger (Kornwestheim/Ludwigsburg). Für den 21-jährigen Blum hatte der fulminante 6,56-Sekunden-Sprint vor eineinhalb Wochen in Stuttgart, mit dem er in der europäischen Bestenliste auf Platz zwei stürmte, Folgen: Beim Zieleinlauf stürzte er und konnte wegen Blockaden im Becken und der Lendenwirbelsäule zehn Tage lang nicht trainieren. «Das Risiko bei einem Start in Leipzig ist zu groß», erklärte sein Trainer Ingo Seibert die Absage. Am Wochenende soll entschieden werden, ob Blum auch die Hallen-EM auslässt.

jus

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • FannieCARDENAS31
  • Kommentar 1
  • 17.03.2011 14:13

Don't you acknowledge that it is high time to get the loan, which can realize your dreams.

Kommentar melden
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig