Tour Down Under André Greipel stiehlt Lance Armstrong die Show

André Greipel (Foto)
Sieger der ersten Etappe: Der deutsche Radprofi André Greipel vom Team Columbia. Bild: dpa

Von news.de-Redakteur Michael Heinrich, Adelaide
Von wegen Lance Armstrong. André Greipel heißt der erste Etappensieger der Tour Down Under. Der 26-Jährige, der bereits im Vorjahr die sechstägige Rundfahrt in Australien gewann, lag im Sprint ganze 119 Plätze vor Armstrong.

Vier Etappensiege fuhr der Sprinter des Teams Columbia im Vorjahr heraus – nahtlos knüpft er daran an, gewann gleich die erste Etappe. «Mit dem Sieg ist mir großer Druck von den Schultern genommen worden», freut sich der gebürtige Rostocker, der diesmal als Kapitän seines Teams am Start ist. Dabei ist die Konkurrenz groß.

Denn es sind namhafte australische Sprinter am Start. Zum Beispiel Stuart O’Grady, der aus Adelaide stammt. Dazu sind Baden Cooke, Gewinner des Grünen Trikots (Bester Sprinter bei der bei der Tour de France 2003), und Robbie McEwen vertreten. Doch Greipel ließ sie alle hinter sich, überquerte den Zielstrich mit einer guten Radlänge Vorsprung. «Das Team wollte, dass ich punkte. Es hat sehr gut gearbeitet», stellt er fest.

Vier Etappensiege wie im Vorjahr hält Greipel diesmal dennoch für unmöglich. «Die Etappen sind schwerer geworden», bemerkt der 26-Jährige. Um das Rennen attraktiver zu machen, haben die Organisatoren schmerzhafte Anstiege eingebaut. Doch Greipel ist kein Typ, der leicht aufgibt: «Auch da muss man mich erstmal abhängen. Ich bin gut in Form, habe über Weihnachten und Silvester hart trainiert und auf so manche Köstlichkeit verzichtet», sagt er: «Ich will das Leadertrikot so lange wie möglich behalten.»

Dass Greipel so gut ist, ist kein Zufall: Entdeckt hat ihn Peter Sager, der auch schon den jungen Jan Ullrich formte. «Ich hatte damals einen Film gesehen, Hell of the West, in dem es um Radsport ging. Meiner Mutter habe ich daraufhin gesagt, dass ich das auch will. So bin ich zu Peter Sager gekommen», erklärt Greipel: «Mit Jan bin ich noch in einer Mannschaft gefahren (2006 im Team T-Mobile; Anm. d. Red.), Kontakt haben wir aber nicht.»

Heute lebt Greipel in Hürth, einem Vorort von Köln, zusammen mit seiner Frau und seiner vierjährigen Tochter. Den Sommer will er aber in Frankreich verbringen: «Ich bin noch nie die Tour de FranceDie Tour de France ist die alljährliche Frankreich-Rundfahrt, die im Sommer stattfindet. Sie ist eine der drei großen Radrundfahrten im Tourkalender. gefahren. Das ist mein großer Traum.» Den Giro d’ItaliaDer Giro d’Italia ist die alljährliche Italien-Rundfahrt, die im Frühjahr stattfindet. Er ist eine der drei großen Radrundfahrten im Tourkalender. und die Vuelta a EspãnaDie Vuelta a Espãna ist die alljährliche Spanien-Rundfahrt, die im Herbst stattfindet. Sie ist eine der drei großen Radrundfahrten im Tourkalender. hat er schon bestritten.

Ob er in diesem Jahr von seinem Teamchef für die Tour de France nominiert wird, ist trotz seiner Erfolge ungewiss. «Columbia war bei der Tour 2008 die beste Mannschaft. Wir haben mit Mark Cavendish einen Mann, der vier Etappen gewonnen hat – doch notfalls kann ich auch für ihn die Sprints anfahren», meint Greipel: «Ich bleibe auf jeden Fall am Ball.»

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig
Anzeige
++ Fußball-Liveticker ++
 

Live-Ticker powered by live-ticker.com

Fußball im Überblick
news.de auf Facebook
Follow us on Facebook!
News.de auf Twitter
Follow us on Twitter!
Anzeige