Fußball Der treue Kaká

Geld ist nicht alles für AC Mailands brasilianischen Star Kaká. Der englische Premier-League-Club Manchester City soll die Rekord-Ablösesumme von 110 Millionen Euro geboten haben. Aber Kaká «will bei Milan alt werden» und dort irgendwann die Kapitänsbinde tragen.

Soccer Kaka Man City (Foto)
Stark am Boden und in der Luft: Milans Kaká (hier gegen Heerenveens Mika Vayrynen). Bild: ap

Nicht einmal das laut Medienberichten von Manchester City offerierte Jahresnettogehalt von 15 Millionen Euro konnte den Weltfußballer von 2007 erweichen. «Ich habe schon viele lukrative Angebote abgelehnt», sagte Kaká in einem Interview mit Sport Mediaset.

Kaká geht also lieber in Mailand in Rente als für 110 Millionen Euro zu Manchester City. «Ich will bei Milan alt werden und dort nach Maldini und Ambrosini die Kapitänsbinde tragen», schloss der 26-jährige Brasilianer einen Wechsel zum englischen Premier-League-Club aus.

Hätte Manchester City mit seinem Rekordangebot Erfolg gehabt, wäre Kaká der teuerste Fußballer aller Zeiten geworden. Die bisherige Rekordablöse für den Franzosen Zinedine Zidane, der 2001 für 55 Millionen Euro von Juventus Turin zu Real Madrid wechselte, wäre verdoppelt worden. Der Daily Mirror stellte deshalb fest: «City unterbreitet sensationelles Weltrekord-Angebot für Milans Superstar Kaká.»

Wie die La Gazzetta dello Sport berichtete, hatte Manchester Generaldirektors Gary Cook am Dienstag in Mailand bereits erste Verhandlungen mit Milans Vize-Präsident Adriano Galliani geführt. Cook sei gleich mit einer dreiköpfigen Delegation nach Italien gereist, um den Brasilianer loszueisen. Neben Kaká hätten auch Mittelfeldspieler Gennaro Gattuso sowie der brasilianische Torwart Dida auf dem Einkaufszettel der Briten gestanden.

Das nötige Geld hätte der Club gehabt. Im vergangenen September hatte Scheich Mansour Bin Zayed Al Nahyan den Verein übernommen und spektakuläre Spielerkäufe angekündigt. Der Scheich soll über ein Privatvermögen von 16,5 Milliarden Euro verfügen. Manchester City steht derzeitig nur auf Platz 15 der Tabelle und sucht fieberhaft nach Verstärkungen wie Kaká.

Zunächst hatten sich die Engländer auch noch große Hoffnungen machen dürfen. Nachdem der 26-Jährige bei Milan bis dato als unverkäuflich galt, schien der Club plötzlich verhandlungsbereit. «Ich hoffe, dass Kaká nicht verkäuflich ist und bei Milan bleibt», sagte Club-Besitzer Silvio Berlusconi. Wie ein kategorisches Nein klinge das nicht mehr, bemerkte die La Gazzetta dello Sport. In den vergangenen Monaten hatten sich bereits der FC Chelsea und Real Madrid um den Mittelfeldspieler bemüht, der 2003 für eine Ablösesumme von nur acht Millionen vom brasilianischen Club San Paolo nach Italien gewechselt war.

jus

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