Tour de Ski Drei Mann in einem Boot

Drei Langläufer, drei Probleme: Dabei läuft es bei Axel Teichmann eigentlich super, bei Tobias Angerer besser als gedacht und Tom Reichelt überrascht mit seiner Anwesenheit. News.de sprach in Oberhof mit dem Trio, das für die Tour de Ski in einem Boot sitzt.

Teichmann Zweiter über 15 km - Cologna siegt (Foto)
Axel Teichmann (l.) neben Dario Cologna und Sami Jauhojaervi. Bild: dpa

news.de: Axel Teichmann, mit dem Auftaktsieg und einem guten zweiten Platz geht nach es Prag. Sind Sie bislang zufrieden?

Teichmann: Natürlich, das war ein großartiges Wochenende in meiner Heimat Oberhof. Leider hatte ich bei der Verfolgung am Sonntag ein kleines Problem mit den Skiern. An den letzten drei Anstiegen konnte ich mit Dario Cologna nicht mehr mithalten.

news.de: Wie sieht Ihr Ausblick als Klassikspezialist für die nächste Etappe in Prag aus?

Teichmann: Dem sehe ich mit gemischten Gefühlen entgegen. Ich bin kein so guter Sprinter, zudem ist das Rennen in freier Technik. Ich muss sehen, dass ich den Anschluss halten kann, um in Val di Fiemme wieder anzugreifen.

news.de: Tobias Angerer, Sie waren lange krank, Ihr Start stand auf der Kippe. Probleme hätte man also eher bei Ihnen vermutet, dabei läuft es ganz gut, oder?

Angerer: Ja, stimmt. Ich habe schon beim Prolog gesehen, dass ich ohne große Vorbereitung vorne mitmischen kann. Solche Erfolgsmomente brauche ich, davon lebe ich. Egal was jetzt noch kommt, es war die richtige Entscheidung, bei der Tour de Ski zu starten.

news.de: Tom Reichelt, kurzentschlossen waren auch Sie. Wann fiel die Entscheidung, dass Sie bei der Tour starten?

Reichelt: Die Absprache haben mein Trainer und ich am Dienstagabend getroffen. Er hat dann beim Bundestrainer Jochen Behle angefragt, ob ein Start möglich wäre.

news.de: Also noch bevor im Erzgebirge der traditionelle Weichnachtsbraten auf den Tisch kam ...

Reichelt: (lacht) glücklicherweise.

news.de: Aber gibt es keine Probleme mit der Trainingssteuerung für die Weltmeisterschaft im Februar, Ihrem eigentlichen Saisonhöhepunkt?

Reichelt: Ich denke nicht. Die WM ist natürlich weiterhin mein Ziel. Die Form habe ich.

news.de: Und wie gefällt Ihnen Ihre Premierentour bisher?

Reichelt: Es ist ganz schön stressig. Ich habe nur Zeit, um jetzt nach dem Rennen noch kurz auszulaufen, dann geht es direkt in den Mannschaftsbus und gleich weiter nach Prag.

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