Bundesliga, 12. Spieltag «Italo-Bomber» Toni krönt sein Comeback

Germany Soccer Bundesliga (Foto)
Luca Toni (r.) setzt sich gegen Bordon durch. Bild: ap

Von news.de-Redakteur Michael Heinrich
Der Traumsturm des Vorjahres ist wieder vereint: Luca Toni kehrte nach seiner Rippenprellung wieder in die Stammformation zurück und traf gleich in der 3. Minute. Auch die alte Effektivität ist wieder da: So ist der FC Bayern München in Meisterform.

Und sie sind dran: Mit dem 2:1 (2:1) beim FC Schalke 04, dem fünften Sieg in Serie, verdrängte der Rekordmeister den Hamburger SV von einem Champions-League-Platz. Zur Spitze fehlt jetzt nur noch ein Punkt. «Wir sind voll im Geschäft», jubelte Bayern-Manager Uli Hoeneß.

Vor 61.673 Zuschauern legte Kapitän Mark van Bommel in der ersten Bayern-Aktion überhaupt auf Toni zurück, der eiskalt abschloss. «Das war einfach», meinte Toni. Trainer Jürgen Klinsmann sah sich und seine Aufstellung bestätigt. «Er hat sehr gut trainiert», jubelte er. Die Entscheidung für Toni neben Miro Klose fiel dem 44-Jährigen noch aus einem anderen Grund leicht: Lukas Poldolski war wegen Rückenproblemen gar nicht erst angereist. Er wäre wohl ohnehin nicht an dem «Italo-Bomber» vorbeigekommen.

Schalke zeigte sich von dem frühen Rückstand unbeeindruckt. Nach einem starken Zuspiel von Rafinha traf Jefferson Farfan (5.) zum Ausgleich. Aus spitzem Winkel tunnelte er Torwart Michael Rensing. Das brasilianisch-peruanische Duo gab auch weiterhin den Takt vor. Fast alle guten Aktionen der Schalker liefen über Rafinha und Farfan auf der rechten Seite. Dabei hatten sie mit Franck Ribery und Zé Roberto wahrlich keine «Flaschen» gegen sich stehen. Bayern ließ den Gastgeber jedoch viel Platz. Sogar unmittelbar vor dem 16er kamen die Schalker noch frei zum Schuss

Für Torwart Rensing bedeutete das Schwerstarbeit: Zuerst musste er ein Geschoss von Fabian Ernst (22.) parieren, dann gegen Jermaine Jones (29.) retten. Eine Schalker-Führung wäre nur folgerichtig gewesen, doch stattdessen schlugen die Bayern erneut zu. Nach dem gleichen Muster, diesmal aber über die linke Seite, passte Ribery auf Zé Roberto, der von der Grundlinie wieder auf Ribery zurücklegte. Keeper Manuel Neuer war chancenlos gegen den Schuss des Franzosen (31.) aus dieser kurzen Distanz. Es war die zweite Bayern-Chance der Partie.

Nach dem Tor verschwand Ribery wieder in der Versenkung. Schon davor war von dem Franzosen nicht viel zu sehen gewesen. Zwar wurde jetzt mehr um das Mittelfeld gekämpft, Schalke brachte das Spiel jedoch abermals unter Kontrolle. Aus dieser Überlegenheit konnten sie jedoch keinen Nutzen ziehen. Bayern machte es ihnen in der Abwehr nach der Pause nicht mehr so leicht. Mit Christian Lell hatte ein gelernter Verteidiger den «Hilfsarbeiter» Zé Roberto ersetzt.

Bayern spielte die Zeit nur noch herunter. Heiko Westerman vergab die beste Möglichkeit zum Ausgleich in der Nachspielzeit, als ihm der Ball vom Kopf rutschte. Schalkes Überlegenheit, dem neuen 18:1-Ecken-Rekord und auch der Mehrzahl an Torschüssen stand am Ende der Sieg der Bayern gegenüber. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge konnte zu Recht von einer «exzellenten» Ausgangslage sprechen. Die Meisterschaft ist alles andere als entschieden – Bayern hat den Kampf gerade erst aufgenommen.

Die Aufstellungen:

FC Schalke 04: Neuer - Rafinha, Westermann, Bordon, Kobiaschwili - Jones, Ernst (83. Asamoah) - Rakitic (60. Sanchez) - Farfán, Kuranyi, Altintop (72. Streit)

Bayern München: Rensing - Oddo, Lucio, Demichelis, Zé Roberto (61. Lell) - Kroos (89. Sosa), Borowski, van Bommel, Ribéry - Klose, Toni (71. Ottl)

Tore: 0:1 Toni (3.), 1:1 Farfán (5.), 1:2 Ribéry (31.)

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Kommentar 1
  • 09.11.2008 19:41

Das sieht dann wohl so aus, als würden die Bayern doch noch Meister werden. Erst recht jetzt, wo Hoffenheim zu schwächeln beginnt. Ha!

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