Bundesliga, 11. Spieltag Eintracht Frankfurt raus aus der Krise

Die Hessen melden sich zurück und holen aus vier Spielen drei Siege. Borussia Mönchengladbach hingegen bleibt auch unter Hans Meyer mittendrin im Abstiegskampf - und das vor dessen 66. Geburtstag.

Gladbach verliert 1:2 gegen Frankfurt (Foto)
Die Eintracht (in schwarz) ließ wenig anbrennen. Bild: dpa

Es ist noch keine vier Wochen her, da stand Friedhelm Funkel mit seinem Team auf dem 17. Tabellenplatz, genau dort, wo sich Gladbach heute nach dem elften Spieltag befindet. Funkel-raus-Rufe hallten durch die Commerzbank-Arena in Frankfurt und so mancher hatte schon einige Euro auf den Rauswurf des Eintracht-Trainers gesetzt - verständlich, nach nur einem Sieg aus sieben Ligaspielen.

Doch nach dem heutigen 2:1-Sieg in Gladbach hat sich die Lage für die Hessen wesentlich entspannt. Und das trotz vieler Verletzter. Die Eintracht steigt durch den Sieg zwar in der Tabelle nicht nach oben (Rang zwölf), hat aber nun mit zwölf Punkten Anschluss ans Mittelfeld und vier Punkte Abstand zum Relegationsplatz (16.).

Zum heutigen Spiel. Schon die ersten Minuten im Borussia-Park zeigten, dass beide Teams gewillt waren, drei Punkte zu holen. Und die Gastgeber hatten auch die erste Gelegenheit: Flanke Marko Marin, Kopfball Marco Russ, Tor. Aber leider ins eigene. Der Frankfurter Innenverteidiger sprang völlig unnötig in Marins Flanke und ließ seinem Torwart Oka Nikolov in der 12. Minute keine Chance.

Die Eintracht ließ sich aber keineswegs von ihren Absichten abbringen, in Gladbach zu punkten. Martin Fenin konnte bereits in der 16. Minute zum 1:1 ausgleichen. Der Tscheche wurde von Ümit Korkmaz vorbildlich im Strafraum angespielt. Der Österreicher in Diensten der Eintracht sorgte ein ums andere Mal für Wirbel in der Gladbacher Verteidigung.

Kurz darauf hatte Gladbachs Paauwe das 2:1 auf dem Fuß, verzog aber und der Ball landete auf der Tribüne (18.). Die Partie blieb unterhaltsam. Auf der anderen Seite traf Fenins Kopfball nur die Latte (24.). Dann war erst einmal Pause in den Strafräumen beider Teams. Bis zur 44. Minute, in der Alexander Baumjohann den Ball eineinhalb Meter an Nikolovs Kasten quer vorbeischob.

Nach der Pause bot sich den Zuschauern im Borussia-Park ein Abbild der ersten Hälfte. Beide Teams blieben bemüht, den Führungstreffer zu erzielen. Gelungen ist dies letztlich der Eintracht in der 52. Minute. Markus Steinhöfer hatte den Ball in den Strafraum geflankt und Michael Fink ohne Gegenwehr genug Zeit, das Spielgerät oben rechts in die Ecke zu lupfen. «Da stimmt die Zuordnung nicht», befand Borussen-Torwart Uwe Gospodarek nach der Begegnung.

Die größten Chancen zum Ausgleich gab es für die Borussia in der 71. und 90. Minute. Zunächst köpfte Michael Bradley unbedrängt am Frankfurter Tor vorbei, später war es Rob Friend, dem Patrick Ochs in letzter Sekunde den Ball vom Fuß stahl. «Wir waren vorne nicht zwingend», kritisierte Gospodarek später die mangelhafte Chancenauswertung der Stürmer. So blieb es beim 1:2 aus Sicht der Gladbacher, die nach dem 0:3 gegen Wolfsburg unter der Woche nun auch der Eintracht unterlagen.

Die Aufstellungen:

Borussia Mönchengladbach: Gospodarek - Levels, Paauwe, Daems, Voigt (68. van den Bergh) - Svärd (56. Bradley), Alberman - Matmour, Baumjohann (63. Neuville), Marin - Friend

Eintracht Frankfurt: Nikolov - Ochs, Russ, Galindo, Spycher - Steinhöfer, Fink - Ljubicic - Fenin, Korkmaz (86. Toski) - Liberopoulos (88. Tsoumou)

Zuschauer: 44.773

Tore: 1:0 Russ (12./Eigentor), 1:1 Fenin (16.), 1:2 Fink (52.)

Lesen Sie auf Seite 2, ob es für Borussia Dortmund weiter nach oben ging in der Tabelle

Die Dortmunder Borussen haben ihren Ruf als Remiskönige der Bundesliga untermauert und zum wiederholten Mal den Sprung auf einen Uefa-Pokal-Platz verpasst. Die Westfalen mussten sich in einem spielerisch schwachen Revierderby gegen den VfL Bochum mit einem 1:1 (1:1) begnügen und verbuchten bereits die sechste Punkteteilung in dieser Saison.

Nachdem Thomas Zdebel (27.) den Tabellen-16. in Führung gebracht hatte, gelang Mohamed Zidan (44.) nur noch der Ausgleich für die Elf von Jürgen Klopp. Den möglichen Dreier vergab Sebastian Kehl, der neun Minuten vor Schluss frei vor dem VfL-Tor vorbei zielte. Mit dem Remis vor 71.600 Zuschauern hielten die Serien beider Mannschaften: Der BVB blieb zum sechsten Mal ungeschlagen, Bochum ist seit sieben Spielen sieglos.

Ohne den wegen einer Muskelverletzung pausierenden Spielmacher Tamas Hajnal fehlte dem Spiel der Dortmunder eine ordnende Hand. Die Klopp-Elf, die vier Tage zuvor beim 1:0 in Köln groß aufgetrumpft hatte, trat lange Zeit ohne Spritzigkeit und Kreativität auf und konnte ihren Heimkomplex nicht ablegen.

Erst im zweiten Spielabschnitt erhöhten die Borussen das Tempo. Auch die Bochumer verbreiteten im 57. Bundesliga-Duell der beiden Revierclubs keinen spielerischen Glanz, gefielen aber auch ohne den gesperrten Christoph Dabrowski durch gute Organisation und eine starke Defensivleistung und verdienten sich einen wertvollen Zähler im Abstiegskampf.

Nach zahlreichen Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten dauerte es bis zur 24. Minute, ehe die Zuschauer die erste torgefährliche Aktion der Gäste aus Bochum zu sehen bekamen. Nach einem beherzten Solo über das halbe Spielfeld konnte Ex-Nationalspieler Paul Freier erst von BVB-Keeper Roman Weidenfeller am Einschuss gehindert werden.

Doch dann verhalf dem VfL eine missglückte Kopfballabwehr von Mats Hummels doch zur verdienten Führung: Kapitän Zdebel, der nach einer Privatfehde mit Sebastian Kehl am Rande eines Platzverweises stand, jagte den Ball volley aus gut 22 Metern ins Netz. Weidenfeller war bei dem Distanzschuss durch seine Vorderleute die Sicht verdeckt.

Als niemand unter den BVB-Fans vor der Halbzeit mehr mit dem Ausgleich rechnete, gelang Zidan mit der ersten Dortmunder Chance doch noch das 1:1. Der Ägypter erlief einen weiten Pass von Neven Subotic, der eher einem Befreiungsschlag glich, und ließ Daniel Fernandes keine Chance. «Es war kein besonders gutes Spiel von uns, wir haben nicht zu unserem Rhythmus gefunden. Deshalb bin ich froh, dass wenigstens noch das 1:1 gelungen ist», sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zur Pause im Fernsehsender «Premiere».

Dass die Partie im zweiten Durchgang an Unterhaltungswert zulegte, war vor allem ein Verdienst der Dortmunder. Die Hausherren steigerten den Druck, gingen mit mehr Engagement zu Werke und erarbeiteten sich auch Tormöglichkeiten. Die beste vergab Florian Kringe (60.), dessen Volleyschuss knapp am Bochumer Tor vorbei zischte.

Die Aufstellungen:

Borussia Dortmund: Weidenfeller - Owomoyela, Subotic, Hummels (46. Kovac), Lee - Kehl - Tinga, Kringe - Blaszczykowski (80. Klimowicz), Zidan - Frei (70. Valdez)

VfL Bochum: Fernandes - Schröder (40. Pfertzel), Maltritz, Yahia, Bönig - Zdebel (73. Mavraj) - Freier, Christian Fuchs - Azaouagh - Sinan Kaloglu, Hashemian (64. Mieciel)

Zuschauer: 71.600

Tore: 0:1 Zdebel (27.), 1:1 Zidan (44.)

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