WM 2011 Auf der Alm, da gibt´s ka Spiel

In 1000 Tagen ist es soweit. Am 26. Juni 2011 startet startet in Berlin die Fußballweltmeisterschaft. Heute wurden die Spielstätten ausgelost - und es gab lange Gesichter.

Schuecoarena Bielefeld (Foto)
Nicht dabei 2011: Bielefeld und die Schuecoarena. Bild: ap

In neun deutschen Städten rollt der Fußball bei der Frauen-Weltmeisterschaft 2011, nicht aber in Bielefeld und Magdeburg. Bielefeld musste der massiven Konkurrenz im Westen Tribut zollen. Mit herber Kritik reagierte Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) darauf, dass seine Stadt leer ausging. «Ich bin darüber enttäuscht - und da kann man sich abrackern wie man will -, dass man im Osten keinerlei Chance hat, wahrgenommen zu werden», kritisierte er in den Radiosendern SAW und MDR.

Der DFB verwies allerdings darauf, dass die Magdeburger alleine für temporäre Medien-Maßnahmen ihr Stadion für drei Millionen Euro hätten umbauen müssen. Im Gegensatz zu Magdeburg seien andere Bewerberstädte in der Lage gewesen, ein Angebot abzugeben, ohne gleichzeitig Geld von der Landesregierung zu fordern, sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU). Zudem ist Dresden als ostdeutscher Vertreter bei der WM dabei. Außerdem wird in Augsburg, Berlin, Bochum, Dresden, Frankfurt, Leverkusen, Mönchengladbach, Sinsheim und Wolfsburg gespielt.

WM-Stadien 2011: Die neun Spielorte im Überblick

Mit Enttäuschung hat Bielefeld auf die Nichtberücksichtigung reagiert. «Das tut schon weh», sagte Bielefelds Oberbürgermeister Eberhard David. Die Stadt habe zusammen mit Arminia Bielefeld eine hervorragende Präsentation abgegeben. Zu der Entscheidung beigetragen habe, dass auch Bochum angetreten sei. «Die beiden Westfalen haben sich blockiert», sagte Eberhard.

Am 26. Juni 2011 findet in Berlin das Eröffnungsspiel statt. Als Endspielort am 17. Juli wurde Frankfurt festgelegt, denn dort ist der deutsche Meister, Pokalsieger und UEFA-Cup-Gewinner 1. FFC Frankfurt zu Hause. Die Auslosung für die WM-Endrunde ist erst im Dezember 2010, der Ticketverkauf beginnt bereits im kommenden Jahr.

Die Organisatoren der Frauenfußball-WM hoffen auf eine Zuschauer-Bestmarke beim Eröffnungsspiel in Berlin. «Ein ausverkauftes Olympiastadion mit 75.000 Zuschauern wäre im Frauenfußball Europarekord. Diesen peilen wir klar an», sagte Wolfgang Niersbach, der Generalsekretär des DFB, bei der Präsentation der Spielorte in Berlin.

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