Frauenfußball Wenig Zuschauer, aber gute Stimmung

Kirsten van De Ven (l.) schoss schon in der 5. Spielminute das erste Tor der EM. (Foto)
Kirsten van De Ven (l.) schoss schon in der 5. Spielminute das erste Tor der EM. Bild: dpa

Mit einer stimmungsvollen Eröffnungsfeier hat in Helsinki die zehnte Fußball-EM der Frauen begonnen. Noch wichtiger für die Stimmung war der Sieg von Gastgeber Finnland gegen Dänemark. Die Niederlande schlugen zuvor die Ukraine, Deutschland startet am Montag.

Angefeuert von 16.324 Zuschauern im Olympiastadion von 1952 - erwartet wurden 30.000 Männer und Frauen - bezwang das Team von Michael Käld die zum Favoritenkreis zählende Mannschaft aus Dänemark im offizielle Eröffnungsspiel der Euro 2009 mit 1:0. Das Siegtor gelang Maija Saari in der 49. Spielminute.

Bereits am Nachmittag hatte die Niederlande vor 3000 Zuschauern ihre EM-Premiere in Turku erfolgreich gestaltet und mit dem 2:0-Sieg gegen die Ukraine die Führung in der Gruppe A übernommen. Weltmeister und EM-Titelverteidiger Deutschland bestreitet sein Auftaktmatch am Montag (16.00 Uhr MESZ/ARD und Eurosport) in Tampere gegen Norwegen. Im zweiten Spiel der Gruppe B treffen Island und Frankreich aufeinander.

Die Däninnen erwischten gegen Finnland zwar den besseren Start, konnten aber ihre Chancen nicht nutzen. So schob die agile Johanna Rasmussen in der 13. Minute aus guter Position den Ball am finnischen Tor vorbei. Nur fünf Minuten später konnte Line Hansen die Verwirrung im gegnerischen Strafraum nicht nutzen und schoss über das Tor. Bis zur Pause tat sich wenig auf dem Rasen, weil der Gastgeber trotz der Unterstützung von den Rängen Durchschlagskraft vermissen ließ.

So war es kein Wunder, dass der Siegtreffer kurz nach dem Wechsel eher zufällig fiel: Ein von Linksverteidigerin Saari von der rechten Seite getretener Freistoß segelte durch Dänemarks Strafraum an Freund und Feind vorbei ins lange Eck. In der Schlussphase verhinderte Torhüterin Tinja-Riikka Korpela mehrfach den möglichen Ausgleich.

Die finnische Spielführerin hatte 2006 eigentlich ihre Karriere schon beendet, gab jedoch im vergangenen Sommer ihr Comeback, um dem jungen Team mit ihrer Erfahrung zu helfen. Sie hat große Ziele: «Wir wollen wieder ins Halbfinale, wie wir es auch 2005 in England bei unserer ersten Teilnahme geschafft haben», sagte Mäkinen, die aber wie ihre Kolleginnen lange kein Pflichtländerspiel mehr bestritten hat.

Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft wird am Montag wohl ohne Weltmeisterin Simone Laudehr in das erste Spiel der EM starten. «Wir wollen nichts riskieren», sagte Cheftrainerin Silvia Neid in Tampere zum möglichen Einsatz der 23 Jahre alten Mittelfeldspielerin im Auftaktmatch gegen Norwegen.

Die Duisburgerin Laudehr, die sich im letzten Testspiel am 6. August in Bochum gegen Russland eine Innenbandzerrung im rechten Knie zugezogen hatte, hat bisher in Finnland noch kein Mannschaftstraining bestreiten können. Auch zwei Tage vor dem ersten Spiel absolvierte sie nur eine individuelle Einheit. «Sie hat noch Schmerzen, wenn sie den Ball vorne gegen den Zeh bekommt», erklärte die Bundestrainerin.

Für Laudehr wird voraussichtlich die junge Kim Kulig vom Hamburger SV im defensiven Mittelfeld in die Startelf rücken, die sich zuletzt in den Vordergrund gespielt hatte. «Der Rest der Mannschaft steht fest. Aber ich werde erst am Montag die Mannschaft darüber informieren, wer spielt», ergänzte Neid.

Die Bundestrainerin lässt sich vor dem wichtigen Auftakt nicht in die Karten schauen. Für den sechsmaligen Europameister geht es auch um den Fortbestand einer einmalige Serie: Denn noch nie hat Deutschland das Auftaktspiel einer Frauen-EM verloren. «Wir wollen unbedingt mit einem Sieg ins Turnier starten.»

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heh/seh/news.de/dpa

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