Michael Schumacher Vom Ja-Sager zum Rückzieher

Michael Schumacher und sein Freund Felipe Massa grübeln über Ferrari. (Foto)
Michael Schumacher und sein Freund Felipe Massa grübeln über Ferrari. Bild: dpa

Seit seinem Formel-1-Abschied hat Michael Schumacher Gerüchte um eine mögliche Rückkehr immer wieder dementiert. Am 29. Juli hat er sich doch bereit erklärt - nun muss er wieder absagen. News.de erzählt die Geschichte mit Schumachers Worten.

10. September 2006: Michael Schumacher, Großer Preis von Monza, Ferrari-Heimspiel: Der Rekordweltmeister der Formel 1 gibt sein Karriereende bekannt. Nach dem letzten Rennen dieses Jahres ist Schluss. «Das war ein ganz harte Entscheidung», sagt er. Und auch das: «Ich würde jetzt nicht eine Entscheidung treffen, wenn ich wüsste, dass ich in ein paar Monaten wieder einsteige.»

25. Oktober: «Ich kann diese ganzen Fragen mit Bestimmtheit nur vom heutigen Zeitpunkt, dem Jetzt aus beantworten. Niki Laudas Comeback, Mika Häkkinens Rückkehr in die DTM - das ist alles nach einer gewissen Zeit passiert. Ich kann jetzt nicht mit 100-prozentiger Sicherheit sagen, was in zwei oder drei Jahren sein wird.»

22. November: «Die Formel 1 verändert sich ständig. Die Technik, die Motoren, die Regeln, die Pisten. Wenn du da einmal raus bist, bist du raus.»

20. Juni 2007: Schumacher-Sprecherin Sabine Kehm betont: «Michael hat keinerlei Intentionen, ins Cockpit zurückzukehren. Er fühlt sich pudelwohl in seinem jetzigen Leben. Er hat die Entscheidung nie bereut.»

9. September: «Ich bin mit mir, meiner Familie und meinem Leben absolut im Reinen. Ich bereue absolut nichts.»

16. Juli 2008: «Ich habe mich in mein neues Leben verliebt, das ist so eine Freiheit, wie ich sie immer haben wollte. Da ist auch nichts zurückgeblieben, keine heimlichen Gedanken an ein Comeback in der Formel 1.»

4. Januar 2009: «Ich hatte ein paar interessante Möglichkeiten. Aber ich habe den Gedanken dann auch sofort wieder verworfen.»

11. Juli: «Es macht keinen Sinn, dass ich jetzt über Angebote spreche. Intensive, ernsthafte Gespräche haben sich nicht ergeben. Weil meine Entscheidung steht.»

29. Juli: «Obwohl das Thema Formel 1 für mich seit langem und komplett abgeschlossen war, kann ich aus Verbundenheit zum Team diese unglückliche Situation nicht ignorieren. Als Wettkämpfer, der ich nun mal bin, freue ich mich aber auch auf diese Herausforderung.»

4. August: «Ich bin mit Vollgas dabei, mich auf meinen Einsatz vorzubereiten. Die ersten drei Kilo sind schon weg, dabei geht es mir ja auch um Muskelaufbau. Das Training läuft also insgesamt sehr gut, nur mein Genick zwickt zugegebenermaßen etwas. Das müssen wir noch in den Griff kriegen. Denn die Gesundheit geht vor, das ist die klare Absprache mit Ferrari, und übrigens auch mit meiner Frau. Aber es gilt: Ich habe die Herausforderung angenommen, und wie ihr wisst, liebe ich Herausforderungen.»

11. August: «Ich habe gestern Abend Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und Teamchef Stefano Domenicali darüber informieren müssen, dass ich nicht für Felipe einspringen kann. Ich habe absolut alles versucht, dieses Comeback auf Zeit möglich zu machen, aber zu meinem größten Bedauern klappt es nicht. (...) Die Verletzungsfolgen vom Motorrad-Unfall im Februar, als ich mir Brüche im Bereich Kopf und Hals zugezogen habe, sind leider noch immer zu schwer. Daher kann mein Nacken den extremen Belastungen der Formel 1 nicht standhalten.»

Weiterführende Links:

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heh/mas/news.de/dpa

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