20.01.2019, 14.26 Uhr

Blutmond 2019 fotografieren: Dank DIESER Tipps gelingen Ihre Mondfinsternis-Fotos

Bald steht wieder der rote Mond über dem Horizont. Wer ihn mit der Kamera einfangen will, sucht sich am besten früh einen guten Platz. Geht das Himmelsspektakel einmal los, ist keine Eile geboten. Fotografen haben viel Zeit, den Blutmond abzulichten.

Für starke Fotos von der totalen Mondfinsternis brauchen Fotografen möglichst ein Teleobjektiv und ein Stativ. Bild: Sven Hoppe/dpa

Für schöne Fotos von der totalen Mondfinsternis brauchen Fotografen drei Dinge: Eine System- oder Spiegelreflexkamera mit Teleobjektiv, ein Stativ und den richtigen Standort.

Totale Mondfinsternis am 21.01.2019: Wann und wo Blutmond-Fotos schießen?

Um 6.44 Uhr beginnt der Mond, vom Kernschatten wieder in den Halbschatten der Erde zu wechseln. Um Punkt 3.35 Uhr (MEZ) tritt der Mond in den Halbschatten der Erde ein, um 4.34 Uhr dann in den Kernschatten. "Das sieht tatsächlich so aus, als würde sich ein Teil des Mondes langsam verdunkeln", sagt Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg. Gegen 5.41 Uhr ist der Mond komplett verdunkelt, die totale Mondfinsternis hat ihren Höhepunkt erreicht. Die Totalität dauert über eine Stunde an und ist gegen 6.44 Uhr zu Ende. Um 7.51 Uhr tritt der Mond dann aus dem Kernschatten aus.

Tipps zum Blutmond-Fotografieren

Damit der Mond auch schön groß das Bild bestimmt, braucht es ein Teleobjektiv. "200 Millimeter sind gut, 400 sind besser", sagt Köhler. "Sonst ist man hinterher enttäuscht, wie klein der Mond ist." Damit nichts verwackelt, nimmt man entweder ein Stativ oder sucht sich eine feste Unterlage für die Kamera - etwa eine Mauer. Wichtig ist, die Empfindlichkeit der Kamera nicht zu hoch zu stellen. Bei hohen ISO-Werten verrauschen die Bilder leicht. Köhler rät zu geringerer Empfindlichkeit und lieber etwas längerer Belichtung.

FOTOS: Blutmond Die schönsten Bilder der totalen Mondfinsternis mit Rotfärbung
zurück Weiter Der Mond scheint am 28.09.2015 in Osnabrück (Niedersachsen) durch das Laub eines Baumes. (Foto) Foto: Friso Gentsch / dpa Kamera

Mars gemeinsam mit Mond zu sehen

Neben dem Mond wird auch der Mars gut sichtbar sein. Er erscheint als orangefarbener Punkt etwas rechts unterhalb des Mondes. Diese Konstellation ist nahezu einmalig, erklärt Köhler. "So schön wie diesen Freitag wird man sie ganz lange nicht mehr sehen."

Sollen neben Fotos von Mond und von Mond und Mars auch größere Aufnahmen vom Nachbarplaneten gemacht werden, braucht es allerdings schon ein Teleskop. Ulrich Köhler empfiehlt, einen Blick in die Programme der Sternwarten in der Umgebung zu werfen. Viele Einrichtungen in Deutschland haben zur Mondfinsternis ein Sonderprogramm aufgelegt. Einen Überblick gibt es zum Beispiel auf der Website der Vereinigung der Sternfreunde unter www.vds-astro.de.

Auch interessant: Verheerende Folgen! Mondfinsternis lässt die Erde beben.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

kns/news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser