Dunkle Vergangenheit: (Alb-)Trauminsel der Adria: Darum will sie keiner kaufen

Wer kann schon von sich behaupten, eine eigene Insel zu besitzen? Seit 2010 steht ein kroatisches Eiland zum Spottpreis zum Verkauf und doch will es niemand. Der Grund: Seine dunkle Vergangenheit!

Seit 2010 steht sie nun schon zum Verkauf: Die kroatische Insel Daksa will aber niemand und dafür gibt es einens sehr guten Grund Bild: Albert Donsky/ Shutterstock.com/spot on news

Im Liegestuhl unter Pinien am Meer liegen - und das auf seiner eigenen Insel! Traumhaft schöne Vorstellung, oder? Die kroatische Insel Daksa scheint auch alle Kriterien zu erfüllen, um den Traum von der eigenen Insel wahrzumachen. Sogar der Preis stimmt: Günstige zwei Millionen soll das Eiland kosten, trotzdem hat bis jetzt noch niemand zugeschlagen. Aber warum?

Leuchtende Orangenbäume und strahlender Sonnenschein vermögen den Schatten, der über Daksas Vergangenheit liegt nicht zu vertreiben. Das paradiesische Eiland im Adriatischen Meer hat mit einer Geschichte zu kämpfen, die seinen jetzigen Besitzern den Verkauf alles andere als leicht macht.

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Einfach liegen gelassen

Vor rund 73 Jahren wurden dort Menschen hingerichtet. Denn kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs befreiten jugoslawische Partisanen das von deutschen Truppen besetzte Dubrovnik. Vermeintliche Nazi-Sympathisanten wurden u.a. auf die Insel Daska gebracht und dort getötet. Eine Gerichtsverhandlung gab es nicht.

Unter den Opfern befanden sich auch der Pfarrer und der Bürgermeister der Insel. Die Leichen ließ man auf der Insel zurück, ohne Bestattung und Begräbnis. Den Einheimischen hatte man das gleiche Schicksal angedroht, sollten sie sich einmischen. Glaubt man den Gerüchten, suchen die Geister der Getöteten die Insel immer noch heim. Zwar hat man die Leichen 2010 exhumiert und bestattet. Trotzdem liegt die düstere Geschichte nach wie vor wie ein dunkler Schleier über Daksa.

Der sorgt dafür, dass 48.000 Quadratmeter Land samt Strand und Wald nach wie vor auf neue Besitzer warten. Nila Perica Dusilo Florshutz und Franica Dusilo Cavich, denen die "Toteninsel" gehört, wollen sie jedenfalls loswerden.

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