Damit die Ideen sprudeln: Kreativitätstechniken für den Alltag

Nicht nur im Job, sondern auch im Alltag sind oft kreative Ideen gefragt: Doch woher soll man diese nehmen? Mit ein paar Techniken kann man den eigenen Kreativitätsfluss anregen. Wir erklären wie.

 
Kreativität lässt sich mit einigen Techniken gezielt steuern. Bild: Andrey Popov

Nicht nur im Job, sondern auch im privaten Alltag sind häufig kreative Ideen gefragt: Beim Schreiben einer wichtigen Rede, beim Verfassen einer Abschlussarbeit oder bei der Planung von Festen oder Veranstaltungen– in solchen Fällen sollte man mit neuen und außergewöhnlichen Einfällen und Ansätzen überzeugen. Doch nicht immer kann man bahnbrechende Geistesblitze einfach aus dem Ärmel schütteln. Wer also mal wieder auf dem Schlauch steht oder darauf wartet, von der Muse geküsst zu werden, bringt mit diesen einfachen, aber wirksamen Techniken den eigenen Kreativitätsfluss wieder zum Laufen.

Menschen sind unterschiedlich: Eine Kreativitätstechnik für alle gibt es nicht

Am Anfang steht jedoch die Erkenntnis: Kreativität ist nicht gleich Kreativität. Menschen sind nun mal unterschiedlich. Und so verschieden wie sie sind, ticken sie auch in Bezug auf ihre kreative Denkweise. Die Wahl der richtigen Kreativitätstechnik hängt folglich von der eigenen Situation und des eigenen Kreativitätstyps ab. Welcher Arten es hier gibt und was kreatives Denken überhaupt ausmacht, ist in diesem Ratgeber zusammengefasst.

Die eine Kreativtechnik, die alle Denkblockaden lösen kann, gibt es nicht. Die Bandbreite umfasst einfache bis komplexe Einzel- oder Gruppenlösungen. Zu den bekanntesten Methoden zählen dennoch die Folgenden:

Mindmapping: Der Oldie, aber Goldie unter den Kreativmethoden. Hier ist lediglich ein zentrales Thema festgelegt. Rund darum sammelt und notiert man in einer Art Inseldiagramm Stichworte und Begriffe. Die einzelnen Ideen werden jedoch nicht detailliert ausformuliert. Das fördert neue Zusammenhänge und Beziehungen in einem Themengebiet zutage. Um loslegen zu können, braucht man nur einen Stift und ein Notizbuch. Viele schicke Büchlein gibt es zum Beispiel in der Notizbuchwelt von Brandbook.

Walt-Disney-Methode: Dieses Rollenspiel können ebenfalls Einzelpersonen zur Ideenfindung anwenden. Das ursprüngliche Konzept geht tatsächlich auf Walt Disney zurück. Im Mittelpunkt stehen drei verschiedene Rollen:

  • der Kritiker (hinterfragt Ideen)
  • der Realist (prüft Ideen)
  • der Träumer (liefert Ideen)

Die Gruppe oder Person spielt anschließend aus der Sicht aller drei Rollen ein Szenario oder eine Problemfrage durch. Letztendlich geht es bei diesem Ansatz um die Frage, wie viel Machbarkeitspotenzial in einer Idee steckt. Und da beweist die Walt-Disney-Methode immer wieder, dass auf den ersten Blick unrealistische Einfälle das Potenzial zur Serienreife haben.

Brainswarming: Entwickelt wurde diese Technik vom Amerikaner Tony McCaffrey. Im Prinzip ist Brainswarming dem Mindmapping recht ähnlich. Grundsätzlich geht es um die uneingeschränkte Sammlung von Einfällen, egal ob im Team oder alleine. Der Unterschied ist jedoch, dass Gedanken auf Klebezettel geschrieben und anschließend auf einer Wand gesammelt werden. Dadurch können zum einen introvertierte Menschen ihre Ideen miteinbringen. Zum anderen ist das Brainswarming flexibler als das Mindmapping. Ideen können jederzeit neu angeordnet und unter anderen Gesichtspunkten betrachtet auf den Prüfstand gestellt werden.

Sich bewegen: Es ist kein Geheimnis, dass Bewegung bei der Lösung von Blockaden hilft. Kurz mal aufstehen, aus dem Fenster schauen oder tatsächlich durch den Garten schlendern und plötzlich kommt man auf andere Gedanken. Wer alleine arbeitet, darf bei dieser Technik Zettel und Stift nicht vergessen, falls die Ideen plötzlich wieder sprudeln. Im Team kann man Kreativität und Bewegung beim Brain-Walking zusammenführen.

Kreativität ist tagesformabhängig

Ansonsten gilt: Kreativität kann man nicht erzwingen. Kognitive Prozesse sind oft von der eigenen Tagesform abhängig. Dennoch sollte man, um kreativ zu sein, folgendes vermeiden:

  • Zeitdruck
  • Schlafmangel
  • Persönliche Kritik
  • Denken in starren Strukturen

Hat man für sich selbst die passende Technik gefunden und kommt im eigenen Umfeld kein Stress auf, sind der kreativen Ideenfindung im Alltag keine Grenzen gesetzt.

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bua/news.de