Zecken im Weihnachtsbaum 2017: Eine unsichtbare Gefahr! So schützen Sie sich und ihre Familie

An Zecken denken viele Menschen nur im Frühjahr und Sommer. Doch auch in den Wintermonaten besteht Gefahr. Durch Weihnachtsbäume holen wir uns die gefährlichen Krankheitsüberträger nach Hause. So bekämpfen Sie die Schädlinge und schützen Ihre Familie.

Im Weihnachtsbaum können Zecken lauern. Bild: dpa

Zecken lauern in der Natur und können gefährliche Krankheiten übertragen. Sich zu schützen, ist daher wichtig. Wer denkt, dass er bis zu den ersten richtig warmen Frühlingstagen vor den kleinen Tierchen Ruhe hat, irrt. Denn auch in den Wintermonaten stellen Zecken eine Gefahr dar.

Zecken im Weihnachtsbaum 2017: So schützen Sie sich

Viele Familien stellen ihren Weihnachtsbaum bereits vor dem 24. Dezember auf. Doch im Tannenbaum lauert die unsichtbare Gefahr. Zecken können sich im Geäst verstecken und so in die Wohnung getragen werden. Gefahr besteht vor allem dann, wenn es im Vorfeld nicht so kalt, sondern noch relativ mild war. Dann werden die Tierchen durch die Zimmertemperaturen aus ihrer Winterruhe geweckt.

Allerdings brauchen sie, um in der Wohnung zu überleben, eine hohe Luftfeuchtigkeit. Diese ist per se oftmals einfach nicht gegeben. Ein paar Vorsichtsmaßnahmen können Sie zusätzlich schützen:

  • Die Weihnachtsbaum schütteln, bevor man in hereinbringt
  • beim Schmücken helle Kleidung tragen, um die Tiere zu erkennen
  • nach dem Schmücken den Körper auf Zeckenbisse untersuchen

Zecken-Gefahr: Welche Krankheiten können übertragen werden?

Zecken können eine Vielzahl von Infektionskrankheiten übertragen - zu den bedeutendsten zählen aber die Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Die Borreliose wird durch Bakterien verursacht und tritt in allen Teilen Deutschlands auf, wie Britta Reckendrees von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erläutert. Unerkannt und unbehandelt kann die Borreliose zu chronischen Schädigungen unter anderem des Herzens, der Nerven und der Gelenke führen. Bei der FSME handelt es sich um eine fieberhafte Erkrankung unter Beteiligung der Hirnhäute. In besonders schweren Fällen kann es zur Gehirnentzündung und zur Schädigung des Rückenmarks kommen. Im Extremfall verläuft die Krankheit tödlich.

Muss ich nach jedem Zeckenbiss zum Arzt?

"Nein", erklärt Susanne Glasmacher vom Robert Koch-Institut (RKI). Das Risiko, sich mit Borreliose oder FSME anzustecken, sei insgesamt gering. Wer von einer Zecke gebissen wurde, sollte danach allerdings aufmerksam seinen Körper beobachten. Tritt eine Hautrötung an der Einstichstelle auf, sollten Betroffene sofort zum Arzt. Sie ist ein Hinweis auf eine Borreliose. Eine Behandlung mit Antibiotika ist dann erforderlich. Bei der FSME kommt es in der Regel nach einigen Tagen zu grippeähnlichen Symptomen und Fieber. Anschließend machen sich neurologische Symptome wie Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen oder epileptische Anfälle bemerkbar.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

fka/kns/news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser