Pest in Madagaskar: Urlauber aufgepasst! Sicherheitshinweise aktuell für DIESES Reiseland

In Madagaskar stecken sich immer mehr Menschen mit der Pest an und das vor allem mit der lebensgefährlichen Lungenpest. Alle wichtigen Infos inklusive Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes lesen Sie hier.

Auf Madagaskar erkranken immer mehr Menschen an der Lungenpest. Bild: dpa

Immer mehr Menschen infizieren sich auf Madagaskar mit der lebensgefährlichen Lungenpest. Das Risiko einer Verbreitung über die Grenzen des Inselstaates vor Südostafrika sei aber gering, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag (3.10.2017) in Genf mit. Unter anderem halte sich der Verkehr mit anderen Ländern in Grenzen.

Pest-Ausbruch in Madagaskar: Bereits 24 Menschen sind gestorben

Insgesamt zählte die WHO131 Pest-Fälle seit August, 24 Menschen seien gestorben. Davon waren 73 Menschen an Lungenpest erkrankt. Zwei Tage zuvor waren es erst 114 Fälle und 21 Tote. Bei der Pest vergiften Bakterien das Blut.Es kann zu Nieren- und Leberversagen kommen. Die Krankheit verläuft oft tödlich. Patienten können aber bei Früherkennung mit Antibiotika behandelt werden.

Der jüngste Ausbruch sei aus zwei Gründen besorgniserregend, so die WHO: Zum einen seien dieses Mal vor allem Hafenstädte mit hoher Bevölkerungsdichte sowie die Hauptstadt Antananarivo mit zwei Millionen Einwohnern betroffen. Zum anderen hätten ungewöhnlich viele Menschen die Lungenpest, nicht die normalerweise verbreitete Beulenpest. Während Beulenpest sich durch denBiss von Ratten oder Mücken ausbreite, steckten sich Lungenpest-Kranke gegenseitig an.

Auswärtiges Amt gibt Sicherheitshinweise zur Beulen- und Lungenpest in Madagaskar

Aus diesem Grund hat das Auswärtige Amt derzeit auch die medizinischen Sicherheitshinweise für Madagaskar aktualisiert. Da die Beulenpest bislang die häufigste Form war und die bakterielle Infektion durch den Rattenfloh übertragen wird, sind Ratten, Straßenhunde und Katzen zu meiden, da sie als potentielle Überträger der Flöhe gelten.

Die Ansteckung mit der Lungenpest kann ebenfalls auf diesem Weg stattfinden, aber auch die Infizierung durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch ist möglich. Madagaskar-Reisende sollten deshalb sehr vorsichtig sein bei Menschenansammlungen und infizierte Personen meiden.

Lesen Sie auch: Mindestens 27 Pest-Tote in Madagaskar.

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kad/news.de/dpa

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