Laubhüttenfestes Sukkot 2017: Bedeutung, Ablauf und kulinarische Spezialitäten des jüdischen Festes

Das Judentum zelebriert eine Woche lang das Sukkot, das Laubhüttenfest. Was dabei eigentlich gefeiert wird und wie die Festwoche begangen wird, erfahren Sie hier.

Ein orthodoxer Jude inspiziert eine Etrog. Bild: dpa

Der Name "Sukkot" leitet sich vom jüdischen Wort "Sukkah" ab, was "Laubhütte" bedeutet. "Sukkot" ist das "Laubhüttenfest". Es ist das "Fest des Einsammelns" und so etwas wie ein Erntedankfest, denn auch hier wird für eine gute Ernte gedankt. Doch es erinnert auch an die Wüstenwanderung der Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten. Da sie zu dieser Zeit ein ziehendes Volk waren und nicht in Häusern sondern Hütten lebten.

Ablauf des Laubhüttenfestes

Das Laubhüttenfest beginnt am 15. Tischri und ist das dritte Wallfahrtsfest. Es dauert zwischen sieben und neun Tage. Am achten Tag wird das Schlußfest "Schemini Azeret" gefeiert und gilt auch als eigenständiger Feiertag, weshalb die eigentliche Dauer des Sukkot umstritten ist. Am neunten Tag wird das Torafreudenfest, "Simchat Thora", begangen und ist das zweite Schlussfest des Laubhüttenfestes. Dieser Tag wird allerdings nur in der Diaspora zelebriert.

Tag eins und zwei des Laubhüttenfestes sind Feiertage. Tag drei bis sieben sind Halbfeiertage, wobei der letzte Tag aber eine besondere Bedeutung hat. Er trägt den Namen "Hoschana rabba" und gilt als Gerichtstag über das Wasser. An dem Tag wird Gott für den Regen gedankt, der im Gebiet Israels nur im Winterhalbjahr fällt.

Die Bräuche des Laubhüttenfestes

Das Laubhüttenfest wird durch einen Feststrauß, "Lulaw", symbolisiert. Dieser setzt sich traditionell aus drei Myrtenzweigen, zwei Bachweidenzweigen und einem Dattelpalmenzweig zusammen. Die Zweige werden zusammengebunden, dann kommt der Etrog hinzu, eine gelbgrüne bis gelbe Variante der Zitronatzitrone. Mit dem Feststrauß wird für die Ernte gedankt.

Doch auch der Wüstenwanderung wird gedacht. Dazu wird nach biblischem Gebot in einer unfesten Hütte gewohnt. Diese darf kein festes Dach haben und ist nur mit Zweigen, Reisig oder Stroh bedeckt. Die Hütte wird möbliert und geschmückt. Juden, die in kälteren Gefilden wohnen, nehmen in der Regel nur ihre Mahlzeiten in der Hütte ein.

Traditionelles Rezept für Sukkot

Aus dem Kochbuch "Jerusalem" von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi.

ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN:

4 mittelgroße Auberginen, längs halbiert
6 EL Olivenöl
1 1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
1 1/2 TL Paprikapulver, edelsüss
1 EL Zimtpulver
2 mittelgroße, fein gehackte Zwiebeln
500 g Lammhack (oder Rinderhack)
50 g Pinienkerne
20 g glatte Petersilie, gehackt
2 TL Tomatenmark
3 TL Zucker
1 1/2 TL Zitronensaft
1TL Tamarindenpaste
4 Zimtstangen
Salz und schwarzer Peffer

Und so geht's:

  • Auberginen mit Schnittfläche nach oben in große Ofenform legen
  • mit 4 EL Olivenöl einpinseln und mit Salz und Pfeffer gut würzen
  • im vorgeheizten Ofen bei 220 °C ca. 20 Minuten garen + abkühlen lassen
  • In der Zwischenzeit: 2 EL Olivenöl in Pfanne erhitzen
  • Gewürze mischen und Hälfte zusammen mit Zwiebeln im Öl ca. 8 Minuten bei mittelstarker Hitze anbraten, dabei immer gut rühren
  • Fleisch, Petersilie, Pinienkerne, 1 TL Zucker, Tomatenmark, 1 TL Salz und etwas Pfeffer hinzugeben, ca. 8 Minuten braten, bis Fleisch gar ist
  • Auberginen leicht einschneiden + Fleischmasse in und auf den Auberginen verteilen
  • Andere Hälfte der Gewürzmischung mit 150 ml Wasser, Tamarindenpaste, 2 TL Zucker, Zitronensaft, 1/2 TL Salz und Zimtstangen verrühren und in Ofenform mit den Auberginen gießen
  • Ofen auf 195 °C herunterschalten
  • Die Form mit Alufolie gut verschließen und die Auberginen für 1 1/2 Stunden im Ofen garen bis sie weich sind + Sauce eingedickt ist (sollte sie zu dickflüssig sein, mit etwas Wasser verdünnen)

Quelle: Yotam Ottolenghi, Sami Tamimi. Jerusalem. Das Kochbuch. Dorling Kindersley (2012).

Passend dazu: Bedeutung, Ablauf und Bräuche von Rosch Haschana.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

gea/kad/news.de

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

Empfehlungen für den news.de-Leser