Studie zu Altersvorsorge: Fast jeder Zweite kann nicht nicht fürs Alter vorsorgen

Die gesetzliche Rente ist für die junge Generation eine große Ungewissheit. Eine Garantie gibt es nicht. Darum ist es umso wichtiger, privat vorzusorgen. Doch dazu sind nur wenige in der Lage.

Nur jede Zweite betreibt Altersvorsorge. Bild: dpa

Das Toluna Meinungsforschungsinstitut hat für die Comdirect-Bank eine Umfrage zur Altersvorsorge durchgeführt. Das erschreckende Ergebnis: Nur knapp jeder Zweite legt für die Zukunft Geld zurück. Laut Umfrage sparen nur 48 Prozent fürs Alter. Auffällig ist dabei auch ein Gefälle in der Altersklasse. Während die junge Generation der 18- bis 29-Jährigen sich kaum um eine Altersvorsorge Gedanken macht, hier sparen nur 43 Prozent, erkennen 40- bis 49-Jährige mit 61 Prozent die Wichtigkeit einer privaten Altersvorsorge an.

Darum sorgen die Deutschen nicht fürs Alter vor

Doch was sind die Gründe? Allein jeder Vierte sagt, dass er bisher schlicht kein Geld für eine Altersvorsorge gehabt habe. Jeder Zehnte hofft, dass die gesetzliche Rente am Ende doch irgendwie reichen wird. Einige wenige (5 Prozent) empfinden das Thema schlichtweg zu kompliziert und wollen sich daher nicht mit ihrer Altersvorsorge beschäftigen.

Ist Altersvorsorge nur noch für Reiche ein Thema?

Auch eine Rolle bei der privaten Altersvorsorge ist das Netto-Einkommen. Während Menschen mit einem guten Verdienst über 4.000 Euro fleißig sparen, hier legen gut 80 Prozent fürs Alter zurück, sind es bei Arbeitern mit weniger als 1.000 Euro Einkommen gerade einmal 19 Prozent. Ein weiterer Unterschied ist im Ost-West-Gefälle zu erkennen. Im Osten sorgen 45 Prozent, im Westen 54 Prozent vor.

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gea/loc/news.de

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